Zum Inhalt springen

Header

Audio
Moldawien hat eine neue, prowestliche Präsidentin
Aus Rendez-vous vom 16.11.2020.
abspielen. Laufzeit 32:44 Minuten.
Inhalt

Volk will Annäherung an EU Oppositionspolitikerin Sandu wird Präsidentin der Republik Moldau

  • Nach Auszählung fast aller Wahlzettel der Stichwahl in der Republik Moldau kommt die 48-jährige Maia Sandu auf 56 Prozent der Stimmen.
  • Das geht aus Zahlen der Zentralen Wahlkommission hervor, die in der Nacht zum Montag in der Hauptstadt Chisinau veröffentlicht wurden.
  • Auf den russlandfreundlichen Amtsinhaber Dodon entfallen nach Auswertung von knapp 99 Prozent der Stimmzettel rund 43 Prozent. Bereits in der ersten Runde vor zwei Wochen hatte Sandu vorn gelegen.

Die frühere Sowjetrepublik Moldau ist gespalten in Befürworter einer EU-Annäherung und jene, die an engen Beziehungen zu Russland festhalten wollen.

Die Wahl wurde deshalb auch als Entscheidung über die künftige Ausrichtung der zwischen der Ukraine und Rumänien gelegenen Republik gesehen. Moldau gilt als das ärmste Land Europas.

Eine sehr fortschrittliche Politikerin

Box aufklappenBox zuklappen
Eine sehr fortschrittliche Politikerin
Legende: Keystone

Vor allem die jungen Menschen in der Republik Moldau hätten für Maia Sandu gestimmt, sagt SRF-Korrespondent David Nauer in Moskau. Hinzu kämen die Stimmen der meisten in Europa arbeitenden Moldawier. «Sie wissen, wie es ist, in Europa zu leben. Das wollen sie in Moldawien auch.» Sandu habe in den USA studiert, bei der Weltbank gearbeitet und sei damit im Westen verwurzelt. Zugleich lebe sie in Moldawien sehr bescheiden. «Es kommt gut an, dass sie wie alle anderen lebt.» Die Menschen wünschten sich nicht mehr als ein Leben wie in Europa: «Weniger Korruption, mehr Wohlstand und eine liberale Gesellschaft», so Nauer. Allerdings verfügt Sandu über keine Mehrheit im Parlament, was es ihr schwer machen dürfte, ihre Politik umzusetzen. Hinzu komme die schwierige Situation angesichts des Territorrialkonflikts um die abgespaltene und von Russland gestützte Region Transnistrien, so der Korrespondent. Dort habe die überwältigende Mehrheit für den pro-russischen Amtsinhaber Igor Dodon gestimmt.

SRF 4 News, 02:00 Uhr;

Jederzeit top informiert!
Erhalten Sie alle News-Highlights direkt per Browser-Push und bleiben Sie immer auf dem Laufenden.
Schliessen

Jederzeit top informiert!

Erhalten Sie alle News-Highlights direkt per Browser-Push und bleiben Sie immer auf dem Laufenden. Mehr

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren. Weniger

Sie haben diesen Hinweis zur Aktivierung von Browser-Push-Mitteilungen bereits mehrfach ausgeblendet. Wollen Sie diesen Hinweis permanent ausblenden oder in einigen Wochen nochmals daran erinnert werden?

Meistgelesene Artikel

Nach links scrollen Nach rechts scrollen

2 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Aktuell sind keine Kommentare unter diesem Artikel mehr möglich.

  • Kommentar von Peter König  (Vignareale)
    Sehe aus der ablehnenden Haltung auf meinem Kommentar, dass Moldavien
    vermutlich in Westeuropa total vergessen war. Die Gefahr eines Bürgerkriegs ist leider auch dort vorhanden, die Abspaltung von
    Transnistrien ist bereits erfolgt.
    Die EU aber auch die CH muss Russland auf Augenhöhe begegnen
    und ein grosser Teil des Ost- Westgrabens ist zugeschüttet
    Leider wird der neu Präsident der USA
    von dieser Idee nicht begeistert sein
  • Kommentar von Peter König  (Vignareale)
    Was hat unser Land für Beziehungen zu Moldawien? Gibt es direkte diplomatische Vertretungen ?
    Wenn ZentralEuropa, gehört auch die Schweiz dazu, nicht hilft. werden
    Bald Migranten aus Moldavien an der Grenze stehen