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Rückkehr zum Mond Einmal um den Mond und zurück: die Artemis-II-Mission in Zahlen

Erstmals seit mehr als 50 Jahren sollen wieder Menschen in die Nähe des Mondes fliegen – in der Nacht geht es los. Ein Überblick.

Die US-Raumfahrtbehörde Nasa spricht von einer historischen Mission. Die bemannte Mondumrundung sei der nächste Schritt auf dem Weg zum Mars. Ein grosses Ziel mit einem sehr langsamen Start. Vier bemerkenswerte Zahlen über die Reise in die Tiefen des Weltalls.

Der Start der Artemis-II-Mission

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Verfolgen Sie den Start des Orion-Raumschiffs der Artemis-II-Mission in der Nacht auf Donnerstag kurz nach 0 Uhr auf der SRF News App im Livestream.

Mehrmals musste der Start wegen technischer Probleme verschoben werden, nun soll die Mission in der Nacht auf Donnerstag starten.

1.3 Stundenkilometer: im Schneckentempo zur Startrampe

Langsam und vorsichtig war die riesige Mondrakete bereits Mitte März auf dem Weltraumbahnhof Cape Canaveral im US-Bundesstaat Florida in Position gebracht worden. Mit 98 Metern ist sie eine der grössten, die je gebaut wurde. Im Schneckentempo gings zur Startrampe.

Ganze elf Stunden dauerte der Transport von der Montagehalle zum Launch Complex 39B. Es sei der Beginn einer sehr langen Reise, sagte Nasa-Chef Jared Isaacman. Die Crew wird den Mond umrunden, jedoch nicht auf ihm landen.

370’000 Kilometer: Menschen nie weiter von Erde entfernt

Der Flugverlauf gleicht insgesamt einer Acht um Erde und Mond. Insgesamt soll das Raumschiff mehr als 2.3 Millionen Kilometer zurücklegen. Nach dem Start begibt sich die Rakete in eine niedrige Erdumlaufbahn. Davor wird das sogenannte Kernelement abgestossen, das riesige Basiselement der Rakete, und die Orion-Solarzellen ausgefahren. Nach einigen Stunden geht es in eine höhere Erdumlaufbahn, wo während gut 24 Stunden verschiedene Systeme getestet werden.

Erde vor Mondhorizont im Weltraum.
Legende: Auf diesem Foto, das am 24. Dezember 1968 von der Besatzung der «Apollo 8» aufgenommen wurde, ist die ferne Erde über dem Mondrand zu sehen. Auch die vier Raumfahrenden der «Artemis II» sollen die Erde und den Mond auf der geplanten Mission gleichzeitig sehen können. Keystone/Bill Anders/Handout via Nasa

Wenn alle Systeme bereit sind, nimmt die Crew Kurs zum Mond auf. Am weitesten Punkt sollen sie sich etwa 370'000 Kilometer von der Erde entfernt befinden, rund 6500 Kilometer hinter der erdabgewandten Seite des Mondes. Von dort aus können sie dann Erde und Mond gleichzeitig sehen. Nie waren Menschen weiter von der Erde entfernt.

Seit über 50 Jahren: Erstmals wieder ein bemannter Flug

Nach dem erfolgreichen Testflug mit Artemis 1 im Jahr 2022 fliegen seit einem halben Jahrhundert erstmals wieder Menschen zum Mond. «Diesmal ist es ganz anders mit einer Besatzung, die um den Mond fliegt», sagt John Honeycutt von der Nasa. Dies seien die Tage, für die das Team lebe. Und: «Besser geht es wirklich nicht, wir schreiben Geschichte.»

Vier Personen in blauen Raumanzügen stehen draussen mit Mikrofonen.
Legende: Die Crew der Artemis-II-Mission (von links nach rechts): Jeremy Hansen, Christina Koch, Victor Glover und Reid Wiseman. Keystone/EPA/CRISTOBAL HERRERA-ULASHKEVICH

An Bord der Orion-Kapsel befinden sich vier Astronauten. Sie werden die ersten Menschen sein, die zum Mond fliegen, seit dem erfolgreichen Abschluss des Apollo- Mondlandungsprogramms (Apollo 17) im Jahr 1972. Insgesamt sind bisher zwölf Astronauten über die Mondoberfläche spaziert, angefangen mit Neil Armstrong und Buzz Aldrin im Jahr 1969. Nur vier Mondfahrer sind noch am Leben; Aldrin, der älteste, wurde jüngst 96 Jahre alt.

«Achter Kontinent»: der Mond

Eine Mondlandung ist nicht Teil der Mission. Diese soll erst in einigen Jahren erfolgen. Dadurch soll langfristig eine dauerhaft nutzbare Mondarchitektur entstehen. «Der Mond als achter Kontinent» – so bezeichnet Josef Aschbacher, Generaldirektor der Europäischen Weltraumorganisation ESA, den Erdtrabanten.

Erdumlaufbahn und Mond mit Raumsondenflugbahn.
Legende: Der geplante Flugverlauf der Artemis-II-Mission. Nasa

Es gehe nicht um einen einmaligen Mondflug, um Fussabdrücke zu hinterlassen, die Fahne zu hissen und wieder zurückfliegen. «Sondern wirklich darum, ein Ökosystem aufzubauen mit verschiedenen Bereichen von der Energiegewinnung über die Kommunikation bis zur Ressourcengewinnung», betont Aschbacher.

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