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US-Bundesstaat Michigan Auto rammt Synagoge in Detroit – Angreifer getötet

  • In einem Vorort der US-Grossstadt Detroit im Bundesstaat Michigan ist eine Person mit einem Fahrzeug in die Synagoge «Temple Israel» gefahren.
  • Nach Angaben der Polizei hat das Sicherheitspersonal danach das Feuer eröffnet.
  • Der Angreifer, ein 41 jähriger US-Bürger libanesischer Herkunft, ist gemäss der Polizei getötet worden.
  • Das FBI ermittelt wegen des Verdachts eines gezielten Gewaltakts gegen die jüdische Gemeinschaft.

Beim Einsatz wurde ein Sicherheitsbeamter verletzt, 30 weitere Einsatzkräfte mussten wegen Rauchvergiftung ins Krankenhaus. Kinder und Mitarbeitende der Synagoge sowie der angeschlossenen Betreuungsstätte blieben unverletzt. Etwa ein Dutzend Eltern hätten ihre Kinder abgeholt, nachdem sie die Erlaubnis der Polizei erhalten hatten, teilte der Scheriff mit. Die Feuerwehr konnte die Flammen löschen, die nach dem Aufprall ausgebrochen waren.

Die Bundespolizei FBI ermittelt nun wegen des Verdachts eines gezielten Angriffs auf die jüdische Gemeinschaft. Hintergrund könnten gemäss CBS News die Spannungen im Nahen Osten sein: Zehn Tage zuvor hätten israelische Luftangriffe auf ein Dorf im Libanon zwei Brüder des Täters und deren Kinder getötet. Das Motiv wird allerdings derzeit noch von den Behörden untersucht.

Die Gouverneurin von Michigan, Gretchen Whitmer, teilt auf X mit, die jüdische Gemeinde sollte ihren Glauben in Frieden ausleben können. «Antisemitismus und Gewalt haben in Michigan keinen Platz.»

US-Präsident Donald Trump hat sein Bedauern über den Vorfall ausgedrückt: «Es ist absolut unfassbar, dass so etwas passiert.» Er schicke Liebe an die jüdische Gemeinschaft in Michigan und an alle Menschen in Detroit. Man werde der Sache auf den Grund gehen, kündigte der Präsident an.

«Temple Israel» bezeichnet sich selbst als die grösste Reformsynagoge des Landes mit 12'000 Mitgliedern, wie auf ihrer Website zu lesen ist. Sie verfügt über ein Zentrum für Kinderbetreuung und bietet Bildungsprogramme für Familien und Erwachsene an.

Tagesschau, 12.3.26, 19:30 Uhr ; 

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