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Obama kritisiert Trump am Wahlkonvent der US-Demokraten
Aus Tagesschau vom 20.08.2020.
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Wahlkonvent der US-Demokraten Obama: «Trump kann den Job nicht»

  • Der frühere US-Präsident Barack Obama hat dem republikanischen Amtsinhaber Donald Trump während des virtuellen Parteitags der Demokraten Versagen vorgeworfen.
  • Kurz darauf nahm die kalifornische Senatorin Kamala Harris die Nominierung ihrer Partei als Vize-Kandidatin für die Wahl am 3. November an.

Ex-Präsident Barack Obama fuhr während seiner Rede scharfe Geschütze gegen seinen Nachfolger auf: «Donald Trump ist nicht in den Job hineingewachsen, weil er es nicht kann», erklärte Obama. «Und die Folgen dieses Versagens sind schwerwiegend», erklärte er, zugeschaltet aus Philadelphia.

Düstere Warnung Obamas

Obama sprach mit Blick auf die Wahl am 3. November auch eine düstere Warnung aus: «Diese Regierung hat gezeigt, dass sie unsere Demokratie niederreissen wird, wenn das nötig ist, um zu gewinnen.» Mit Kritik an seinem Nachfolger hat sich Obama bislang zurückgehalten, während Trump ihn ständig attackiert.

Generell ist es nicht üblich, dass ein Ex-Präsident den Amtsinhaber scharf kritisiert. Er verteidigte dies: «Es ist keine normale Zeit. Also möchte ich heute Abend so deutlich wie ich kann darüber sprechen, was bei dieser Wahl auf dem Spiel steht.»

Es geht um die Demokratie

Es gehe um die Demokratie, warnte Obama. Was in den kommenden 76 Tagen passiere, werde sich auf die folgenden Generationen auswirken.

Trump: «Wir sehen uns auf dem Schlachtfeld»

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Auf Angriffe seines Amtsvorgängers Barack Obama reagierte Donald Trump ebenso vehement. Er warf Obama Versäumnisse vor.

  • «Präsident Obama hat keinen guten Job gemacht. Und der Grund, warum ich hier bin, ist wegen Präsident Obama und Joe Biden", sagte Trump am Mittwochabend im Weissen Haus. Biden war unter Obama Vizepräsident und tritt dieses Jahr für die Demokraten gegen den republikanischen Amtsinhaber an.
  • Hätten Obama und Biden bessere Arbeit geleistet, hätte er sich möglicherweise gar nicht für die Präsidentschaft beworben, sagte Trump. «Ich wäre sehr glücklich gewesen, ich habe mein vorheriges Leben sehr genossen.»
  • Obama habe dem Land «Schrecken» hinterlassen, Trump führte aber nicht aus, was er damit meinte.
  • Auf Twitter schob der Republikaner nach - an Obama und Trumps Rivalin im Wahlkampf 2016, Hillary Clinton, gerichtet schrieb er: «Wir sehen uns auf dem Schlachtfeld.» Dazu veröffentlichte er ein Video, in dem der Obama-Regierung vorgeworfen wird, dass sie aus Verbitterung über die Wahlniederlage alles habe tun wollen, um die Regierung Trumps zu untergraben.

Trump giftet zurück

Obama warb für den demokratischen Herausforderer Trumps, seinen damaligen Vizepräsidenten Joe Biden. Er und seine Vize-Kandidatin Kamala Harris glaubten daran, dass niemand - auch nicht der Präsident - über dem Gesetz stehe, «und dass kein Amtsträger - auch nicht der Präsident - sein Amt nutzen sollte, um sich selbst oder seine Anhänger zu bereichern».

Kamala Harris nimmt Nominierung an

Der eigentliche Höhepunkt des Abends rückte durch Obamas Rede fast in den Hintergrund: Kamala Harris nahm die Nominierung als Vize-Kandidatin der Demokraten an.

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Kamala Harris: Trumps Fehler kosten Menschenleben (engl.)
Aus News-Clip vom 20.08.2020.
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In ihrer Rede in Wilmington (Delaware) - die bislang wichtigste in ihrer politischen Karriere - warb sie mit einer Botschaft der Hoffnung und Einheit für die Wahl von Biden. «Wir müssen einen Präsidenten wählen, der etwas anderes, etwas Besseres bringt», sagte Harris. «Einen Präsidenten, der uns alle - Schwarze, Weisse, Latinos, Asiaten, Indigene - zusammenbringt, um die Zukunft zu erreichen, die wir uns gemeinsam wünschen.» Sie fügte hinzu: «Lasst uns mit Hoffnung kämpfen.»

«An einem Wendepunkt angelangt»

Mit Blick auf den aktuellen US-Präsidenten fügte sie hinzu: ««Donald Trumps Führungsversagen hat Leben und Lebensgrundlagen gekostet.» Das Land sei «an einem Wendepunkt angelangt. Das ständige Chaos macht uns hilflos. Die Inkompetenz macht uns Angst.»

Und, so fügte Harris mit Blick auf die Coronakrise in den USA hinzu: «Lassen Sie uns eines klarstellen - es gibt keinen Impfstoff gegen Rassismus. Wir müssen die Arbeit machen.»

SRF 4 News, 06:30 Uhr;

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145 Kommentare

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  • Kommentar von Mischa Veith  (mischa)
    Ein interessanter, da ausgewogener Artikel! Da wird weder in die eine noch in die andere Richtung schön geredet, sondern es werden Facts aufgezeigt. Dass auch bei den Demokraten nicht alles Gold ist was glänzt, ist leider nicht wegzuleugnen.

    Aber um diesen rassistischen, frauenfeindlichen und menschenverachtenden Psycho aus dem Weissen Haus zu vertreiben und den Scherbenhaufen aufzuräumen, den der Donald in den letzten 4 Jahren hinterlassen hat, dafür lohnt es sich zu kämpfen!
  • Kommentar von Reto Camenisch  (Horatio)
    Es wird immer besser mit Trump. Er habe sich nur zur Wahl gestellt, da Obama/Biden einen sehr schlechten Job gemacht hätten. Wow! Welche Aufopferung!
  • Kommentar von Daniel Gion  (dgion)
    Hat er nicht in seinen 8 Jahren schon genug Schaden angerichtet? Unglaublich was sich Obama anmasst ...
    1. Antwort von Beat Reuteler  (br)
      Im Gegensatz zu Trump hat er seinen Job gemacht.
    2. Antwort von Ueli von Känel  (uvk)
      Obama hat recht. Wenn jemand so viel Menschenverachtung übt wie Trump, dann muss er gestoppt werden. Manchmal braucht es dazu den Expräsidenten wie hier Obama, der viel mehr Menschlichkeit an den Tag legte als Trump. Die oft strapazierte Bomben-Ausrede bezüglich Obama gilt nicht; denn er musste gewisse Missstande von den republikanischen Vorgängern erben.
    3. Antwort von robert mathis  (veritas)
      D.Gion stimmt die USA hatte unter Obama viel mehr Arbeitslose,ich finde Expolitiker /;Expräsidenten sollten mit Ratschlägen und Kritik zurückhaltend sein vor Allem keine Selbsbeweihräucherungen veranstalten die politische Lage verändert sich ständig siehe z.B. Corona wo alle Regierungen überfordert waren,weiss Jemand was hier wohl Obama gemacht hätte.