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Zwei Tote bei Kenosha-Protest 17-Jähriger wird nach tödlichen Schüssen wegen Mordes angeklagt

  • Nach den tödlichen Schüssen bei Protesten in der US-Stadt Kenosha ist Anklage gegen einen 17-Jährigen erhoben worden.
  • Der junge Mann muss sich wegen zweifachen Mordes, Mordversuchs und unerlaubten Waffenbesitzes verantworten.
  • Die Schüsse fielen in der Nacht auf Mittwoch, als in Kenosha zahlreiche Menschen gegen den jüngsten gewaltsamen Polizeieinsatz gegen einen Afroamerikaner protestierten.
  • Zwei Menschen wurden durch die Schüsse getötet, ein weiterer verletzt.
Video
Aus dem Archiv: Festnahme nach Todesschüssen in Kenosha
Aus Tagesschau vom 27.08.2020.
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Der Angeklagte soll sich am Rande der Proteste einer Gruppe bewaffneter Zivilisten angeschlossen haben, die erklärten, Eigentum beschützen zu wollen.

Die Proteste in Kenosha waren nach Schüssen in den Rücken eines schwarzen Amerikaners bei einem Polizeieinsatz am Sonntag ausgebrochen. Dabei kam es auch zu Gewalttaten – Gebäude und Autos wurden angezündet.

Der 17-Jährige mit offiziellem Wohnsitz im benachbarten Bundesstaat Illinois stiess laut Augenzeugenberichten und im Netz veröffentlichten Videos zu einer Gruppe bewaffneter Zivilisten, die erklärten, Eigentum beschützen zu wollen. Er wurde am Mittwoch in Illinois festgenommen.

Rosen am Ort des Tatorts in Kenosha.
Legende: Rosen am Ort des Tatorts in Kenosha. Keystone

Ans Bett gefesselt

Der am Sonntag bei dem Polizeieinsatz von sieben Kugeln schwer verletzte Familienvater Jacob Blake ist im Krankenhaus bei Bewusstsein, wie sein Vater der Zeitung «Chicago Sun-Times» sagte. Obwohl er von der Hüfte ab gelähmt sei, werde er mit Handschellen ans Bett gebunden, kritisierte Jacob Blake Senior.

Auf einem Video von dem Polizeieinsatz ist zu sehen, wie Blake zu seinem Auto geht, gefolgt von zwei Polizisten mit gezückten Waffen. Eine der Waffen ist auf seinen Rücken gerichtet. Als Blake die Fahrertür öffnet und sich ins Auto beugt, fallen die Schüsse. In dem Auto sassen Blakes Kinder im Alter von drei, fünf und acht Jahren.

SRF 4 News, 28.08.2020; 04:00 Uhr;

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8 Kommentare

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  • Kommentar von Ruedi Möckli  (rm)
    Der Weisse mit der Waffe um den Hals, der soeben auf 3 Leute geschossen hat (2 davon getoetet), kann an der Polizei vorbeilaufen (obwohl alle schreien dass er es war, der soeben geschossen hat) und wird erst am naechsten Tag (statt an Ort und Stelle) verhaftet.
    Gleichzeitig wird einem Schwarzen, der zum Zeitpunkt moeglicherweise eine Waffe hatte und niemanden verletzt hat, 7x in den Ruecken geschossen.

    Fuer die Polizei ist die Hautfarbe ganz klar gefaehrlicher als die Waffe...
  • Kommentar von Ueli von Känel  (uvk)
    Diese Mordvorfälle sind schlimm.Aber nun wird diese Verhaftung so sehr betont.Das ist aber nicht mehr als Symptombekämpfung. Aber gegen Ursächliches wird kaum etwas getan, wie seit Jahren. Das Waffengesetz ist viel zu liberal, fast desperadohaft; damit ist es zudem auch leichter,illegal an Waffen zu kommen, wenn diese fast so herumliegend behändigt werden können. Das Rassenproblem, das eines der wichtigen Ursachen für diese Unruhen ist,wird nicht angegangen. Machtgehabe der Reps., unmenschlich!
    1. Antwort von Marc Grut  (Pandas)
      Ich stimme mit vielem überein was Sie hier schreiben aber nur mal so am Rande: Man kann nicht von den Leuten erwarten das sie ihre Waffen abgeben wenn man Gleichzeitig Mobs in den Strassen hat die Gebäude abfackeln und das Budget der Polizei kürzt. Dann werden Leute zu Selbstjustiz gezwungen.
      Und die NRA (Waffenorganisation) hat traditionell immer Schwarze unterstützt als diese die Zielscheibe des KKK waren, zum Ärger der Rassisten.
    2. Antwort von Max Wyss  (Pdfguru)
      @Pandas: "traditionell" ist das Stichwort. "traditionell" führte die NRA Schulungen in der richtigen und verantwortungsvollen Handhabung von Waffen durch.

      "traditionell" ist aber nicht mehr wichtig im "heute". "heute" ist die NRA eine politische (und offenbar auch kriminelle) Organisation. Die "hehren" Ziele sind vergessen, und man schlägt sich auf die rechtsexteme rechtsnationalistische Seite.
    3. Antwort von Michi Leemann  (mille)
      Pandas: Nein, es gibt keine einzige Rechtfertigung für Selbstjustiz. Für die Gewährleistung der Ordnung ist der Rechtsstaat mit all seinen Organen zuständig. Keine Bürgerwehr, kein bewaffneter Bürger, niemand ist zur Selbstjustiz berechtigt. Ausnahmslos!
    4. Antwort von Micha Baumann  (M.Bau.)
      Andere Länder andere Sitten...Zum Glück darf in einer Demokratie immer noch das Volk bestimmen!
  • Kommentar von Max Wyss  (Pdfguru)
    Schon "lustig". Mit 17 kann man in den USA frei mit einem Sturmgewehr herumlaufen.

    Aber ein Bier trinken darf man erst ab 21!!

    What a great nation!! (not)
    1. Antwort von Micha Baumann  (M.Bau.)
      Mit einer Waffe herumlaufen können auch in der Schweiz 17 jährige, VERBOTEN ist es sowohl in der Schweiz als auch in Wisconsin...