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Biden will Truppen bis 11.9. aus Afghanistan zurückziehen
Aus HeuteMorgen vom 14.04.2021.
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US-Armee zieht ab Biden will Truppen bis September aus Afghanistan zurückziehen

  • Joe Biden will bis zum 11. September sämtliche US-Truppen aus
    Afghanistan abziehen. Es wäre der Jahrestag des Anschlags auf New York, der der Intervention in Afghanistan vorausging.
  • Das berichten die Nachrichtenagentur Reuters mit Bezug auf eingeweihte Personen in Regierungskreisen und die «Washington Post» übereinstimmend.
  • Damit blieben US-Soldaten noch mehrere Monate über den mit den Taliban vereinbarten Abzugstermin zum 1. Mai in Afghanistan.

US-Präsident Joe Biden wird seine Pläne für einen Abzug der US-Truppen in Afghanistan bis zum 11. September heute Mittwoch offiziell bekannt geben. Das Weisse Haus kündigte an, Biden werde sich um 14.15 Uhr (20.15 Uhr MESZ) zum weiteren Vorgehen in Afghanistan und dem Fahrplan für einen Abzug äussern.

Insgesamt rund 10'000 Soldaten

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Nach offiziellen Angaben befinden sich derzeit noch rund 2500 US-Soldaten in Afghanistan. Zum Höhepunkt vor zehn Jahren waren es rund 100'000 amerikanische Soldaten. Zu den US-Truppen kommen rund 7500 Soldaten aus Nato-Ländern und Partnernationen, die derzeit in Afghanistan stationiert sind, um die demokratisch gewählte Regierung durch die Ausbildung und Beratung von Sicherheitskräften zu unterstützen.

Ein hochrangiger US-Regierungsvertreter sagte, der Abzug sei nicht an Bedingungen geknüpft. Er solle noch vor dem 1. Mai beginnen und spätestens bis zum 11. September – dem 20. Jahrestag der Terroranschläge von New York und Washington – abgeschlossen sein.

Unter Bidens Vorgänger Donald Trump hatte die US-Regierung mit den Taliban einen Abzug aller internationalen Truppen bis zum 1. Mai vereinbart.

Kein überhasteter Abzug

Der US-Regierungsvertreter begründete den neuen Termin für ein Ende des Einsatzes damit, dass ein überhasteter und schlecht koordinierter Abzug die internationalen Truppen gefährden könnte. Er betonte, der 11. September sei das späteste Datum, um den Abzug abzuschliessen. Das Ziel könnte bereits deutlich früher erreicht werden.

Seit 2001 in Afghanistan

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Seit 2001 in Afghanistan
Legende: Reuters

Die Terroranschläge auf die USA vom 11. September 2001, für die das Terrornetz Al-Kaida verantwortlich gemacht wurde, hatten den Einmarsch der US-geführten Truppen in Afghanistan ausgelöst. Al-Kaida Terroristen um ihren damaligen Anführer Osama bin-Laden hatten in Afghanistan unter den Taliban Unterschlupf gefunden und dort Terror-Ausbildungslager betrieben. Bin Laden wurde nach zehnjähriger Flucht schliesslich 2011 von einem US-Sonderkommando im pakistanischen Abottabad gestellt und getötet.

Die aufständischen Taliban hatten neue Gewalt gegen Nato-Truppen angedroht, sollte die Frist bis zum 1. Mai nicht eingehalten werden. Als Reaktion auf die neusten Pläne der USA schlossen die Taliban ihre Teilnahme an einer geplanten Friedenskonferenz vor einem vollständigen Abzug der internationalen Truppen aus.

Der US-Regierungsvertreter seinerseits warnte die Taliban vor Angriffen auf internationale Truppen während des Abzugs. Man habe die Aufständischen wissen lassen, dass die USA in einem solchen Fall hart zurückschlagen würden, sagte er.

Nato leitet Abzug ein

Biden stehen unter Druck, rasch über einen Fahrplan für einen Abzug der US-Soldaten zu entscheiden, weil davon auch der Einsatz anderer internationaler Truppen in Afghanistan abhängt.

Die Nato leitet nach der Rückzugsentscheidung der USA das Ende ihres Einsatzes in Afghanistan ein. Die Alliierten hätten entschieden, mit dem Abzug aus dem Land zu beginnen, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Mittwoch nach einer Videokonferenz der Aussen- und Verteidigungsminister der 30 Bündnisstaaten von Diplomaten.

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Archiv: USA ziehen weiter Truppen aus Afghanistan und Irak ab
Aus Tagesschau vom 18.11.2020.
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Biden will Putin wegen der Ukraine treffen

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Vor dem Hintergrund des russischen Truppenaufmarschs entlang der Grenze zur Ukraine hat der US-Präsident Kremlchef Wladimir Putin ein Gipfeltreffen vorgeschlagen. Biden habe in einem Telefonat mit Putin seine Besorgnis über den plötzlichen Aufbau der russischen Truppen an der ukrainischen Grenze und auf der annektierten Schwarzmeer-Halbinsel Krim geäussert, teilte das Weisse Haus mit.

Der Kreml in Moskau bestätigte, dass der Vorschlag Bidens zu einem Treffen mit Putin eingegangen sei. Allerdings liess er offen, ob Putin die Einladung annehmen wird.

SRF 4 News, Nachrichten vom 14.4.2021, 04:00 Uhr;

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12 Kommentare

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  • Kommentar von Hans König  (Hans König)
    Ausser vielen Toten und Kosten nichts erreicht. Nach dem Abzug der Amerikaner werden die demokratischen Afghanen von seiten der Taliban den Horror erleben.
  • Kommentar von Christophe Bühler  ((Bühli))
    Wieso nur Afghanistan?... 600 oder mehr weltweite Stützpunkte einer nachweislich aggressiven Macht, ohne völkerrechtliches Mandat braucht die Welt seit gut 100 Jahren nicht mehr
    1. Antwort von Michel Koller  (Mica)
      In Ihrer Sicherheitsblase lebend können Sie solche Aussage natürlich tätigen.
  • Kommentar von Patrik Müller  (P.Müller)
    Eigenartig: Da wird dauernd auf dem Gehabe und der imperialistischen Truppenpräsenz der Amis herumgemäkelt. Aber kaum ziehen diese den Stecker heulen überall die Alarmsirenen...
    Und die US-Militärausgaben werden auch kritisiert. Aber um weltweit Truppen in Krisenregionen oder strategischen Räumen dauerhaft zu stationieren braucht es halt schon mehr power als es eine schweizer Armee gewohnt ist. Das sind ganz andere Dimensionen.
    Afghanistan spielt auf der Weltbühne kaum mehr eine Rolle.