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Resolution gegen Nordkorea USA machen Zugeständnisse an Russland und China

Kim Jong Un
Legende: Nordkorea drohte den USA im Fall verschärfter Sanktionen mit harten Konsequenzen. Reuters
  • Die USA sind offenbar zu Zugeständnissen an Russland und China im Nordkorea-Konflikt bereit.
  • Im UNO-Sicherheitsrat haben sie einen abgeschwächten Resolutionsentwurf zu Nordkorea vorgelegt.
  • In der neuen Beschlussvorlage sind bestimmte Sanktionen nicht mehr enthalten, wie Diplomaten berichteten.

So soll etwa das Auslands-Vermögen des nordkoreanischen Machthabers Kim Jong Un nicht mehr eingefroren werden. Zudem seien im neuen Entwurf manche Sanktionen abgemildert. So ist zwar weiterhin ein Ölembargo gegen Nordkorea vorgesehen. Allerdings soll es schrittweise in Kraft treten und nicht sofort in vollem Umfang, wie zunächst vorgesehen.

Die geplanten Durchsuchungen verdächtiger nordkoreanischer Schiffe auf hoher See sollen mit weniger Härte geschehen als bisher geplant. Zugeständnisse machte Washington offenbar auch beim Status von Nordkoreanern, die im Ausland arbeiten.

Erneute Drohung Nordkoreas

Damit gehe Washington auf Russland und China zu, hiess es. Die Zustimmung der beiden Vetomächte galt zuletzt als ungewiss. Die Abstimmung im UNO-Sicherheitsrat ist für Montag geplant.

Nordkorea drohte den USA im Fall verschärfter Sanktionen mit harten Konsequenzen. Das Aussenministerium in Pjöngjang nannte den Vorstoss Washingtons «illegal». Die USA würden einen «Preis dafür zahlen», hiess es einer Erklärung des Aussenministeriums in Pjöngjang.

Die USA würden den «fälligen Preis dafür zahlen», hiess es in der Erklärung, die die amtliche Nachrichtenagentur KCNA verbreitete.

14 Kommentare

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  • Kommentar von Niklaus Bächler (sensus communis)
    Was aus dieser Sache auch heraus zu lesen bleibt, ist die Tatsache dass Trump schon wieder seinen Mund viel zu voll genommen hat. Geblieben ist eine abgeschwächte Resolution,welche den amerikanischen Präsidenten einmal mehr als Idioten aussehen lässt.
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  • Kommentar von Christian Szabo (C. Szabo)
    Es tut der Welt gut, dass die USA mit China endlich einen potenten Gegner erhalten hat. Die Überheblichkeit der US-Politik gepaart mit Heuchelei war manchmal schwer zu ertragen. Niemand ist der Gute, aber weit mehr Staaten haben eine dunkelgraue Weste. Beim Verursachen von Leid auf Grund von Gier ist die USA allerdings ganz weit vorne. Je weniger sich die USA in Asien einmischen, umso leichter kann dort verhandelt und miteinander gesprochen werden.
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  • Kommentar von Christa Wüstner (Saleve2)
    2. Versuch: und schon droht Kim wieder. Russland und China sollten ihn auch zurückhalten. USA machen einen ersten Schritt. Er fühlt sich stark mit den zwei im Rücken.Ich bin immer für Gespräche gewesen. Aber zuerst sollten die drei Grossmächte, China, Russland und USA zusammen sitzen. Und wenn sie sich einig sind, Kim dazu ziehen. Es geht auch um die Provokationen von Seiten der USA mit ihren Militärübungen in und um SK. Über Geld scheint Kim zu verfügen, es liegt auch auf Banken in China.
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