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International Zika-Virus: «Die Entwicklung hat alle überrumpelt»

Gegen Zika gibt es weder einen Impfstoff, noch eine Behandlung. Daher schlagen die Gesundheitsbehörden Alarm. Sie befürchten, das sich das Virus auf beiden amerikanischen Kontinenten ausbreitet. Doch die Entwicklung eines Impfstoffes dauere Jahre, sagt ein Tropenmediziner.

Drei Männer in gelben Schutzanzügen mit je einem Rohr zum Versprühen im Anschlag.
Legende: Nicht die «Ghostbusters», sondern die «Mosquitobusters» versprühen am Sambódromo in Rio Insektizid. Reuters

SRF News: Weshalb gibt es noch keinen Impfstoff gegen das Zika-Virus?

Christoph Hatz, Professor am Tropeninstitut in Basel: Zika wurde über lange Zeit als sehr harmlose Krankheit angeschaut. Deshalb wurden keine speziellen Massnahmen getroffen, um eine spezifische Behandlung oder einen Impfstoff zu entwickeln. Die jetzige Entwicklung hat alle überrumpelt. Man hat nicht damit gerechnet, dass es so schwere Komplikationen gibt, wie man sie nun mit der Mikrozephalie bei Föten und bei den neurologischen Folgen wie dem Guillain-Barré-Syndrom sieht. Deshalb wurde bisher nicht primär auf diesen Gebieten geforscht, sondern intensiv bei den ebenfalls bekannten Dengue- und Chikungunya-Viren auf einen Impfstoff hingearbeitet.

Man hat nicht mit so schweren Komplikationen gerechnet.

Der Fall erinnert an das Ebola-Virus, gegen das es ebenfalls keinen Wirkstoff gab. Sehen Sie als Fachperson Parallelen?

Ich sehe Parallelen insofern, als dass es gegen beide Krankheiten keinen Impfstoff und kein Medikament gibt. Bei Ebola gibt es jetzt einen Impfstoff, der unter Hochdruck entwickelt wurde und der nun weiter getestet wird. Der Unterschied zwischen Ebola und Zika ist sicherlich der, dass Ebola eine hochinfektiöse und tödliche Krankheit ist, während Zika für die meisten Betroffenen eine sehr harmlose Krankheit ist. Allerdings haben die Komplikationen, die wir jetzt gesehen haben, dazu geführt, dass auch Zika ganz oben auf die Liste der Viren kommt, gegen die man so schnell es geht einen Impfstoff und auch Medikamente entwickeln sollte.

Ein Impfstoff wird nicht unmittelbar zur Verfügung stehen.

Sind Sie optimistisch, dass nun relativ rasch ein solcher Impfstoff entwickelt werden kann?

Relativ schnell bedeutet immer Jahre. Das lässt sich nicht anders machen. Denn so ein Impfstoff, wenn er entwickelt würde, muss getestet werden. Speziell im Falle der Zika-Infektion, die ja eigentlich eine harmlose Krankheit ist, muss man natürlich doppelt vorsichtig sein. Man muss aufpassen, dass ein Impfstoff nicht starke Nebenwirkungen hat, die für die Betroffenen am Ende noch schwerwiegender sind als die Infektion selbst. Insofern bin ich zuversichtlich, dass rasch geforscht wird, aber ein Impfstoff wird nicht unmittelbar zur Verfügung stehen.

Besorgniserregende Ausbreitung

Zika wird von Stechmücken übertragen und führt bei Schwangeren wahrscheinlich dazu, dass ihre Kinder mit viel zu kleinem Kopf auf die Welt kommen. Das Virus war bisher kaum bekannt. Doch nun verbreitet es sich rasant in Lateinamerika.

5 Kommentare

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  • Kommentar von Bruno Hochuli (Bruno Hochuli)
    Was unbedingt gemacht werden muss, istdie Infrastruktur in der Dörfer und Städten. Das Gift schädigt nur noch mehr Menschen auf lange Sicht. In diesen drittwelt Staaten gibt noch viel zu tun und es ist nötig die Probleme jetzt anzupacken. Es würde für alle auch für uns ein Segen sein.
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  • Kommentar von Kerzenmacher Boris (zombie1969)
    Man bewerte vor diesem Hintergrund die Luxusprobleme westlicher Gesellschaften, die da wären: Bio-Lebensmittel, Atomausstieg, Gentechnik-Phobie, Angst vor Pestizid-Rückständen, Angst vor Kunstdünger und die Panikmache der Impfgegner. Man muss daher auf medizinischen und biotechnologischen Fortschritt hoffen, um das Leben der Menschen in den Tropen erträglicher zu machen. Es ist auch eine kritische Reflexion einer unbegrenzten weltweiten Mobilität angezeigt.
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  • Kommentar von c jaschko (politically correct player)
    Man benutzt Pestizide um die Künstliche Produktion zu steigern dann benutzt man auch noch GMO um die Produktion zu steigern und dann benutzt man die Impfstoffe um die letzte vorhandene Resistenz im Menschlichen Körper abzutöten und dann fragt man sich auch noch wieso sich die Viren verbreiten können :-) Wieso gibt es keine Epidemien unter freien Tieren in der Savanne oder im Regenwald ??? Ganz einfach weil die sich natürlich ohne all die Gift / Impf / GMO / Schadstoffe entwickeln können :-)
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