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Junge Menschen zwischen Baracken, ein Uniformierter gibt ihnen Anweisungen.
Legende: Fast ein Drittel der eingerückten Rekruten Norwegens sind junge Frauen. srf
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International Vorbild für die Schweiz? Norwegens Armee zählt auf Frauen

In der Schweiz wird rege diskutiert, ob bald auch Frauen dienstpflichtig werden. In Norwegen beginnen schon heute erstmals in einem Nato-Land wehrpflichtige Frauen ihren Militärdienst. Bisher kannten dies nur Länder wie Israel, Nordkorea oder Eritrea.

Mit Rollkoffern und schweren Taschen rücken die jungen Männer ein. Sie stehen vor der Madla-Militärbasis bei Stavanger Schlange. Doch diesmal sind es nicht nur Männer: Zu Hunderten rücken auch junge Frauen ein. Viele mit offenen blonden Haaren, in T-Shirts, Jeans oder kurzen Röcken. Als erstes werden sie uniformiert; die Haare zu Zöpfen geflochten oder hochgesteckt.

Bald U-Boot-Kommandantinnen?

Als erstes westliches Land führt Norwegen die Frauen-Wehrpflicht ein. Von den 8000 dieses Jahr neu Eingezogenen sind fast ein Drittel Frauen. Für die jungen Frauen gebe es keine Sonderbehandlung, sagt Ausbildungschef Trond Gleditsch. Norwegen sieht für Frauen nicht nur den Sanitätsdienst, die Übermittlungstruppen oder Logistik-Verbände vor. Sie können und sollen auch Kampfeinsätze leisten, Kampfjets fliegen oder U-Boote kommandieren.

Das einzige, was sich dank mehr Frauen in der Armee verändere, sei die Haltung der Männer – und zwar zum Besseren, sagt Stabschef Roar Knudsen.

Audio
Für die jungen Frauen gibt es keine Sonderbehandlung
01:54 min, aus HeuteMorgen vom 25.07.2016.
abspielen. Laufzeit 01:54 Minuten.

Nur die besten jungen Leute

Für die Einführung einer Wehrpflicht für alle gab es vor allem zwei Gründe: Die Armee soll endlich zu einer Institution werden, welche die gesamte Gesellschaft repräsentiert.

Ausserdem wollen die Streitkräfte ihr Rekrutierungsreservoir verdoppeln, um strenger und gezielter jene auszuwählen, die sie wirklich brauchen. Die Armee will also lieber mehr hochqualifizierte Frauen zur Auswahl haben als auch mässig qualifizierte Männer rekrutieren zu müssen.

Für Sophie Nordli aus Frederikstad geht das völlig in Ordnung. Was sie erwartet in den kommenden zwölf Monaten, weiss sie zwar noch nicht. Aber sie ist überzeugt, dass sie viele neue Dinge lernen – und sogar Spass haben werde.

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28 Kommentare

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  • Kommentar von Alfred Reist  (Fredi)
    Wenn man der Armee in "Friedenszeiten" eine Aufgabe gibt, wie dem THW in Deutschland, haben wir eine super gute Eingreiforganisation bei Natur- und anderen Katastrophen,
  • Kommentar von Alfred Reist  (Fredi)
    Alle wettern gegen die Armee, wenn aber irgendeine Grossveranstaltung ansteht, muss diese natürlich sofort da sein und (gratis) helfen! Warum dies Frauen nicht können, verstehe ich nicht!
  • Kommentar von Ursula Schüpbach  (Artio)
    Norwegen sitzt auf etwas Öl rum und hat offenbar nichts Besseres zu tun, als auch noch Frauen mit einer überflüssigen Armee zu belästigen und ihre Lebenszeit zu verschwenden. Und das soll ein Vorbild sein? Pfhhhhhhhhhhhh......