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AKW-Fessenheim Weiterer Schritt zur Stillegung

Fessenheim vom Rhein aus fotografiert.
Legende: Das AKW Fessenheim am Rhein ist das älteste Frankreichs. Nun soll es abgeschaltet werden. Keystone / Archiv

Das Wichtigste in Kürze

  • Der Stromkonzern EDF einigt sich mit dem französischen Staat über Entschädigungen bei einer Schliessung des AKW Fessenheim.
  • Die Rede ist von einem Betrag über rund 490 Millionen Euro.

Der französische Stromkonzern EDF peilt die Schliessung des umstrittenen Atomkraftwerks Fessenheim im Elsass an – und hat dafür einen wichtigen Schritt gemacht. Der Verwaltungsrat habe einer Einigung mit dem französischen Staat über eine Entschädigung zugestimmt, vermeldete EDF.

Die Entschädigung beträgt demnach rund 490 Millionen Euro. Dazu komme noch ein variabler Teil, der aber nicht beziffert wurde.

Mit dem Schritt von EDF ist die Schliessung keine beschlossene Sache. Der Konzern muss beantragen, die Betriebserlaubnis für das Atomkraftwerk aufzuheben. Für diese Aufhebung müsste es dann ein staatliches Dekret geben.

Wahlkampfversprechen von Hollande

In der Schweiz und in Deutschland gibt es seit Langem Sicherheitsbedenken gegen Frankreichs ältestes noch laufendes Atomkraftwerk, das direkt an der deutschen Grenze im Elsass liegt.

Die Stilllegung war ein Wahlkampfversprechen von Präsident François Hollande, der im Frühjahr aus dem Amt scheiden wird. Der Termin hatte sich aber immer weiter verschoben, zuletzt war 2018 im Gespräch.

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4 Kommentare

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  • Kommentar von Jean-Philippe Ducrey (Jean-Philippe Ducrey)
    Fessenheim wird zu 67,5% von der EDF gehalten, die Deutsche EnBW (17,5%) und die Schweizer KBG (15%) halten den Rest. SRF berichtet nicht darüber, wie die andern beiden Teilhaber entschädigt würden und, was wichtig ist: Wer dann den vertraglich zugesicherten Strom in die Schweiz, bzw. nach Deutschland liefert. Die Beteiligung an Fessenheim entstand als Ersatz für das von den links-grünen Extremisten verhinderte KKW Kaiseraugst. Wäre interessant zu erfahren..... doch scheinbar unbequem...
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  • Kommentar von Christian Szabo (C. Szabo)
    Manche französischen AKW's sind in einem mehr als bedenklichem Zustand. Die Abhängigkeit Frankreichs ist enorm. Die Sanierung, Verschrottung und irgendwann eine Änderung der Energiepolitik wird immense Summen kosten. Der Umgang mit den Abfällen ist noch immer ein grosses Ärgernis und Risiko, ganz abgesehen von den Altlasten. Diese werden nicht verschwinden, sondern in absehbarer Zeit zum Problem für ganz Europa. Dazu kommen noch UK,...... bis RU als Sünder unbekannten Ausmaßes.
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    1. Antwort von Jean-Philippe Ducrey (Jean-Philippe Ducrey)
      In Deutschland hat die Energiewende mittlerweile mehr Schaden angerichtet als das Reaktorunglück im japanischen Fukushima. An der Umwelt, an der Gesundheit, an der Volkswirtschaft. Und die Kosten der Energiewende steigen weiter: 2016 werden es 32 Milliarden Euro sein, die man "versenkt" hat.
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    2. Antwort von Beat Reuteler (br)
      Man hat nichts versenkt, Hr. Ducrey. Man investiert. Und die Investitionen scheinen sich durchaus zu rechnen.
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