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Nach der Verhaftung von Félicien Kabuga
Aus Tagesschau vom 17.05.2020.
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Völkermord in Ruanda Mutmasslicher Terror-Financier Kabuga festgenommen

  • Félicien Kabuga, einer der mutmasslichen Hauptverantwortlichen des Völkermordes in Ruanda 1994, ist bei Paris festgenommen worden.
  • Er lebte unter falscher Identität und war seit über 25 Jahren auf der Flucht.
  • Jetzt könnte der 84-Jährige vor dem Internationalen Gerichtshof in Den Haag landen.

Kabuga sei am frühen Samstagmorgen in Asnières-Sur-Seine bei Paris unter Arrest genommen worden, teilte das französische Justizministerium mit.

Kabuga war der meistgesuchte Mann Ruandas. Der Geschäftsmann und Angehörige der Hutu-Bevölkerungsmehrheit soll die Milizen finanziert haben, die 1994 rund 800'000 Tutsi und moderate Hutu massakriert haben. Die USA hatten ein Kopfgeld auf Kabuga in Höhe von fünf Millionen Dollar ausgesetzt.

Straflos in der Schweiz

Laut dem französischen Justizministerium hielt er sich seit 1994 straflos unter anderem in Deutschland, Belgien, der Demokratischen Republik Kongo, Kenia und der Schweiz auf. Der Bundesrat hatte im November 1994 eingeräumt, dass sich Kabuga von Juli bis zu seiner Ausweisung im August in der Schweiz befand.

Seine Festnahme bereitet den Weg für eine Anklage vor dem Internationalen Gerichtshof in Den Haag. Chefankläger Serge Brammertz sagte, die Festnahme zeige, dass «die Verantwortlichen für den Völkermord auch 26 Jahre nach ihren Verbrechen zur Rechenschaft gezogen werden» könnten.

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Aus dem Archiv: Ruanda gedenkt des Völkermordes von 1994
Aus Tagesschau vom 07.04.2019.
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Radio SRF 1, 16.5.2020, 14:00 Uhr;

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4 Kommentare

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  • Kommentar von Lily Mathys  (Alle vergeben)
    Ich bin fassungslos und froh. 26 Jahre straffrei in Europa? Vor 2-3 Jahren wurde ein weiterer in Dänemark festgenommen und an Rwanda ausgeliefert. Ich verstehe nicht, wie sich diese Leute hier so lange unbehelligt aufhalten konnten.
    1. Antwort von Wilfred Scheidegger  (Ville Frayde)
      ...einerseits: nicht erwischen lassen, anderseits: wegschauen! Dies "hilft" etlichen unbehelligt zu leben... sehen sie sich mal um, in ihrer Umgebung... und netiquettieren Sie einfach...
  • Kommentar von Alois Keller  (eyko)
    Kabuga war der meistgesuchte Mann Ruandas. Unglaublich wie solche Menschen sich auch in der EU frei bewegen können. Keine Einreisekontrolle. Warum hat die Schweiz diesen Kriegsverbrecher 1994 nicht an die Justiz ausgeliefert - nur des Landes verwiesen? Wie viele dieser Verantwortlichen für den Völkermord leben noch unbehelligt in Europa? Alle müssen zur Rechenschaft gezogen werden können. Mit offenen Grenzen lebt es sich leicht von Land zu Land ohne gefasst zu werden. Empörend.
    1. Antwort von Bruno Hochuli  (Bruno Hochuli)
      Ich habe eher das Gefühl,das heisst "für Geld tun wir alles"