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Gewalt gegen Demonstranten US-Haftbefehle gegen Erdogans Leibwächter

Ein Screenshot von Voice of America, welcher die Angriffe von Erdogans Leibwächtern auf Demonstranten demonstriert.
Legende: Ein Screenshot von Voice of America, welcher die Angriffe auf Demonstranten demonstriert. Keystone
  • In den USA haben die Behörden gegen zwölf türkische Sicherheitskräfte Haftbefehle erlassen.
  • Ihnen wird vorgeworfen, beim Besuch des türkischen Präsidenten Erdogan in Washington im Mai mit Gewalt gegen Demonstranten vorgegangen zu sein.
  • Die Türkei hat gegen die Haftbefehle protestiert und den US-Botschafters in Ankara zitiert.

Den Personenschützern wird vorgeworfen, am 16. Mai auf Demonstranten losgegangen zu sein. Die Ausschreitungen ereigneten sich am Rande eines Besuchs Erdogans in Washington. Videomitschnitte zeigen, wie Sicherheitsleute brutal auf Demonstranten eintreten. In einem Video ist zu sehen, dass Erdogan persönlich Zeuge der Ereignisse wird, sich aber nicht ins Geschehen einmischt. Elf Menschen wurden bei den Handgreiflichkeiten verletzt, neun davon mussten im Krankenhaus behandelt werden.

Erdogan kritisiert USA

Erdogan übte am Mittwochabend in Ankara scharfe Kritik an den Haftbefehlen und warf den amerikanischen Sicherheitskräften vor, ihn nicht beschützt zu haben. Bei den nur 40 bis 50 Meter entfernten Demonstranten habe es sich um Anhänger der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK und der Bewegung des Predigers Fethullah Gülen gehandelt.

5 Kommentare

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  • Kommentar von Philipp Etter (Philipp Etter)
    Erdogan war auf Staatsbesuch und bisher war es auch in den USA üblich, dass das Gastgeberland für die Sicherheit der geladenen Gäste sorgte. Einmal mehr verleugnet das US-Imperium, selbst Ursache des unziemperlichen Eingreifens der Leibwächter zu sein, dadurch dass die Demonstranten nicht von US-Sicherheitskräften auf Distanz gehalten wurden.
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    1. Antwort von M. Keller (MK)
      Reine Spekulation und keinen Hinweis und/oder stich- und hiebfeste Argumente von Ihnen für Ihre Behauptungen. Aber gut hat man einmal mehr mit einem solch unqualifizierten Kommentar in Richtung USA ‚geschossen‘. Einfach nochmals zur Erinnerung; es waren Erdogans Leute und keine US Sicherheitskräfte. Dies ist fact und im Besonderen das Thema von diesem Artikel, oder nicht?
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  • Kommentar von Kerzenmacher Boris (zombie1969)
    Die ganze Aktion war eine Machtdemonstration. R. Erdogan wollte zeigen wie mächtig er ist und dass er selbst in den USA machen kann was er will. Sollten die Sicherheitsleute irgendwie irgendwann verurteilt werden, verbucht er das unter "Nebensache" ab. Nur die Botschaft zählt. Dabei ist R. Erdogans Machtposition nicht so stark wie er immer noch glaubt. In einer Partnerschaft mit Russland würde die Türkei weniger gut wegkommen. V. Putin mag und traut R. Erdogan nach wie vor nicht.
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  • Kommentar von Stephanie von Walterskirchen (SVW)
    Es ist so furchtbar anzusehen wenn Gewalt "zu Schutz dienen wird" Wenn es Orte auf der Welt gibt an die ich mich nicht wage weil ich sie nicht einschätzen kann,vielleicht kann ich es, aber ich fürchte mich davor, entspricht es nicht meinem Verhalten so distanziere ich mich lieber davor.Was die Gülen Erdogan Problematik angeht so scheint da etwas unlösbares zu sein, was die Menschen in der Türkei durchstehen in welcher Furcht sie leben müssen.Ich kann da nur hoffen oder mich distanzieren.
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