Zivilisten im Südsudan suchen Schutz vor Kämpfen

Mindestens 36'000 Zivilisten suchen in UNO-Einrichtungen und anderen Gebäuden in der südsudanesischen Hauptstadt Juba Schutz vor den Kämpfen. Das Land steht an der Schwelle zum Bürgerkrieg.

Menschen sitzen auf dem Boden und warten. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Viele Menschen suchen Schutz bei der UNO – wie hier im Bild. Keystone

Zigtausende Menschen sind laut UNO-Angaben im Südsudan auf der Flucht. Ihre Versorgung mit lebensnotwendigen Hilfsgütern ist angesichts der angespannten Lage kompliziert. Das UNHCR appellierte ans Nachbarland Uganda, die Grenze für Flüchtlinge aus dem Südsudan offen zu halten. Es sei zu hoffen, dass die Anordnung einer Waffenruhe durch Südsudans Präsidenten Salva Kiir weiter respektiert werde, sagte ein UNHCR-Sprecher.

«Der Südsudan steht an der Schwelle zum Bürgerkrieg»

4:03 min, aus SRF 4 News aktuell vom 11.07.2016

Südsudans Präsident Salva Kiir hatte gestern eine Waffenruhe angeordnet, nachdem sich Soldaten der regulären Streitkräfte und ehemalige Rebellen heftige Gefechte geliefert hatten, bei denen mindestens 270 Menschen starben. Die Anordnung scheint wirken: In der Hauptstadt Juba ist erstmals seit Tagen wieder Ruhe eingekehrt. Der grösste Markt der Stadt blieb aber vorerst geschlossen.

Das ostafrikanische Land war 2013 in einen Bürgerkrieg gestürzt. Zehntausende Menschen wurden seitdem getötet, insgesamt rund 2,5 Millionen sind auf der Flucht.

Sendungsbeitrag zu diesem Artikel

  • Unabhängigkeitstag Südsudan

    Aus Tagesschau vom 9.7.2016

    Vor fünf Jahren wurde der Südsudan nach 30-jährigem Krieg unabhängig. Wirtschaftskrise, Dürre und gewaltsame Auseinandersetzungen stellen das Land vor eine Zerreissprobe.