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Zwei Jahre auf der Flucht Flüchtiger Top-Mafiaboss in Italien gefasst

  • Ein Top-Mafiaboss ist in Italien nach zwei Jahren auf der Flucht gefasst worden.
  • Giuseppe Pelle sei in einem abgelegenen Versteck in der Gemeinde Condofuri in der süditalienischen Region Kalabrien entdeckt worden, teilte die Polizei mit.
  • Der 57-Jährige sei einer der Köpfe der 'Ndrangheta gewesen und habe innerhalb der kalabrischen Mafia strategische Entscheidungen getroffen.
Pelle im Auto neben Polizisten.
Legende: Seine Flucht endet am Freitag: Mafiaboss Giuseppe Pelle. Keystone

Pelle stammt aus dem Ort San Luca, aus dem auch die Clans kommen, die in die Mafiamorde von Duisburg verwickelt waren. Allerdings wurde er in diesem Zusammenhang nie beschuldigt. Er habe mit dem Duisburg-Fall nichts zu tun gehabt, sagte eine Polizeisprecherin.

Im August 2007 waren vor einer Pizzeria in Duisburg sechs Menschen erschossen worden. Ein Streit zwischen dem Pelle-Vottari-Clan und dem Strangio-Nirta-Clan war der Auslöser für die Bluttat.

Mächtigste Mafiaorganisation der Welt

Giuseppe Pelle war seit April 2016 flüchtig. Er sollte unter anderem wegen Erpressung und Zugehörigkeit zur Mafia eine knapp zweieinhalb Jahre lange Haftstrafe absitzen. Er soll auch Kontakte zu lokalen Politikern gehabt haben, die im Tausch für Stimmen der Mafia Gefallen versprochen haben sollen.

Pelle hatte sich in einem Haus versteckt, 50 Polizisten waren bei der Festnahme dabei. Die 'Ndrangheta gilt als die mächtigste Mafiaorganisation der Welt und dominiert den Kokainhandel nach Europa.

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2 Kommentare

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  • Kommentar von antigone kunz (antigonekunz)
    Dieser Herr der ehrenwertengesellschaft gehört ins paläontologisches Museum. Ob Mafia, Oligarchen, Despoten, Tyrannen allen gemeinsam ist, dass sie arrogante, Wichtlinge sind, die nichts besseres können als Angst und Schrecken zu verbreiten, auszubeuten und zum weltweiten Elend der Menschen wesentlich beitragen ... und sonntags gehen sie in die Kirche. Das Wenige, das ich von Jesus weiss, er hätte diese Typen in einem Heiligen Zorn zum Teufel geschickt.
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    1. Antwort von Peter Imber (Wasserfall)
      Da haben Sie leider Recht. Leider hat die Kirche früher Ihre Macht beim einfachen Volk in einem Pakt mit dem Adel auch mit Angstmachen, Verfolgungen, Inquisition und Morden (zB Südamerika) durchgesetzt. Und heute setzt sie sich immer noch zu wenig stark stark gegen die Mafia, Diktatoren und Despoten ein. In gewissen Ländern arbeitet sie sogar immer noch mit solchen Kreisen zusammen. Da hat sich leider nicht soviel geändert....
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