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Vorwurf der Korruption China verurteilt früheren Interpol-Chef zu 13 Jahren Haft

  • Der ehemalige Interpol-Chef Meng Hongwei ist in China wegen Korruption zu 13 Jahren und sechs Monaten Haft verurteilt worden.
  • Zudem muss Meng eine Geldstrafe in Höhe von zwei Millionen Yuan (etwa 280'600 Franken) zahlen.
  • Seine Festnahme im Herbst 2018 hatte international für Kritik gesorgt.
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Aus dem Archiv: Interpol-Präsident der Korruption bezichtigt
Aus Tagesschau vom 08.10.2018.
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Ein Gericht in der ostchinesischen Stadt Tianjin gab das Urteil bekannt. Meng Hongwei war im Herbst 2018 in China festgenommen worden. Damals war er vom Sitz der internationalen Polizeiorganisation Interpol in Frankreich in seine Heimat gereist und dort «unter Aufsicht» genommen worden. Die Art und Weise, wie der chinesische Interpol-Chef ohne vorherige Ankündigung aus dem Verkehr gezogen wurde, hatte internationale Kritik ausgelöst.

Im Sommer 2019 bekannte sich Meng Hongwei nach Angaben des Gerichtes schuldig. Nun erfolgte die Bekanntgabe des Strafmasses. Dem einst mächtigen chinesischen Politiker wurde vorgeworfen, «seine Position und seine Macht zum persönlichen Vorteil missbraucht», staatliche Gelder für die Finanzierung des «extravaganten Lebensstils seiner Familie verschwendet» und die Prinzipien der Partei missachtet zu haben.

Im Visier von Xis Anti-Korruptions-Kampagne

Die Frau von Meng Hongwei hatte ihn bei den französischen Behörden als vermisst gemeldet, weil sie nichts mehr von ihm gehört hatte, seit er nach China gereist war.

Meng Hongwei
Legende: Der frühere Interpol Chef Meng Hongwei hatte sich laut Gericht im Sommer 2019 schuldig bekannt. Keystone

Neben Meng Hongwei sind in den vergangenen Jahren zahlreiche Funktionäre ins Visier der Anti-Korruptions-Kampagne von Präsident Xi Jinping geraten. Seit dessen Amtsantritt im November 2012 sind Dutzende hochrangige Politiker, Militärs und Manager unter Korruptionsvorwürfen festgenommen worden.

SRF 4 News, 11 Uhr;dpa/rehm; horm

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3 Kommentare

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  • Kommentar von Andreas Meier  (Epikur)
    Korrupt für oder gegen wen? Und was heisst korrupt? In China vor allem ein Totschlag-Argument der Führungselite um Ping um entweder unliebsame Konkurrenten um die effizienteste Korruption auszuschalten, oder unangenehme Wahrheiten, Ermittlungen oder Gegenspieler schön schnell zu versorgen. Einem Land, in welchem die meisten Insassen wegen demokratischem Engagement, Menschenrechten, Religion oder Ethnie im Gefängis sitzen, sollte man erstmal alles genaustens und skeptisch hinterfragen.
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  • Kommentar von Heiner Zumbrunn  (Heiner Zumbrunn)
    Die Analogie zu den USA ist spannend. Ohne zu wissen, was der chinesische Spitzenfunktionär möglicherweise Unrechtes getan haben soll: Er wurde wegen Machtmissbrauch verurteilt. Gemäss den Anwälten von US Präsident Trump ist Machtmissbrauch der angeklagten Person in Zusammenhang mit einem Amtsenthebungsfahren gar nicht möglich, zu ins Verfahren einzubeziehen.
    Wo ist die USA angekommen? Schlimmer als in China?
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  • Kommentar von Bendicht Häberli  (bendicht.haeberli)
    Danke an SRF für diesen Bericht - Herrn Hongwei hatte ich schon nicht mehr auf dem Radar. Beweisen kann man nichts, aber: An die Spitze von Interpol kommt man nicht einfach so. Der Verdacht erhärtet sich, dass Herr Hongwei einem politischen, ideogischen Machtgeplänkel zum Opfer gefallen ist (Aussagen, Kritik, Aktionen gegen China oder Funktionäre der KPC). Transparent wird das nie werden. Für den Interpol-Chef könnte dies das Ende bedeuten, wenn die Weltgemeinschaft ihn sitzen lässt.
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