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Notstand in Texas wegen Kälte und Schnee
Aus HeuteMorgen vom 17.02.2021.
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Wintersturm in den USA Millionen Menschen bei klirrender Kälte ohne Strom

  • Ungewöhnlich kaltes Winterwetter hat in Teilen der USA zu einem Zusammenbruch der Stromnetze geführt. Millionen Haushalte sind noch immer ohne Elektrizität.
  • Der stark betroffene Bundesstaat Texas hat den Notstand ausgerufen. Auch im benachbarten Mexiko sind Millionen Menschen vom Stromausfall betroffen.
  • Der Wintersturm forderte in den USA mindestens 20 Todesopfer.

In der Stadt Houston (Texas) starben eine Frau und ein Mädchen an einer Kohlenmonoxidvergiftung: Nach Angaben der Polizei hatten sie den Motor eines Autos in einer Garage laufen lassen, um sich zu wärmen. Bei einem Hausbrand in Houston kamen vier Familienmitglieder ums Leben, die sich an einem Kamin gewärmt hatten.

Der Wintersturm forderte vier weitere Menschenleben in North Carolina, zudem erfror mindestens ein Obdachloser in der klirrenden Kälte. In Chicago zwang die grosse Menge Neuschnee die öffentlichen Schulen, den Präsenzunterricht für Dienstag abzusagen.

Notstand in Texas

Die schlimmsten Stromausfälle waren in Texas zu verzeichnen und betrafen mehr als vier Millionen Haushalte und Unternehmen, wie die Webseite Poweroutage.us meldet. Die Stromversorgung sei unter dem erhöhten Bedarf im gesamten Bundesstaat zusammengebrochen, sagte Texas' Gouverneur Greg Abbott.

Für den Bundesstaat an der Grenze zu Mexiko wurde der Notstand ausgerufen. Laut Behördenangaben sind rund 3300 texanische Polizistinnen und Polizisten, knapp 600 Angehörige militärischer Einheiten, Allradfahrzeuge der Forstverwaltung und 700 Schneepflüge im Einsatz.

Kältewälle in den USA sorgt für Stromausfälle
Aus Tagesschau vom 16.02.2021.

US-Präsident Joe Biden bewilligte zudem Unterstützung durch die Katastrophenschutzbehörde Fema. Beamte aus Texas forderten 60 Generatoren bei der Fema an und eröffneten Notunterkünfte für mehr als 1000 Bewohnerinnen und Bewohner.

Das Weisse Haus teilte mit, US-Präsident Joe Biden habe mit den Gouverneuren der betroffenen Staaten Texas, Louisiana und Kentucky über das «extreme Winterwetter» gesprochen. Die Regierung werde alle verfügbaren Ressourcen einsetzen, um den Menschen zu helfen, «diesen historischen Sturm» zu überstehen.

Die Wetterlage sollte sich auch am Mittwoch zunächst nicht entspannen. Die Behörden in Texas warnen unter anderem vor Eisregen. Kunden sollten sich darauf einstellen, dass die Versorgung über Dienstagabend hinaus unterbrochen sein könnte, teilt das Elektrizitätswerk in der Stadt Austin auf Twitter mit.

Kontrollierte Unterbrechungen der Stromversorgung seien derzeit die «Ultima Ratio», um die Zuverlässigkeit des gesamten Stromnetzes zu erhalten, erklärt der Stromnetzbetreiber Southwest Power Pool, der für 14 Bundesstaaten zuständig ist.

Tagesschau, 16.02.2021, 19:30 Uhr;

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30 Kommentare

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  • Kommentar von Max Wyss  (Pdfguru)
    Übrigens, es heisst, wer immer Strom hatte, waren

    • die Stadtzentren

    • die "reichen" Quartiere

    zu letzteren… honi soit qui mal y pense…
  • Kommentar von James Klausner  (Harder11)
    Gleichzeitig liest man in US Medien, dass diverse Stromanbieter in Texas den Kälteinbruch dazu benutzen, die Strompreise für Endverbraucher um ein paar 100 Prozent anzuheben. Das Desaster ist der Privatisierung und Liberalisierung geschuldet. Für die Schweiz wünsche ich mir, dass der Staat sich nicht aus der Stromversorgung zurückzieht, sondern im Sinne von Gemeinwohl und Service Public die Fäden in der Hand behält.
  • Kommentar von Ruedi Schwarzenbach  (oktagon)
    Unter https://poweroutage.us/ kann man live zusehen, welche Staaten wie stark von den Stromausfällen betroffen sind.