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Steinmeier gedenkt der Holocaust-Opfer in Yad Vaschem
Aus Tagesschau vom 23.01.2020.
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Welt-Holocaust-Forum 2020 «Ich verneige mich in tiefster Trauer»

  • 75 Jahre nach der Befreiung der Überlebenden des Konzentrationslagers Auschwitz wurde in Israel bei der Holocaust-Gedenkstätte der Verstorbenen gedacht.
  • Steinmeier war der erste deutsche Bundespräsident, der in Yad Vaschem eine Rede hielt.
  • Er bekannte sich zur Schuld der Deutschen und zu ihrer Verpflichtung zum Kampf gegen Antisemitismus.

«Die bösen Geister zeigen sich heute in neuem Gewand. Mehr noch: Sie präsentieren ihr antisemitisches, ihr völkisches, ihr autoritäres Denken als Antwort für die Zukunft, als neue Lösung für die Probleme unserer Zeit», warnte Steinmeier am Donnerstag in der Gedenkstätte Yad Vaschem in Jerusalem, die die Erinnerung an den Holocaust und seine Opfer wachhält. Aus Respekt vor den Opfern sprach Steinmeier Englisch und nicht Deutsch, die Sprache der Täter.

Insgesamt trafen sich auf Einladung von Israels Präsidenten Reuven Rivlin am Donnerstagnachmittag mehr als 40 Staatsgäste und knapp hundert Holocaust-Überlebende in der Gedenkstätte Yad Vashem.

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Welt-Holocaust-Forum 2020
Aus Tagesschau vom 23.01.2020.
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Reden von Putin, Macron, Pence und Prinz Charles

Die Veranstaltung fand in Ehren der über einer Million Menschen statt, die während des Zweiten Weltkrieges im Vernichtungslager Auschwitz vergast, erschossen oder durch Zwangsarbeit und Hunger getötet wurden.

Neben dem deutschen Bundespräsidenten hielten unter anderem auch Russlands Präsident Wladimir Putin, Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron, US-Vizepräsident Mike Pence und der britische Thronfolger Prinz Charles Ansprachen am Welt-Holocaust-Forum 2020. Der Fakt, nicht als Redner vorgesehen zu sein, bewog den polnischen Präsidenten Andrzej Duda zur Absage.

Mehr als 10'000 Polizisten

Für Israel war das «Welt-Holocaust-Forum» das grösste internationale Treffen seiner Geschichte. Für die Sicherheit der Teilnehmer sorgten mehr als 10'000 Polizisten.

Am Montag, 27. Januar 2020, jährt sich die Befreiung der Auschwitz-Gefangenen zum 75. Mal. Aus diesem Grund bildete die Gedenkveranstaltung in Yad Vashem den Auftakt diverser Veranstaltungen – eine weitere findet am Mittwoch im deutschen Bundestag statt.

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4 Kommentare

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  • Kommentar von Juha Stump  (Juha Stump)
    Es ist richtig, dass der Völkermord an den Juden, Armeniern und Assyrern sowie an den Sinti und Roma immer in Erinnerung gerufen wird. Bis heute warte ich jedoch auf irgendein offizielles Bedauern für einen fünften Völkermord, der im Baltikum stattgefunden hat. Noch bevor die Deutschen dort einmarschierten, hatten die sowjetischen Invasoren mindestens einen Viertel der Esten, Letten und Litauer umgebracht oder verschleppt. Da die UdSSR aber zu den "Siegern" gehörte, war das nie ein Thema.
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  • Kommentar von Ueli von Känel  (uvk)
    Es ist wichtig, das NIE VERGESSEN dieser Gräuel zu unterstreichen. Es ist bedenklich, wie demgegenüber der Antisemitismus z.B.in Europa wieder zugenommen hat. Mitverantwortlich sind schroff nationalistische Strömungen, die sich als etwas Besseres betrachten und eine nationalistische Abkapselung fordern. Auch in der Schweiz sind gewisse Kreise nicht gefeiht davor. Es gilt, international politisch und privat zusammenzuarbeiten und sich nicht für etwas Besseres im Vergleich zu anderen zu halten.
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  • Kommentar von Erwin Jenni  (ej)
    Ich verneige mich in tiefer Trauer und Anteilnahme, vor all den Opfern des Nazi-Terror Regimes. Heute sehen wir erneut, wie Juden aus Europa fliehen müssen, weil sie bedroht, geschlagen oder ermordet werden. Was für eine Schande! Europa scheint trotz Beileidsbekundungen, Betroffenheit und Lippenbekenntnissen, welche den Antisemitsmus verurteilen, nicht viel aus der Geschichte gelernt zu haben. Gerade auch sog. christliche Würdenträger zeigen den Juden wie damals, die kalte Schulter!
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    1. Antwort von Reto Camenisch  (Horatio)
      ej. Wie Sie schreiben, für viele ist Geschichte nichts wert. Sie interessieren sich einen Deut, wie Kinder, welche nichts von den Eltern lernen wollen. Noch schlimmer natürlich diese dunklen Gestalten am Rande des politischen Spektrums. Schande! Uebrigens, ein Drittel Ablehner Ihres Kommentares ist, warum auch immer, erstaunlich, um nicht mehr zu sagen.
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