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Urteil in Georgia Schuldspruch in US-Mordprozess um getöteten schwarzen Jogger

  • Mehr als eineinhalb Jahre nach der Tötung des schwarzen Joggers Ahmaud Arbery im US-Bundesstaat Georgia sind die drei weissen Täter in den meisten Anklagepunkten schuldig gesprochen worden.
  • Das Urteil wurde am Mittwoch vor Gericht im Ort Brunswick verlesen.
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Aus dem Archiv: Wann sind bewaffnete Bürgerwehren Mörder?
03:51 min, aus Echo der Zeit vom 19.11.2021.
abspielen. Laufzeit 03:51 Minuten.

Der Angeklagte Travis M., der auf Arbery geschossen hatte, wurde von den Geschworenen des Mordes für schuldig befunden. Die Mitangeklagten, der Vater des Schützen Gregory M. und ihr Nachbar William R., die beide an der Verfolgung Arberys beteiligt waren, wurden jeweils unter anderem wegen schwerer Körperverletzung und Totschlagsdelikten schuldig befunden.

Biden mahnt zum Kampf gegen Rassismus

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Die Tötung von Ahmaud Arbery zeigt aus Sicht von US-Präsident Joe Biden, wie viel bei der Bekämpfung von Rassismus in den Vereinigten Staaten noch erreicht werden muss. Es müsse in Zukunft ein Klima geben, in dem «niemand aufgrund seiner Hautfarbe Gewalt fürchtet», forderte Biden am Mittwoch.

Biden begrüsste den Schuldspruch gegen die drei weissen Täter. Nichts könne Arbery wieder zum Leben und zurück zu seiner Familie bringen, «aber das Urteil stellt sicher, dass jene, die dieses schreckliche Verbrechen begangen haben, bestraft werden».

Das Strafmass für die Angeklagten wird zu einem späteren Zeitpunkt festgelegt. Ihnen könnte lebenslange Haft drohen.

Legende: Seit Mai 2020 prangt in Brunswick im US-Bundesstaat Georgia ein Wandbild von Ahmaud Arbery – an dem Ort, wo der 25-Jährige erschossen wurde. Wenig später – am 25. Mai 2020 – wurde der Afroamerikaner George Floyd bei einem brutalen Polizeieinsatz in Minneapolis im Bundesstaat Minnesota getötet. Keystone

Der 25-jährige Ahmaud Arbery war Anfang 2020 beim Joggen erschossen worden. Der Fall hatte nach der Veröffentlichung eines Handy-Videos international Aufmerksamkeit erlangt. Den Ermittlern zufolge hatten sie Arbery zunächst mit ihrem Fahrzeug verfolgt und mit Schusswaffen bedroht. Dem Autopsiebericht zufolge wurde er von zwei Schüssen aus nächster Nähe in die Brust getroffen.

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