Zum Inhalt springen

Header

Audio
Rätselhafte Lungenerkrankung in Asien
Aus Heute um Vier vom 06.01.2020.
abspielen. Laufzeit 00:32 Minuten.
Inhalt

WHO in Alarmbereitschaft Mysteriöse Lungenkrankheit grassiert in China

  • Eine mysteriöse Lungenkrankheit ist in der zentralchinesischen Metropole Wuhan ausgebrochen.
  • Gemäss Behördenangaben seien insgesamt 59 Personen erkrankt – sieben von ihnen befänden sich in kritischem Zustand.
  • Die Weltgesundheitsorganisation WHO verfolgt die Situation aufmerksam und steht im engen Kontakt mit den nationalen Behörden.

Wie gefährlich die Krankheit ist, ist noch unklar. Medien hatten in den letzten Tagen spekuliert, es könnte sich um Sars oder um die Vogelgrippe handeln. Gut 120 Menschen stünden derzeit unter Beobachtung.

Hongkong verschärft Einreisekontrollen

Hongkong hat unterdessen erste Vorsichtsmassnahmen ergriffen. Am Flughafen wurden Fieber-Messgeräte installiert. Reisende aus Wuhan werden gesondert kontrolliert. In der chinesischen Sonderverwaltungsregion sind bisher 16 Verdachtsfälle gemeldet.

Auch in Singapur gibt es nach Presseberichten einen ersten Verdachtsfall. Ein dreijähriges Mädchen, das Wuhan besucht habe, sei in einem stabilen Zustand im Krankenhaus, hiess es.

Ihren Anfang nahm die mysteriöse Lungenkrankheit wohl auf einem Fischmarkt in der 19-Millionen-Metropole, auf dem auch andere Tiere verkauft werden. Sie gelten als mögliche Virusquelle. Der Huanan-Markt ist inzwischen geschlossen worden und soll gründlich gereinigt werden. Das infizierte Mädchen in Singapur war nach den Presseberichten allerdings nicht auf dem Markt.

Keine Hinweise auf Sars oder Vogelgrippe

Die Gesundheitskommission von Wuhan berichtete, nach bisherigen Analysen gebe es «keine klaren Beweise» für eine Übertragung von Mensch zu Mensch. Auch sei kein medizinisches Personal infiziert. Bei der Virus-Erkrankung handle es sich nicht um Grippe, Mers, Vogelgrippe oder Sars, hiess es weiter. Die Untersuchungen, ob es sich um ein neuartiges Virus handelt, dauern noch an. Die Fälle werden derzeit als virale Lungenentzündung unbekannter Ursache behandelt.

Die Nachrichten aus Wuhan weckten die Erinnerung an die Sars-Pandemie, die 2002 in der südchinesischen Provinz Guangdong begann und anfangs vertuscht wurde. Das Severe Acute Respiratory Syndrome (Sars) zählte zu den gefährlichsten Infektionswellen der jüngeren Zeit. Der Ausbruch 2003 war im Sommer beendet, ab und an wurden auch danach noch neue Infektionen erfasst. Insgesamt registrierte die WHO weltweit rund 8000 Sars-Fälle, mehr als 800 Menschen starben.

Schliessen

Jederzeit top informiert!

Erhalten Sie alle News-Highlights direkt per Browser-Push und bleiben Sie immer auf dem Laufenden. Mehr

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren. Weniger

Push-Mitteilungen aktivieren

Sie haben diesen Hinweis zur Aktivierung von Browser-Push-Mitteilungen bereits mehrfach ausgeblendet. Wollen Sie diesen Hinweis permanent ausblenden oder in einigen Wochen nochmals daran erinnert werden?

2 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Cornelia Marthaler  (Cornelia Marthaler)
    Slums und andere total verdichtete menschliche Behausungen in direkter Nachbarschaft mit gigantischen Mastbetrieben, welche alle natürlichen Bedürfnisse der Tiere auf das Schlimmste missachten, führen praktisch zwangsläufig über kurz oder lang zu mutierten Viren. Die Globalisierung tut ein übriges, dass es zu Pandemien mit riesigen Opferzahlen kommen wird.
    Daher: Weniger Fleisch-/Fischkonsum, artgerechte Tierhaltung, in erster Linie aber viel weniger Menschen, anders geht es nicht!
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von Andreas Müller  (Hugh Everett)
      In China gibt es keine Slums Frau Marthaler. DIe Pandemie 1917(Spanische Grippe H1N1) die bisher den grössten Blutzoll kostete, brach in Haskel County in Kansas aus, eine Stadt mit damals sagenhaften 993 Einwohnern und wurde mit den US Truppen in die Schützengräben des ersten Weltkriegs eingeschleppt wo miserable hygienische Bedingungen herrschten. Slums, verdichtete menschliche Behausungen in direkter Nachbarschaft mit gigantischen Mastbetrieben hatten damit rein gar nichts zu Tun.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen