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International Wegen Polizeistreik: Córdoba im Ausnahmezustand

In der argentinischen Stadt sorgt niemand mehr für Sicherheit. Die Folge: Plünderungen und ein erstes Todesopfer.

Legende: Video Plünderungen in Córdoba abspielen. Laufzeit 0:27 Minuten.
Vom 04.12.2013.

Bei Plünderungen und Ausschreitungen ist in der argentinischen Stadt Córdoba eine Person erschossen worden. Über 100 Personen wurden bei den seit Dienstagabend andauernden Unruhen verletzt, wie lokale Medien berichteten.

In der Stadt herrscht der Ausnahmezustand, weil grosse Teile der Polizei streiken und die Sicherheit nicht mehr gewährleistet ist. Die Regionalbehörden baten die Regierung um Hilfe. Bislang wurden noch keine Sicherheitskräfte in die Region entsandt.

Die Plünderungen von Geschäften in der über 1,3 Millionen Einwohner zählenden Stadt Córdoba und deren Umgebung gingen auch am Mittwoch weiter. Gouverneur Jose Manuel de la Sota bestätigte 56 Festnahmen in Zusammenhang mit den Unruhen.

De la Sota bewertet den Streik als Reaktion der Polizei auf die Schliessung von 140 Bordellen. Korrupte Offiziere hätten sich durch die Bordelle ihren Lohn aufgebessert.

Die Polizei will mit dem Streik Gehaltsverbesserungen durchsetzen. De la Sota hat nach eigenen Angaben den Polizisten eine Lohnerhöhung von 52 Prozent in Aussicht gestellt.

3 Kommentare

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  • Kommentar von Harald Girschweiler, 9500 Wil SG
    @SRF: Die Bordelle in Cordoba sind seit 2 Jahren geschlossen. Die Inflationsrate momentan aber 30% Da sieht man schon welches Geistes Kind der von Ihnen zitierte Minister De la Sota ist. Die Anzahl Toten stieg in der Zwischenzeit auf 3 Personen.....
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  • Kommentar von Harald Girschweiler, 9500 Wil SG
    Noch eine Anmerkung: In Argentinien sind die loyalsten, bewaffneten Kräfte gegenüber der Verfassung, die Gendamerie, (kasernierte Grenzschutzpolizei) und die Prefectura (Küstenwache) Die beiden Einheiten hätten schon seit Jahren jedes Recht sich gegen die lausige Behandlung und Bezahlung durch die Bundesregierung zu wehren, allein Sie waren die letzten Jahrzehnte immer loyal und nie in einen Staatsstreich verwickelt.
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  • Kommentar von Harald Girschweiler, 9500 Wil SG
    Es wurden 50 Supermärkte geplündert u. 100erte kl. Geschäfte heimgesucht. Die Besitzer haben sich bewaffnet um gegen mit Schusswaffen ausgerüstete Motorradbanden sich zu wehren. Ein chin. Ladenbesitzer wurde v. Räubern erschossen. Es sind 10'000 Polizisten, welche für höhere Löhne die Arbeit niederlegten. De la Sota ist ein korrupter Politiker, der lügt wenn er den Mund aufmacht . Jetzt soll die Gendamerie, welche schlechter als die Bundespoliz. bezahlt ist, die Kastanien aus dem Feuer holen.
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