Zum Inhalt springen

Header

Navigation

Legende: Audio Möglicherweise erhöhte Terrorgefahr als Grund abspielen. Laufzeit 00:55 Minuten.
Aus Nachrichten vom 21.07.2019.
Inhalt

Wegen Sicherheitsbedenken Die Lufthansa fliegt wieder nach Kairo – die Briten nicht

British Airways hat vorerst alle Flüge in die ägyptische Hauptstadt gestrichen. Lufthansa nimmt den Flugplan wieder auf.

  • Die Fluggesellschaft British Airways setzt alle Flüge nach Kairo wegen Sicherheitsbedenken für mindestens sieben Tage aus.
  • Zur Begründung teilte die Airline lediglich mit, die Sicherheit der Passagiere und der Crew-Mitglieder habe oberste Priorität.
  • Auch die Lufthansa hatte am Samstag zunächst alle Flüge nach Kairo ausgesetzt. Mittlerweile nahm sie diese wieder auf.

Ein Grund für das Umdenken wurde bei Lufthansa nicht genannt. Die Hintergründe sind unklar. Die vorübergehende Aussetzung der Flüge begründete eine Sprecherin der Fluggesellschaft nur mit der unklaren Sicherheitslage in Kairo.

British Airways fliegt weiterhin nicht nach Kairo. Die Gesellschaft will nach eigenen Angaben zunächst für sieben Tage auf Flüge in die ägyptische Hauptstadt verzichten. Auch aus London wurden keine Gründe für die Massnahme genannt.

Swiss fliegt vorerst weiter nach Kairo

Die zum Lufthansa-Konzern gehörende Swiss prüft nach eigenen Angaben die Sicherheitslage. Der heutige Flug von Zürich nach Kairo werde aber durchgeführt, sagte ein Swiss-Sprecher gegenüber Radio SRF. Auch Air France, Etihad und Emirates steuern die Destination weiter an.

Erhöhte Terrorgefahr als Grund?

Das deutsche Auswärtige Amt hat für Ägypten lediglich eine Teilreisewarnung auf seiner Website, die vor Reisen in den Norden der Sinai-Halbinsel, das ägyptisch-israelische Grenzgebiet (mit Ausnahme von Taba) und entlegene Gebiete der Sahara warnt. Das britische Aussenministerium wird konkreter und weist in seinen Reisewarnungen für Ägypten auf eine erhöhte Terrorismus-Gefahr im Luftverkehr hin.

Seit längerem rät das Ministerium von nicht dringend notwendigen Reisen in den ägyptischen Ferienort Scharm El-Scheich ab, wo 2015 ein russisches Flugzeug kurz nach dem Start durch eine Bombe des Islamischen Staates zum Absturz gebracht wurde. Alle 224 Insassen starben.

Reaktion aus Ägypten

Die ägyptische Luftfahrtbehörde hat nun auf den Entscheid von British Airways und Lufthansa reagiert, Flüge nach Kairo vorübergehend zu streichen. Laut dem Vorsitzenden des ägyptischen Luftfahrtamts ist die Massnahme politisch motiviert.

Egypt Air
Legende: Als Reaktion auf die ausgesetzten Flüge von British Airways fliegt die ägyptische Fluggesellschaft Egypt Air öfters nach London. Reuters

Ägyptische Flughäfen seien besser gesichert, als es die normalen Vorschriften verlangten. Die Ankündigungen der Fluggesellschaften bedeuten einen Dämpfer für die Tourismusbranche des Landes.

Die Behörde teilte auch mit, dass die Kapazitäten für London-Flüge der eigenen Fluggesellschaft Egypt Air erhöht wurden.

Schliessen

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen. Mehr

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren. Weniger

Sie haben diesen Hinweis zur Aktivierung von Browser-Push-Mitteilungen bereits mehrfach ausgeblendet. Wollen Sie diesen Hinweis permanent ausblenden oder in einigen Wochen nochmals daran erinnert werden?

3 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Daniel Schmidlin  (Queren life)
    Unsere Geheimdienste setzen immer mehr auf Prävention. Das ist für mich ein guter Weg.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Christa Wüstner  (Saleve2)
    Mit meinem bereits abgesandten Kommentar habe ich mich unkorrekt ausgedrückt. Ich meine eine Befreiung des iran. Tankers vor Gibraltar durch die Iraner.
    Vor 2 Tagen hatten sie schon den engl. Botschafter in Teheran einbestellt. Sollte das
    Geschehen, könnte oder wird es zu einem Gegenangriff der Briten im Pers. Golf kommen.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Christa Wüstner  (Saleve2)
    Die Gefahr muss schon sehr gross sein, wenn Flüge gestrichen werden.es gibt nur eine
    Möglichkeit, Angst vor Raketenangriffen. Terrorgefahr besteht schon seit längeren in
    Ägypten. Da Hunt sehr e rnsthaft den Iran wegen des festgehaltenen Schiffes vor Gibraltar gewarnt hat, könnte der gewaltsam befreit werden. Es zeigt sich nicht der kleinste Weg,
    auf Verhandlungsebene die Öltankerangriffe zu lösen.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen