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Legende: Audio Italien: Salvinis Lega verliert in ihren Stammlanden abspielen. Laufzeit 02:24 Minuten.
Aus HeuteMorgen vom 09.07.2019.
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Wirtschaft stagniert Lega verliert an Rückhalt in Norditalien

Seit Wochen streiten die Koalitionspartner der italienischen Regierung – im Norden des Landes wird dies mit einer gewissen Sorge beobachtet.

Die Lombardei ist fest in der Hand der Lega. Den jüngsten Beweis dafür lieferten die Europawahlen im Mai – fast zwei Millionen Menschen gaben ihre Stimme den Rechtsnationalen. Entsprechend hoch sind ihre Erwartungen, sie sorgen sich um die wirtschaftliche Zukunft Italiens.

«Die Wählerinnen und Wähler der Lega wollten jetzt Investitionen sehen – Strassen, Bahnlinien, Geld für die Digitalisierung der Wirtschaft, für die Forschung, für die Universität», beobachtet Diego Minonzio. Seit Jahren kommentiert er die Politik in Rom als Chefredaktor der grössten und ältesten Zeitung rund um den Comer See, die «Provincia di Como, Lecco e Sondrio».

Die Wählerinnen und Wähler der Lega wollten jetzt Investitionen sehen.
Autor: Diego Minonzio«La Provincia di Como, Lecco e Sondrio»

Was die Lega zusammen mit dem Koalitionspartner, der Fünf-Sterne-Bewegung, bis jetzt umgesetzt habe, gehe aus Sicht der Norditaliener in die falsche Richtung, sagt Minonzi. Die Regierung habe einfach nur Geld verteilt –an die Armen, die Arbeitslosen, die Frührentner. Die unzähligen Kleinunternehmer in der Lombardei zum Beispiel verlangten jetzt keine Almosen, sondern Investitionen.

Italiens Wirtschaft schwächelt

Salvinis Lega habe in der Lombardei viele Stimmen geholt, auch wegen seiner harten Migrationspolitik. Bald müsse er seinen Wählerinnen und Wählern aber Antworten liefern, sagt Chefredaktor Minonzio.

Matteo Salvini hält ein Papier mit der Aufschrift «1. Partei Italiens – Danke»
Legende: Bei der Europawahl war Salvinis Lega stärkste Partei – auch im Norden des Landes. Keystone/Archiv

Die italienische Wirtschaft wächst derzeit kaum noch, wie Zahlen des Statistischen Amtes in Rom zeigen. Für die Arbeiter und Unternehmer im reichen Norden sind das keine guten Aussichten. Sie könnten sich von der Lega wegen der schwachen Konjunktur abwenden.

Der stärksten Partei in Italien den Rücken kehren? Das sei dem früheren Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi auch passiert, der dann zurücktreten musste. Und genau das könne ebenfalls mit der Lega geschehen, die die Politik in Rom derzeit nach Belieben dominiere, sagt Chefredaktor Diego Minonzio. Wenn nicht jetzt, dann spätestens in zwei bis drei Jahren.

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11 Kommentare

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  • Kommentar von Karl Kirchhoff  (Charly)
    Mit dem Liefern von Antworten, haben Rechtspopulisten, überall ihre Probleme. Im Hetzen und Kritisieren sind sie stark, aber wenns an das Eigemachte geht, kommt wenig bis nichts. Wie ein Aal, wird sich dann gewunden. Ob Italien, Deutschland, GB, USA, Brasilien, Polen... überall das Gleiche.
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  • Kommentar von Ueli von Känel  (uvk)
    Es ist gut, dass diese Partei an Boden verliert. Das möge sich so fortsetzen zum Wohle Italiens. Eine Partei, die vorgibt, am liebsten die untere Hälfte des italienischen Stiefels (unterhalb von Rom) abzuschneiden, spricht menschenverachtend. Zum Beispiel die Aussage, wie ich diese selber hörte: "I Suditaliani sono tutti pigri", also die Süditaliener sind alle faul. Sie haben halt eine andere Kultur als Norditalianer. Apropos Siesta: Wir merken es selber, bei 35 Grad ist eine Siesta angesagt.
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  • Kommentar von Gabi Bossert  (lela)
    Die hohle Hand gegen Brüssel öffnen, gegen die EU wettern, Schulden über Schulden, leere Versprechungen, Konzeptlosigkeit, national denken handeln wollen, aber innen nichts alleine auf die Beine bringen können...DAS genau bringt die rechts Populisten sehr schnell an ihre Grenzen, selbst ihre vertrauensvollen Wähler merken schnell, DA kann etwas nicht stimmen.... manchmal wählen sie dann doch wieder das gleiche System, ( Griechenland beweist es gerade ). Solche Haltung blockiert, sonst nichts.
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