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Nach dem Anschlag in Barcelona Was wollte der Attentäter in der Schweiz? Eine Spurensuche

Ein Besuch bei Gleichgesinnten sei durchaus denkbar, sagt Dschihadismus-Experte Kurt Pelda.

Legende: Video Wie eng sind die Kontakte der spanischen Salafisten in die Schweiz? abspielen. Laufzeit 00:00 Minuten.
Aus Tagesschau vom 21.08.2017.

Einer der jungen Attentäter von Barcelona ist letzten Dezember in die Schweiz gereist. Das hat das Bundesamt für Polizei gestern bestätigt. Die Frage ist: Was wollte der junge Marokkaner in der Region Zürich? Hatte er allenfalls Kontakt zu islamistischen Gefährdern bei uns?

Was könnte der Spanien-Attentäter damals in der Region Zürich gesucht haben? Dschihadismus-Experte Kurt Pelda sagt, ein Besuch bei Gleichgesinnten sei durchaus denkbar. «Es kann ein harmloser Besuch gewesen sein, aber der Kanton Zürich hat eine ausgeprägte Salafisten-Szene und wahrscheinlich die grösste Zahl islamistischer Gefährder in der Schweiz.»

Ich weiss von zwei Leuten aus dem Umfeld der Winterthurer An-Nur-Moschee, die in Barcelona gewesen sind, und zwar nicht für Urlaub.
Autor: Kurt PeldaDschihadismus-Experte

Die Region um den Anschlagsort Barcelona. Hierher sind auch schon islamistische Gefährder aus dem Kanton Zürich gereist. «Die spanische Polizei hat schon vor zwei Jahren Belege gehabt, dass es solche Kontakte gibt. Ich weiss von zwei Leuten aus dem Umfeld der Winterthurer An-Nur-Moschee, die in Barcelona gewesen sind, und zwar nicht für Urlaub. Da gab es Kontakte mit der lokalen islamistischen Szene».

Begleitet oder nicht?

Wie eng die Kontakte zwischen Islamisten aus Winterthur und Barcelona waren, ist zurzeit noch unklar. Catherine Maret, Sprecherin der Bundespolizei bestätigt heute: Möglicherweise war der marokkanische Attentäter nicht alleine in der Schweiz. «Wir können bestätigen, dass mindestens einer der Täter dabei war, ob er begleitet war oder nicht, ist Teil der Abklärungen.»

Ob die Terroristen-Zelle aus dem nord-spanischen Städtchen Ripoll tatsächlich Kontakte zu Islamisten in der Schweiz unterhielt, müssen die folgenden Untersuchungen nun genauer zeigen.

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16 Kommentare

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  • Kommentar von L. Leuenberger (L.L.)
    Die Amis haben bewiesen, dass ihre Verteidigungspolitik, Sadam oder Osama, im tiefsten Loch der Erde ausfindig und untätig machen können. Seit 2001 wurde in USA mit den Anhängern von radikalen Islamisten aufgeräumt.Ganz das Gegenteil in Europa. Die Anhänger von IS sind in Europa weiterhin geduldet.Durch unkontrollierte Migrationspolitik wurden mehrfach Anhänger der Islamisten nach Europa reingeschmuggelt.Eine Radikalisierung bei den nicht Integrierten ist real. CH wiederholt die Fehler der EU.
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    1. Antwort von Nicolas Dudle (Nicolas Dudle)
      Sie blenden da einige Dinge aus. - Europa liegt im Gegensatz zu den USA auf dem Landweg erreichbar für alle nicht asiatischen Gebiete mit muslimischer Bevölkerung. Zudem haben massgeblich die USA verschiedene heute radikale islamische Gruppierungen aufgebaut und/oder deren Entwicklung begünstigt (gerade aktuell: Die Afghanistan-Problematik). Die USA grenzen nur an zwei Länder und zwei Ozeane und sind somit bedeutend einfacher zu kontrollieren. Betrachten Sie bitte das Gesamtbild!
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  • Kommentar von Daniele Röthenmund (Daniele Röthenmund)
    Wem nützt eine solche Information? Man sieht das die Medien so zu den Handlangern der Terroristen wird! Diese Infos sind nur für die Sicherheitskräfte und Polizei der Schweiz und den Internationalen Geheimdienste von Nutzen. natürlich freuen solche Nachrichten auch die Voyeuristen und Selbsternannten Sicherheitsexperten. Freude hat auch der IS, denn da wird unnötig weiter Angst verbreitet! Ebenfalls werden alle Freude haben die die Personenkontrolle ausweiten wollen.
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  • Kommentar von A. Keller (eyko)
    Das Migrationsamt sollte auch endlich mal die abgewiesen Asylbewerber sofort ausschaffen und nicht noch lange mit Nothilfe versorgen. Die Untergetauchten Asybewerber aufzuspüren und ausschaffen, frage mich sowieso wie das möglich sein kann unterzutauschen wenn man abgewiesen wird. Aus den Augen aus dem Sinn! Da wird zu wenig kontrolliert und Gesetze nicht vollstreckt.
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