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International Wie bei USA-Reisen: Auch EU will Vorab-Kontrollen via Internet

Die EU-Kommission will Europa besser vor Terrorismus und illegaler Einwanderung schützen. Dazu sind neue Verfahren für die Einreise vorgesehen.

Eine Hand hält einen Stempel, der mit «Schengen» beschriftet ist.
Legende: Einreisende in den Schengen-Raum sollen ab 2020 dem «Etias»-Verfahren unterzogen werden. Imago

Ab 2020 sollen alle in die EU einreisenden Ausländer einer Vorabprüfung unterzogen werden. Das schlug die EU-Kommission in Brüssel heute vor. Die Behörde reagiere damit auf aktuelle Bedrohungen durch Terrorismus und die Probleme mit illegalen Migranten. Bisher gab es bei Einreise in den Schengenraum für über 50 Länder keine Visumspflicht.

Online-Verfahren kostet fünf Euro

Im neuen «Europäischen Reiseinformations- und Genehmigungsverfahren» (Etias) müssten die Einreisenden online Angaben zu Identität und Wohnsitz machen. Die Informationen werden mit Interpol und anderen EU-Behörden abgeglichen. Das Ausfüllen des Antrags soll nicht mehr als zehn Minuten beanspruchen und fünf Euro kosten.

Der Aufbau des Systems soll rund 220 Millionen kosten, der Betrieb pro Jahr 85 Millionen Euro. Damit Etias kommt, müssten das EU-Parlament und alle EU-Staaten den Plänen zustimmen.

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15 Kommentare

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  • Kommentar von Hans Haller (panasawan)
    Wie man aus einem Problem auch noch Kapital schlagen kann, ist doch uns allen sicherlich wohlbekannt. Ein jeder der Beteiligten tut das auf seine Art & Weise.
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  • Kommentar von Jacqueline Zwahlen (Jacqueline Zwahlen)
    Oh Mensch, es gibt nach wie vor mehr Touristen als Terroristen! Ein Schengen-Visa zu bekommen ist je nach Herkunftsland jetzt schon verbunden mit einem Haufen Papierkrieg, Interviews, Fingerprints, Fotos, Versicherungsabschlüssen, Bürgschaftsbriefen, Ausreisetickets, Kontoauszügen und z.T. hohen Kosten für die Reise in die entsprechende Botschaft. Man kann es auch übertreiben. Gescheiter, die Regierungen sorgten dafür, dass es allen besser geht - DAS nimmt dem Terror den Nährboden.
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  • Kommentar von Christian Szabo (C. Szabo)
    Wenn Interpol (ca. 190 Mitglieder) die Infos bekommt, haben sie alle Grossmächte. Bei den US-Kontrollen bleiben sie nur dort. Das ist ähnlich wie beim internationalen Informationsaustausch (Finanzen). Europa liefert Daten in die USA, die USA aber keine Daten nach Europa und andere Länder. Die USA und ihre Steueroasen gewinnen massiv Kunden, Europa schaut durch die Finger. Systeme sind nur gut, wenn für alle die gleichen Regeln gelten. Mächtige waren schon immer gleicher.
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    1. Antwort von Marcel Chauvet (xyzz)
      ............nur noch kurze Zeit, was die USA betrifft, unter Trump wird alles anders. Allerdings mit der Einschränkung, dass er bisher fast bei allem das Gegenteil von dem macht, was er vorher marktschreierisch angekündigt hat.
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    2. Antwort von Hans Haller (panasawan)
      Herr Chauvet, das war ja wohl zu erwarten, das genau findet auch bei "uns" genau gleich statt und wahrscheinlich, sogar sehr wahrscheinlich auch bei Ihnen in Deutschland.
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