- EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen ist überzeugt, dass die Wahl von Peter Magyar in Ungarn die EU stärken wird.
- Viele europäische Staats- und Regierungschefs gratulierten dem neuen ungarischen Ministerpräsidenten zur Wahl.
EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hatte sich über den Wahlausgang erleichtert gezeigt. «Ungarn hat Europa gewählt», schrieb die deutsche Spitzenpolitikerin auf der Plattform X. Ein Land findet zurück auf seinen europäischen Weg.» Europa habe sich immer für Ungarn entschieden, schrieb sie weiter. «Die Union wird stärker.»
Ungarn hat Europa gewählt.
Angaben einer Sprecherin zufolge gratulierte von der Leyen Wahlsieger Magyar und sie vereinbarten eine enge Zusammenarbeit.
Nach dem Magyar-Wahlsieg würdigte der britische Premierminister Keir Starmer das Ergebnis als «historischen Moment» für die Demokratie in Europa. Starmer betonte auf der Plattform X, dass er sich auf eine Partnerschaft für mehr Sicherheit und Wohlstand freue.
Auch Polens Regierungschef Donald Tusk freut sich über den Sieg. «Willkommen zurück in Europa», schrieb Tusk auf X. Dazu postete er ein Video, dass ihn beim Telefonat mit Wahlsieger Magyar zeigt. «Oh, ich bin so glücklich! Ich glaube, ich bin sogar noch glücklicher als du», sagt Tusk.
Auch die italienische Ministerpräsidentin Giorgia Meloni gratulierte Magyar zu seinem Erfolg. Die italienische Regierung wünsche ihm viel Erfolg bei der Arbeit, schrieb die Regierungschefin bei X. Sie bedankte sich jedoch auch bei ihrem «Freund» Viktor Orbán für die Zusammenarbeit.
Der ukrainische Präsident Wolodimir Selenski begrüsste den Wahlausgang als grossen Erfolg und bot eine engere Zusammenarbeit an, um die nachbarschaftlichen Beziehungen zu stärken. Es sei wichtig, dass sich ein konstruktiver Ansatz durchsetze, schrieb Selenski.
Auch Emmanuel Macron gratulierte dem Wahlsieger Magyar. Der französische Präsident rief dazu auf, die demokratische Teilhabe zu nutzen, um gemeinsam die europäische Souveränität voranzubringen, so Macron auf X. Frankreich begrüsse den Sieg der demokratischen Teilhabe.
«Ungarn hat entschieden. Gratulation an Peter Magyar zum Wahlsieg», schrieb Alain Berset, der Generalsekretär des Europarates, auf der Plattform X. «Wir freuen uns darauf, gemeinsam unsere gemeinsamen Verpflichtungen zu wahren, die Rechtsstaatlichkeit zu stärken und zu zeigen, dass die Demokratie allen Bürgerinnen und Bürgern zugutekommt», schrieb Berset weiter.
EU-Ratspräsident António Costa schrieb auf X, die Rekord-Wahlbeteiligung zeige den demokratischen Geist des ungarischen Volkes. «Sie haben gesprochen – und ihr Wille ist klar.» Costa freue sich darauf, eng mit Magyar zusammenzuarbeiten, um Europa stärker und wohlhabender zu machen, so der Portugiese.
Der ehemalige US-Präsident Barack Obama würdigte den Wahlsieg als wichtiges Ereignis für die Demokratie weltweit. «Der Sieg der Opposition in Ungarn gestern ist – wie auch die Wahl in Polen 2023 – ein Sieg für die Demokratie, nicht nur in Europa, sondern weltweit», schrieb der demokratische Politiker auf der Plattform X.
Vor allem sei der Wahlsieg ein Beleg für die Widerstandsfähigkeit und Entschlossenheit der Menschen in Ungarn sowie «eine Mahnung an uns alle, uns weiterhin für Gerechtigkeit, Gleichheit und Rechtsstaatlichkeit einzusetzen».
Jubel in Ungarn nach Wahlsieg von Magyar
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Bild 1 von 6. Grosser Jubel auf den Strassen von Budapest nach dem Wahlsieg von Magyar am Sonntagabend. Bildquelle: Keystone/DENES ERDOS.
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Bild 2 von 6. Peter Magyar von der Oppositionspartei Tisza verdrängt nach 16 Jahren Viktor Orban aus der ungarischen Regierung. Bildquelle: Keystone/DENES ERDOS.
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Bild 3 von 6. Der 45-jährige Wahlsieger verspricht für sein Land einen Neuanfang. Bildquelle: Keystone/DENES ERDOS.
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Bild 4 von 6. Derweil räumte Viktor Orban seine Wahlniederlage ein. Bildquelle: Keystone/PETR DAVID JOSEK.
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Bild 5 von 6. Viele junge Menschen in Budapest erhoffen sich unter Magyar eine bessere Zukunft. Bildquelle: Keystone/DENES ERDOS.
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Bild 6 von 6. Tausende Magyar-Supporter feierten in der ungarischen Hauptstadt bis tief in die Morgenstunden. Bildquelle: EPA/MTI/TIBOR ILLYES.
Noch nicht zur Wahlniederlage von Orban geäussert haben sich US-Präsident Donald Trump, der ihn aktiv im Wahlkampf unterstützt hatte, sowie Kreml-Chef Wladimir Putin, welcher zu Orban ein gutes Verhältnis pflegt.