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US-Wahlen Die erholte US-Wirtschaft spielt im Wahlkampf keine Rolle

«Sex, Lügen und Video» – das sind beherrschende Themen im US-Präsidentschaftswahlkampf. Sachthemen wie etwa die US-Wirtschaft dagegen gehen unter. Die befand sich, als Obama vor knapp acht Jahren ins Amt kam, in einer tiefen Krise. Heute jedoch steht sie besser da, als viele Leute wahrhaben wollen.

Krähne vor einem Morgenhimmel.
Legende: Silberstreif am Horizont über der US-Wirtschaft. Langsames aber beständiges Wachstum. Reuters

Zum Ende der Präsidentschaft von Barack Obama steht die US-Ökonomie besser da, als viele Leute wahrhaben wollen. Diese Aufwärtsentwicklung der letzten Jahre gerät durch den Wahlkampf unter der Gürtellinie fast vollständig aus dem Blickfeld.

Langsame, aber beständige Erholung

Noch vor einigen Jahren standen die Zeichen eher auf Sturm: ein durchgeschütteltes Finanzsystem, ein kaputter Häusermarkt und Firmen, die jeden Monat Hundertausende Stellen strichen.

«Doch seit Juni 2009 geht‘s wieder aufwärts», sagt Gary Burtless, Ökonom bei der Denkfabrik Brookings Institution: Die Erholung sei zwar langsam gewesen, aber unglaublich beständig, vor allem auf dem US-Arbeitsmarkt.

Durchschnittseinkommen legten 2015 zu

Alles in allem entstanden während Obamas Amtszeit über elf Millionen neue Stellen. Die Arbeitslosenquote liegt heute unter fünf Prozent. Immer mehr Menschen arbeiten wieder Voll- statt Teilzeit. Seit zwei Jahren würden auch die Familieneinkommen wieder steigen, betont Ökonom Gary Burtless.

Ein wichtiger Punkt – vor allem für die Mittelklasse. Letztes Jahr nahmen die Durchschnitts-Einkommen um fünf Prozent auf rund 56‘000 Dollar zu. Doch der Betrag ist noch nicht ganz so hoch wie jener, der vor der Krise gemessen wurde.

Noch nicht alles «back to normal»

Auch sonst ist noch nicht alles «back to normal» in den USA. Die Erholung ist beispielsweise nicht in allen Landesgegenden gleich stark zu spüren. Einige Branchen haben nach wie vor zu kämpfen. Auch das Wirtschaftswachstum könnte ebenfalls höher sein.

Interessanterweise hat im Wahljahr 2016 auch die Parteizugehörigkeit einen Einfluss: Republikaner sehen die Wirtschaft in Umfragen nämlich in deutlich schlechterer Verfassung als Demokraten.

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13 Kommentare

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  • Kommentar von Jean-Philippe Ducrey (Jean-Philippe Ducrey)
    Dass die US-Wirtschaft kein Wahlkampf-Thema ist, hat folgende Gründe: 1. Die Wirtschaft erholt sich zwar recht gut, aber nur punktuell und leider nicht dort, wo sie vor der Krise schon eher schlecht war (bsp: St. Louis, MO). 2. Wenn es überhaupt Lorbeeren in Sachen Erholung der Wirtschaft gibt, dann eher für Obamas politische Gegner. 3. Clinton meidet das Thema, weil ihr Ehemann damals ein Gesetz unterzeichnet hat, welches für die Krise mitverantwortlich war. 4. Trump? Der weiss von nichts....
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  • Kommentar von Philipp Etter (Philipp Etter)
    Von einem Land zu behaupten, dass sich seine "Wirtschaft erholt hätte", in welchem mehrere 10Mio von "Essensmärkli" leben müssen, weil sie keinen Job haben, ist eine verdammte Lüge!!! Das Niveau der USA nähert sich einem Drittweltland an. Eine hochkorrupte Führungselite, die sich auf Kosten der normalen Bevölkerung unsäglich bereichert.
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    1. Antwort von Jean-Philippe Ducrey (Jean-Philippe Ducrey)
      Ja Herr Etter, wann waren Sie das letzte Mal in den USA? Wann haben Sie das letzte Mal dort gearbeitet? Sie haben absolut keine Ahnung von dem, was Sie da grad aufgeschrieben haben. Apropos "Essensmärkli": 15% der Leute, die in der Schweiz leben, sprich gut 1 Million Menschen, beziehen in irgendeiner Form Sozialhilfe..... Aber über die USA herziehen und ausrufen wie ein Wald voller Affen statt selber vor der eigenen Türe wischen....
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  • Kommentar von D. Schmidel (D. Schmidel)
    Trump lenkt von allem ab, von dem er nichts versteht. In Sachen Ökonomie ist er wahrscheinlich auf dem Entwicklungsstand von Putin stehen geblieben. Auch die Tauben wissen das, und helfen in Russland schon kräftig mit.
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