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Viel fehlt nicht 2017 ist kein Klimarekordjahr

Trockener Boden.
Legende: 2017 könnte zum dritt heissesten Jahr überhaupt werden. Keystone

Nach drei Rekordjahren in Folge legt der rasante Aufwärtstrend bei den weltweiten Temperaturen 2017 aller Wahrscheinlichkeit nach eine Pause ein.

2014, 2015 und 2016 hatten sich jeweils überboten. 2016 war nicht nur das weltweit bislang heisseste Jahr seit Beginn der Messungen vor rund 140 Jahren, sondern brachte auch den höchsten Meeresspiegel und den schnellsten Zuwachs an Kohlendioxid (CO2).

2017 0,86 Grad über dem Durchschnitt

Das Jahr 2017 wird wohl keinen neuen Temperaturrekord bedeuten – viel fehlt dazu allerdings nicht. Die durchschnittliche Temperatur über den Land- und Ozeanflächen unseres Planeten von Januar bis Oktober habe um 0,86 Grad Celsius über dem Durchschnitt des 20. Jahrhunderts von 14,1 Grad Celsius gelegen, teilte die US-Klimabehörde NOAA Mitte November mit.

Damit war dieser Zeitraum der drittheisseste bislang gemessene hinter 2015 und 2016. 2017 ist damit also auf dem Weg, das mindestens drittheisseste bislang gemessene Jahr zu werden. Die Spanne zwischen 2013 bis 2017 dürfte zudem die heisseste Fünfjahresperiode seit Beginn der Messungen werden.

Zeichen des Klimawandels

Der leicht abgeschwächte Aufwärtstrend bei den Temperaturen ist nach Angaben der NOAA-Forscher vor allem auf den Einfluss des Klimaphänomens La Niña zurückzuführen, das den vorausgegangenen El Niño abgelöst hat und das Oberflächenwasser im Ostpazifik kühlt.

Wir haben 2017 ausserordentliches Wetter gesehen.
Autor: Petteri TaalasChef WMO

Auch die zu den Vereinten Nationen gehörende Weltwetterorganisation WMO sieht 2017 auf dem Weg unter die drei heissesten bislang gemessenen Jahre. «Wir haben ausserordentliches Wetter gesehen», sagt WMO-Chef Petteri Taalas, «inklusive Temperaturen von mehr als 50 Grad Celsius in Asien, Rekord-Hurrikanen in rasanter Abfolge in der Karibik und im Atlantik, die bis nach Irland gekommen sind, verheerende Monsun-Überflutungen, die Millionen Menschen betroffen haben, und einer langen Dürre im Osten Afrikas». Viele dieser Wetterereignisse hätten die «verräterischen Zeichen des Klimawandels» an sich.

Auch die geringere Ausbreitung der Eisdecke in Arktis und Antarktis bereitet Klimawissenschaftlern weiter Sorgen, wie die Generalsekretärin der UNO-Klimarahmenkonvention, betont. «All diese Forschungsergebnisse unterstreichen das Risiko für Menschen, Wirtschaft und die gesamte Struktur des Lebens auf der Erde, wenn wir es nicht schaffen, auf die Ziele und Ambitionen des Pariser Klimaabkommens hinzuarbeiten.»

Text der die Postergrafik beschreibt

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12 Kommentare

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  • Kommentar von Tom Duran (Tom Duran)
    Es mag ja sein das das Klima wärmer wird, es mag auch sein das der Mensch seinen Teil dazu beiträgt. Allerdings sollte man schon Sachlich bleiben und der Panikmache und Weltuntergangsstimmung diverser Organisationen nicht folge leisten. DIE verdienen am Klimawandel. Und mal ehrlich, all die "Forscher" die mit Helikoptern, Schweröl betriebenen Schiffen und beheizten "Forschungsstationen" in unwirklichen Gegenden ihrem Dasein eine Stellung geben wollen, schaden auch mehr als sie nutzen!
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  • Kommentar von Andreas Remark (andrema)
    Ich habe Ihren Tipp befolgt und nach dem von Ihnen aufgeführten "Klimamanifest von Heiligenroth" gegoogelt: Mein Fazit: Wenn Sie diesem dubiosen Verein mehr glauben als der US-Klimabehörde NOAA und der US-Weltraumbehörde Nasa, dann tun Sie mir leid.
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  • Kommentar von Urs Dupont (udupont)
    Es ist doch schlicht eine Plattitüde, dass wenn ein Wert - hier die Temperaturen - seit Jahrtausenden kontinuierlich steigen, dass in den meisten Jahren der Wert deutlich über dem langjährigen Durchschnitt liegt (Basismathematik Primarschule). Was daran sensationell sein soll, ist mir schleierhaft. Statt deshalb permanent zu hyperventilieren und arrogant zu glauben, wir könnten eine natürliche Entwicklung mit Alibiaktionen stoppen, würden wir uns besser damit beschäftigen, wie damit umzugehen
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