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International Weniger Quecksilber in der Umwelt

In Genf einigten sich die Staaten: Von nun an soll weniger Quecksilber in die Umwelt gelangen. Die Schweiz war an diesem Erfolg massgeblich beteiligt.

Die Kupfer-und Goldmine in Calama in Chile.
Legende: Die Kupfer-und Goldmine in Calama in Chile. Um den Goldstaub vom Gestein zu lösen, wird Quecksilber eingesetzt. Keystone

140 Staaten verhandelten eine Woche lang. Jetzt ist die Konvention unter Dach und Fach. Das Ziel: Der Gebrauch von Quecksilber soll weltweit gesenkt werden. Die Industrie muss sich einschränken. Abfälle mit Quecksilber sollen sorgfältiger gelagert werden.

Das Eidgenössische Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (Uvek) teilt dies mit Stolz mit. Die Schweiz war am Abkommen massgeblich beteiligt.

Die Konvention wird im Oktober in Japan in Minamata von den Staaten unterzeichnet. Der Ort wurde bewusst gewählt: In Minamata wurden zahlreiche Menschen von Quecksilber kontaminiert, jahrzehntelang.

Legende: Video «Quecksilber in Sparlampen» abspielen. Laufzeit 2:48 Minuten.
Aus 10vor10 vom 22.12.2010.

Hochgiftig und flüchtig

Quecksilber ist für Lebewesen hochgiftig. Das Schwermetall ist äusserst flüchtig und breitet sich in der Atmosphäre weiträumig aus. Jedes Jahr gelangen 200 Tonnen Quecksilber in die Arktis. Dort wird es von Fischen aufgenommen, die Fische wiederum werden anschliessend von Menschen verzehrt.

4 Kommentare

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  • Kommentar von Armin Furrer, Luzern
    Tja da muss man dann auch Quecksilberdampflampen verbieten und auch das Quecksilber aus Stromsparlampen entfernen. Hier ist der Bundesrat und die Industrie gefordert.
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  • Kommentar von Rolf Trösch, Seeland
    Neben staatlichen Vorgaben ist auch der Konsument (wir) gefordert. Noch sind allzuviele, oft sinnlose Billigprodukte im Handel auf die gut verzichtet werden kann. Beispiel: selbstleuchtender Kugelschreiber (wer braucht das?) enthält 4! Quecksilber-Knopfzellen, Tinte und Batterien können nicht ersetzt werden, das Teil landet nach kurzer Zeit gedankenlos im Hausmüll!
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  • Kommentar von Augenauf, Basel
    Hat ich unsere Bundesrätin, die jetzt laut gegen Quecksilber schreit, genau vor ein/zwei Jahren die damals schon als unsinnig bekannten Stromsparbirnen MIT Quecksilber empfohlen? In solchen Sachen sollten nicht Politiker, sondern Wissenschaftler Entscheidungen treffen. Ok, damit lassen sich keine Partei oder Wahlpunkte holen, aber dafür werden wir dann nicht mehr für dumm verkauft.
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