Zum Inhalt springen

Header

Zur Übersicht von Play SRF Audio-Übersicht

Mondmission der Nasa Start der Artemis-II-Mission geglückt

  • Mit Artemis II fliegen erstmals seit mehr als 50 Jahren wieder Menschen Richtung Mond – und vielleicht weiter als je zuvor.
  • Vier Astronauten hoben dafür um 18:35 Uhr Ortszeit (00:35 Uhr MESZ) vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral im US-Bundesstaat Florida ab.
  • Sie sollen insgesamt mehr als eine Million Kilometer zurücklegen.

Sie befinden sich an Bord der «Orion»-Kapsel mit dem Raketensystem «Space Launch System». Der Start der krisengeplagten Mission «Artemis 2» war zuvor wegen technischer Probleme mehrfach verschoben worden.

Mit der auf etwa zehn Tage angelegten Artemis-II-Mission werden die US-Astronauten Christina Koch, Victor Glover und Reid Wiseman sowie ihr kanadischer Kollege Jeremy Hansen um den Mond herumfliegen. Sie könnten sich dabei weiter von der Erde entfernen als jemals Menschen zuvor. Zuletzt waren US-Astronauten 1972 auf dem Mond gewesen.

Vier Astronauten in orangefarbenen Raumanzügen stehen lächelnd draussen neben einem Fahrzeug.
Legende: Von rechts nach links: Christina Koch (Missionsspezialistin), Reid Wiseman (Kommandant), Victor Glover (Pilot) und Jeremy Hansen (Missionsspezialist). NASA/Aubrey Gemignani

Kurz nach dem Start war vorübergehend die Kommunikation zwischen den vier Astronauten und dem Kontrollzentrum auf der Erde abgebrochen. Die Crew habe die Stimmen aus dem Kontrollzentrum hören können, aber die Mitarbeiter im Kontrollzentrum hätten die Astronauten nicht hören können, sagte Nasa-Chef Jared Isaacman bei einer Pressekonferenz. 

Das Problem habe aber nach kurzer Zeit gelöst werden können und die Kommunikation sei wiederhergestellt. «Wir klären das Problem aktiv auf.»

Raketenstart mit Rauch und Flammen am Himmel.
Legende: Historische Mission: Die «Orion»-Kapsel startet in Cape Canaveral. REUTERS/Steve Nesius

«Wir gewinnen im Weltraum, auf der Erde und überall dazwischen – wirtschaftlich, militärisch und jetzt auch über die Sterne hinaus», hatte US-Präsident Donald Trump schon vor dem Start auf seiner Onlineplattform Truth Social kommentiert.

Das Mond-Programm wurde 2017 von der Nasa verkündet. Später erhielt es den Namen Artemis nach der Göttin des Mondes und Zwillingsschwester des Gottes Apollo aus der griechischen Mythologie.

Mehr als eine Million Kilometer um Mond und Erde

Der Flugverlauf gleicht insgesamt einer Acht um Erde und Mond. Die vier Astronauten sollen insgesamt mehr als eine Million Kilometer zurücklegen. Am weitesten Punkt sollen sie sich etwa 370'000 Kilometer von der Erde entfernt, etwa 7500 Kilometer hinter der erdabgewandten Seite des Mondes befinden. Von dort aus können sie dann Erde und Mond gleichzeitig sehen – und könnten sich weiter von der Erde entfernen als jemals Menschen zuvor.

Start der Artemis-II-Mission – Die besten Bilder

Für die Astronauten Glover, Koch und Wiseman ist es der zweite Flug ins All, für Hansen der erste. Koch ist die erste Frau an Bord einer Mond-Mission der Nasa, Glover der erste nicht-weisse Mensch und Hansen der erste Kanadier.

Bislang zwölf Amerikaner auf dem Mond

Der erste Mensch auf dem Mond war am 20. Juli 1969 Neil Armstrong. Als bislang letzter Mensch verliess im Dezember 1972 der 2017 verstorbene Nasa-Astronaut Eugene Cernan mit der «Apollo 17»-Mission den Erdtrabanten. Insgesamt brachten die USA als bislang einziges Land mit den «Apollo»-Missionen zwischen 1969 und 1972 zwölf Astronauten auf den Mond.

Die «Orion»-Kapsel fliegt grösstenteils vollautomatisch. Zu Testzwecken sollen die Astronauten aber immer wieder auch manuell steuern. Zudem müssen sie stets alle Systeme und auch ihre eigene Gesundheit mit Hilfe zahlreicher Tests, Sensoren und Messungen überprüfen, auch für wissenschaftliche Forschungen. Auch Fotos und Analysen von Erde und Mond gehören zu ihren Aufgaben.

Wettlauf der Raumfahrtnationen

Box aufklappen Box zuklappen

Für die USA symbolisiert die Rückkehr zum Mond strategisch die technologische und geopolitische Führung im Wettlauf um den Weltraum. Eine dauerhafte Präsenz dort gilt als Weg, nationale Interessen in der Raumfahrt zu sichern und internationale Kooperationen prägen zu können. US-Präsident Trump, in dessen erster Amtszeit das Programm ins Leben gerufen worden war, verbucht es auch als persönlichen Erfolg.

Schon seit Jahren gibt es einen neuen Wettlauf von Raumfahrtnationen zum Mond. Grösster Konkurrent der USA ist China mit dem Ziel, bis 2030 Menschen auf den Mond zu bringen. Auch Russland will mit Menschen auf den Mond, hat aber mit Verzögerungen wegen wirtschaftlicher Schwierigkeiten zu kämpfen.

SRF 1, Einstein, 26.3.2026, 21:05 Uhr ; 

Meistgelesene Artikel