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KI-Einsatz im Militär Pentagon beendet Zusammenarbeit mit Anthropic

  • Das Pentagon hatte der KI-Firma Anthropic ein Ultimatum gesetzt: Anthropic soll entweder enger mit dem Militär zusammenarbeiten und Bestimmungen lockern oder sie kommt auf eine schwarze Liste.
  • Dieses Ultimatum ist nun abgelaufen.
  • US-Verteidigungsminister Pete Hegseth hat Anthropic mit sofortiger Wirkung als Lieferkettenrisiko für die nationale Sicherheit eingestuft.
  • Ab sofort sei es jedem Auftragnehmer, Lieferanten oder Partner, der mit dem US-Militär Geschäfte macht, untersagt, kommerzielle Aktivitäten mit Anthropic durchzuführen. Um einen reibungslosen Übergang zu einem «besseren und patriotischeren Service» zu gewährleisten, werde Anthropic seine Dienste dem Pentagon für maximal sechs Monate weiterhin anbieten, schreibt Hegseth in einer Mitteilung auf X.

Kurz zuvor sprach US-Präsident Donald Trump im Streit zwischen dem Pentagon und Anthropic über die Verwendung von KI-Software im US-Militär ein Machtwort: Alle Bundesbehörden sollten unverzüglich aufhören, Anthropic-Software zu nutzen, schrieb Trump auf seiner Social-Media-Plattform. Dem folgt das Verteidigungsministerium nun offenbar.

Darum geht es bei dem Streit

Das vor fünf Jahren gegründete Anthropic gehört zu den führenden und wichtigsten Firmen der KI-Branche. So hat das Unternehmen etwa das KI-Modell Claude entwickelt, das weltweit Millionen Menschen nutzen. Anders als KI-Modelle wie ChatGPT und Gemini von Google legen Anthropics KI-Modelle einen höheren Stellenwert auf die Sicherheit, weshalb die Firma beim Pentagon bislang einen Sonderstatus genoss und ihre KI-Modelle als einzige im Zusammenhang mit geheimen und vertraulichen Angelegenheiten verwendet wurden.

Anthropic besteht darauf, dass die künstliche Intelligenz der Firma nicht für Massenüberwachung in den USA oder komplett autonome Waffen eingesetzt wird. Das Pentagon unter Pete Hegseth forderte jedoch mehr Flexibilität beim Einsatz der KI. Das Verteidigungsministerium wolle nur mit KI-Firmen zusammenarbeiten, die «jedem legalen Einsatz» ihrer Software zustimmten. Anthropic beharrt allerdings darauf, dass die von der Firma geforderten Einschränkungen wichtig sind.

10v10, 27.02.2026, 21:50 Uhr ; 

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