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Aus Tagesschau vom 22.01.2020.
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WEF in Davos Die Mächtigen der Welt rufen zu mehr Klimaschutz auf

Klimaschutz, EU-Beitritt, Krisenherd Nahost und Demonstrationen in Hongkong. Am WEF in Davos gibt es viel zu bereden.

Am Weltwirtschaftsforum in Davos geben sich die Mächtigen der Welt die Klinke in die Hand. Dabei dominiert insbesondere die Frage: Wie lässt sich der Klimawandel bekämpfen. Die Staats- und Regierungschef haben sich dazu und zu weiteren Herausforderungen in Davos geäussert.

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen: Die neue Kommissionspräsidentin hofft auf wachsende Unterstützung bei der Bekämpfung des Klimawandels – trotz Abkehr der USA vom Pariser Klimaabkommen. «Natürlich wünsche ich mir, dass die Bewegung breiter wird», sagte von der Leyen. Und weiter: «Das gilt aber übrigens für den gesamten Planeten. Wir haben noch andere Regionen der Welt, die deutlich mitziehen müssen.» Von der Leyen will Europa bis 2050 zum ersten «klimaneutralen» Kontinenten ohne neue Treibhausgase machen.

Die neue Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat hohe Klimaziele für die EU.
Legende: Die neue Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat hohe Klimaziele für die EU. Keystone

Ex-Vizepräsident Al Gore: Auf einem Podium in Davos forderte Gore die Intensivierung des Kampfes für den Klimaschutz. «Die weltweite Klimakrise ist viel schlimmer als die meisten Leute realisieren», sagte Gore. Die Last des Handelns liege nun «auf den Schultern der Menschen, die heute leben». Hoffnung gebe ihm die junge Generation. Dabei nannte er speziell die junge schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg. Al Gore war von 1993 bis 2001 US-Vizepräsident unter Bill Clinton.

In den Augen des Ex-US-Vizepräsidenten Al Gore muss die Gesellschaft mehr für den Klimaschutz tun.
Legende: In den Augen des Ex-US-Vizepräsidenten Al Gore muss die Gesellschaft mehr für den Klimaschutz tun. Keystone

UNO-Hochkommissar Filippo Grandi: Die Welt muss sich auf Millionen von Klima-Flüchtlingen vorbereiten. Das sagte der UNO-Hochkommissar für Flüchtlinge, Filippo Grandi am WEF in Davos. Als mögliche Fluchtursachen nannte Grandi Brände, steigende Meeresspiegel oder Dürren. Gemäss einem Urteil des Uno-Menschenrechtsausschusses haben Klimaflüchtlinge, deren Leben in Gefahr ist, ein Recht auf Asyl.

Die Welt muss sich gemäss Filippo Grandi auf Millionen von Klima-Flüchtlingen vorbereiten.
Legende: Die Welt muss sich gemäss Filippo Grandi auf Millionen von Klima-Flüchtlingen vorbereiten. Keystone

Ukraines Präsident Wolodimir Selenski: Der neu gewählte Präsident sieht die Zukunft seines Landes in der EU. «Die Ukraine sollte an Bord genommen werden im Projekt der Europäischen Union», fordert der Staatschef. Mit dem anstehenden Ausstieg Grossbritanniens aus der EU komme «vielleicht genau der richtige Zeitpunkt, um den Zugang zur EU zu finden».

Ukraines Präsident Selenski sieht sein Land als Mitglied der EU.
Legende: Ukraines Präsident Selenski sieht sein Land als Mitglied der EU. Keystone

Pakistans Premierminister Imran Khan: Der Staatsmann hat in seiner Rede vor einer Diktatur im Nachbarland Indien gewarnt. «Die Politik der indischen Regierung unter Narendra Modi erinnert an die Entwicklung in Nazi-Deutschland zwischen 1933 und 1945 von einer liberalen Demokratie zu einem faschistischen Staat», sagte Khan am Rande des WEF in Davos. Khan bezog sich auf ein Gesetzesvorhaben Indiens, das vielen illegal eingereisten Migranten aus den Nachbarländern Afghanistan, Pakistan und Bangladesch die Einbürgerung erleichtern soll, wenn sie keine Muslime sind.

Der pakistanische Premierminister warnt eindringlich vor der politischen Entwicklung in Indien.
Legende: Der pakistanische Premierminister warnt eindringlich vor der politischen Entwicklung in Indien. Keystone

Irak Präsident Barham Salih: Der irakische Präsident hat sich mit US-Präsident Trump in Davos über einen Teilabzug der US-Truppen unterhalten. «Während des Treffens wurde über die Verringerung der Truppen und die Bedeutung des Willens des irakischen Volkes zur Wahrung der Souveränität geredet», hiess es in einer verbreiteten Erklärung des irakischen Präsidialamtes. Die USA haben rund 5000 Soldaten im Irak im Kampf gegen den IS stationiert.

Der irakische Präsident hat sich mit Donald Trump über einen Teilabzug der US-Soldaten aus seinem Land unterhalten.
Legende: Der irakische Präsident hat sich mit Donald Trump über einen Teilabzug der US-Soldaten aus seinem Land unterhalten. Keystone

Hongkongs Regierungschefin Carrie Lam: Die Stadt hätte mehrere Krisen zu bewältigen und es sei ihr Job, im Amt zu bleiben. Das sagte Carrie Lam am Rande des WEF.

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29 Kommentare

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  • Kommentar von Francis Waeber  (Francis Waeber)
    "Die Mächtigen der Welt rufen zu mehr Klimaschutz auf". Ach, wirklich? Und wann bitte schön gedenken die hohen Damen und Herren eine dem entsprechende Politik zu betreiben? Oder sollen's wieder mal die "Kleinen" alleine ausbaden, während die Bankkonten und Wertpapierdepots der "Grossen" weiter "anschwellen"?...:-))
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  • Kommentar von Denise Casagrande  (begulide)
    Wenn alle Regierungen dieser Welt, tatsächlich und aktiv für die Rettung des Planeten Erde einsetzen wollen, weshalb wurde dann bislang nichts Konkretes dafür unternommen...? Um die Bevölkerungen der wohlhabenden Weltgesellschaft zu aktivieren, benötigt es entsprechende Gesetze und logischerweise entsprechende Umstellung der Wirtschafts-Politik und Welt-Wirtschafts-Politik!
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  • Kommentar von Ueli von Känel  (uvk)
    Viele "Mächtige" lehnen sich hier weit aus dem Fenster.Kann man es trotzdem als erfreulich bezeichnen? Ich hoffe ja!!Wenn aber dieses WEF und die Zeit zwischendrin nichts Wesentliches bezüglich Umwelt-und Klimaschutz und gegen die Kluft Reich-Arm bringen, dann kann man schon mal künftige WEF's annullieren.Und dann sind die BürgerInnen auf der Welt, v.a. in den Industriestaaten aufgerufen,noch viel mehr positiv aktiv zu werden und auch Klimakundgebungen gegen Mächtige, Unwillige zu unterstützen.
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    1. Antwort von Haller Hans  (H.Haller)
      Erwarten Sie nicht zu viel. Denn erstens kommt etwas und zweitens ganz sicher anders als man es erwartet oder herbeiwünscht. Da werden einige ein sehr böses Erwachen haben müssen bevor sie vernünftig werden. Wenn der Mensch glaubt in die Schöpfung eingreifen zu können, ist das Ergebnis meist sehr unerfreulich.
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