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Wahlen in Thailand Eine Prinzessin will Premierministerin werden

Legende: Video Schwester des thailändischen Königs will Regierungschefin werden abspielen. Laufzeit 01:52 Minuten.
Aus Tagesschau vom 08.02.2019.
  • In Thailand tritt die ältere Schwester des Königs, Prinzessin Ubolratana, als eine der Spitzenkandidatinnen für die Parlamentswahl an.
  • Die 67-Jährige gab ihre Bewerbung für das Amt der Premierministerin bei der Wahl am 24. März bekannt.
  • Die Prinzessin geht für eine Partei ins Rennen, die von Anhängern des gestürzten ehemaligen Premiers Thaksin Shinawatra getragen wird.

Prinzessin Ubolratana ist das älteste von vier Kindern des jahrzehntelangen Königs Bhumibol. Seit dessen Tod 2016 steht ihr Bruder Maha Vajiralongkorn an der Spitze der Monarchie. Der 66-Jährige ist allerdings noch nicht offiziell gekrönt. Dies soll erst Anfang Mai geschehen.

Es ist das erste Mal in der Geschichte des südostasiatischen Landes, dass sich jemand aus dem Königshaus bei einer Parlamentswahl bewirbt.

Wahlen als Schritt zur Demokratie

Damit geht die im Volk sehr populäre Prinzessin direkt in Konkurrenz zum amtierenden Regierungschef Prayut Chan-o-Cha (64). Der General ist seit einem Militärputsch 2014 an der Macht.

Mit der Parlamentswahl am 24. März soll Thailand zurück in Richtung Demokratie. Die Parlamentswahl wurde in den vergangenen Jahren immer wieder verschoben.

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13 Kommentare

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  • Kommentar von Beni Fuchs (Beni Fuchs)
    Ob die Wahlen durchgeführt werden, glaub ich erst, wenn's so weit ist. Ändern wird sich so oder so nicht viel, vor allem nicht zum Guten. Wo auf der Welt gibts noch Kandidaten, die sich für die Interessen des Volks einsetzen?
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  • Kommentar von Maligan Jury (jury maligan)
    Das werden interessante Wahlen hier in Thailand. Da das Königshaus sehr geschätzt ist, hat die Thaksim nahe Raksa Chart Partei mit der Prinzessin gute Chancen. Die Überraschung hat ziemlich Chaos bei den anderen Parteien ausgelöst. Aber auch die Arbeit von Premier Prayuth welcher für die Palang Pracharath Partei kandidiert, war zielführend und es herrscht seit dem Putsch wenigstens wieder Friede und Ordnung. Ich hoffe, dass SRF die hiesige Kultur respektiert und nicht in Rambo-Manier berichtet.
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    1. Antwort von Andrea Esslinger (weiterdenken)
      Genau, schon die Machtübernahme durch das Militär wurde hier vorwiegen als etwas Negatives beschrieben. Viele Thais beführworteten jedoch den Schritt. Dass der unbeliebte König zusammen mit seiner Wieder-Prinzessin-Schwester das korrupte Taksin-Clan-System zur eigenen Bereicherung wieder nach Thailand zurückbringen will, ist schändlich.
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    2. Antwort von Haller Hans (H.Haller)
      Die Farags, speziell auch aus Europa, Herr Maligan Jury haben ein gewaltiges Problem. Sie haben eine Sicht auf die Dinge, die sie als allein glückselig machend und verbindlich richtig erachten. Andere Länder und andere Sitten geraten da öfters mal in eine unsachlich geführte Kritik. Mit der sog. Weltoffenheit, die lediglich eine Selbstbetrachtung ist, ist es eben doch nicht so weit her. Aber machen Sie das mal einem EU-Turbo klar, oder jemanden der nicht mehr als gerade mal sein eigenes Land.
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    3. Antwort von Beni Fuchs (Beni Fuchs)
      MJ & AE, die Situation ist doch noch etwas komplexer. Mttelstand und Oberschicht befürworten wohl die Militärregierung, nach aussen ist zwar 'Ruhe und Ordnung' eingekehrt, aber die Verlierer sind wie immer die ärmeren Schichten, Bauern werden willkürlich enteignet, Strassenverkäufern wird durch Vertreibung die Lebensgrundlage entzogen, ausserdem herrscht strikte Medienzensur. Daneben wird das ganze Land mit 4-Spur Highways zugepflastert, den Chinesen zuliebe. Nicht ganz so toll wie es scheint.
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  • Kommentar von Charles Dupond (Egalite)
    Seit dem Putsch von der der absoluten zur demokratischen Monarchie in den Driessigerjahren fusste die Stabilitaet Thailands auf der Trennung von Monarchie und Politik. Der Koenig griff nur ein, wenn es das Wohl des Reichs erforderte; dabei konnte es zwei Buergerkriegsgeilen passieren, dass sie auf dem Boden vor dem Koenig Frieden diktiert bekamen. Die Prinzessen laesst sich nun von den Shinawatren instrumentalisieren, weil sie es ihr nicht passt, dass der maennliche Tronfolger Vorrang hatte....
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    1. Antwort von Haller Hans (H.Haller)
      Die Thais verstehen sehr wohl, dass der männliche Thronfolger Vorrang hat. Sie verstehen auch sehr wohl, dass die Nachfolge des Verstorbenen eine echte Herausforderung ist und die Erwartungen sehr hoch angesetzt sind und sind daher sehr verständig. Jedenfalls ist das mein Eindruck, den ich vor Ort hier bekommen habe. Das mag wohl in städtischen Ballungsgebieten etwas anders aussehen.
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