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International Wegen US-Wahl: Ecuador stellt Assange das Internet ab

Der in der ecuadorianischen Botschaft in London festsitzende Wikileaks-Gründer Julian Assange hat vorerst keinen Zugang zum Internet mehr. Grund ist die Veröffentlichung gehackter Wahlkampf-Dokumente Hillary Clintons. Ecuador wolle keine Einmischung in die Angelegenheiten anderer Staaten, heisst es.

Assange hinter Botschafts-Fenster
Legende: Assange sitzt seit über vier Jahren in der Botschaft Ecuadors in London fest. Ein Ende der Situation ist nicht in Sicht. Reuters

Ecuador hat bestätigt, dass es die Internetverbindung des Wikileaks-Gründers Julian Assange gekappt hat. Dies, nachdem die Enthüllungsplattform gehackte Dokumente von Hillary Clintons Wahlkampfmanager veröffentlicht hatte.

Ecuadors Aussenministerium erklärte am Dienstag, es habe entschieden, die Internetverbindung Assanges in der Londoner Botschaft «vorübergehend einzuschränken». Er betonte, Ecuador sei gegen die Einmischung in die inneren Angelegenheiten anderer Staaten. «Unsere Regierung mischt sich nicht in externe Wahlprozesse ein und bevorzugt auch keinen bestimmten Kandidaten.»

US-Regierung bestreitet Einflussnahme

Am Montag hatte Wikileaks US-Aussenminister John Kerry vorgeworfen, Druck auf Ecuador ausgeübt zu haben. Dieser wies die Vorwürfe mittlerweile zurück. Zwar sei die US-Regierung seit langem über Wikileaks «besorgt», doch habe sie mit dem Vorgang nichts zu tun.

Assange lebt seit Juni 2012 in einem kleinen Zimmer von Ecuadors Botschaft in London, um einer Auslieferung an Schweden zu entgehen, wo ihn die Justiz zu Vorwürfen der Vergewaltigung befragen will.

Der 45-jährige Australier befürchtet, von Stockholm in die USA ausgeliefert zu werden, wo ihm ein Prozess wegen Geheimnisverrats drohen würde. Auch vier Jahre nach Assanges Flucht in die Botschaft ist keine Lösung der Situation absehbar.

17 Kommentare

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  • Kommentar von Hanspeter Müller (HPMüller)
    Wenn Flüchtlinge in der Schweiz politisch aktiv sind gegen ein anderes Land mit potentiellem Nachteil für die Schweiz folgt lautes Geschrei über diesen Missbrauch des Gastrechts. Wenn Assange massiv in den US Wahlkampf eingreift weil er noch eine Rechnung offen hat mit Clinton, applaudieren dieselben mit Hinweis auf die Meinungsäusserungsfreiheit. Ziemlich heuchlerisch, oder?
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  • Kommentar von M. Kaiser (Klarsicht)
    Wenn er schlau war, hat er diese Klinten - Unterlagen schon lange vorher an Snowden nach Russland gesendet. Putin funkt da sicher nicht rein - denn ein Trump ist ihm lieber wie diese undurchsichte Dame .
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  • Kommentar von Angela Keller (kira)
    Der Wahlkampf in den USA nimmt seinen Lauf. Wir in Europa haben keinen Einfluss auf dieses schmutzige Getue. Assange soll sich nicht in fremde Staaten einmischen. Warum widersetzt sich Julian Assange der Auslieferung an Schweden, wo ihn die Justiz zu Vorwürfen der Vergewaltigung befragen will. Ob er eine saubere Weste hat, dass entzieht sich meiner Kenntnis.
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