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10 Jahre Instagram
Aus Glanz & Gloria-Clip vom 06.10.2020.
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10 Jahre Instagram Wie eine Foto-App die Welt verändert hat

Ein Bild von einem Hund und einem nackten Fuss in einem Flipflop – so nimmt das Phänomen «Instagram» vor zehn Jahren seinen Lauf. Wer hätte damals gedacht, dass aus einer einfachen Fotoplattform eine der einflussreichsten Apps wird?

Gegründet wird das virtuelle Fotoalbum, in welchem Nutzerinnen und Nutzer ihre Schnappschüsse teilen können, von den beiden US-Amerikanern Kevin Systrom und Mike Krieger im Oktober 2010. Zwei Jahre später verkaufen sie die Firma an die Social-Media-Plattform Facebook – für eine Milliarde Dollar. Ein Betrag, der angesichts des derzeitigen Wertes von 100 Milliarden Dollar fast lächerlich erscheint.

Bilder sagen mehr als Worte

Heute gehört Instagram – neben Facebook und Tiktok – nämlich zu den beliebtesten und mächtigsten Sozialen Netzwerken: Die App zählt über eine Milliarde Userinnen und User weltweit. Ihren Erfolg erklärt Fabian Plüss, Mitgründer einer Marketing-Agentur, folgendermassen: «Instagram ist eine sehr viel visuellere Plattform. Das Bild kommt an erster Stelle, erst dann der Text.»

Instagram ist eine sehr viel visuellere Plattform. Das Bild kommt an erster Stelle, erst dann der Text.
Autor: Fabian PlüssMitgründer «Kingfluencers»

Mit oftmals retuschierten Fotos und Videos von hübschen, gut gekleideten Menschen, teuren Statussymbolen und fernen Feriendestinationen erlaubt die Plattform eine Flucht aus der Realität. Plüss und seine Mitarbeitenden haben schnell gemerkt, «dass auf Instagram vor allem Inhalte gut funktionieren, die grosse Emotionen hervorbringen, eine schöne, ja vielleicht auch eine lustige Welt zeigen.»

Ungefilterte Wahrheit

Doch diese schöne heile Welt – entfernt man erst einmal alle darüber gelegten Filter – hat ihre Schattenseiten. Instagram wird in den letzten zehn Jahren vermehrt zum Schauplatz von Cybermobbing und anderen Formen von Ausgrenzung.

Die meist bearbeiteten Bilder erhöhen ausserdem den Druck auf die Nutzerinnen und Nutzer: Primär Teenager vergleichen sich mit ihren scheinbar makellosen Vorbildern, was Selbstzweifel schürt und gar in Magersucht oder in Besuchen beim Schönheitschirurgen gipfeln kann, wie der Dokumentarfilm «Generation Selfie» aufzeigt.

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«Generation Selfie» – Was steckt hinter der Selbstinszenierung im Netz?
Aus DOK vom 31.01.2019.
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Trotz aller möglichen Kehrseiten hat es Instagram geschafft, dass es nicht mehr aus dem Alltag seiner Userinnen und User wegzudenken ist.

Radio SRF 1, 06.10.2020, 06:20 Uhr;

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10 Kommentare

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  • Kommentar von Alois Keller  (eyko)
    Warum muss die halbe Welt sein Privatleben preisgeben. Nacktfotos, jedes Event, Stars und Sternchen, Influenzer wollen sich sehen lassen. Oft auch sehr peinlich und viel dummes Geschwätz. Chapeau an alle bekannten Gesichter die sich von Instagram nicht einwickeln lassen. Ich nutze weder Facebook noch Twitter noch Instagram noch Tiktok. Kann gut ohne leben. Aber jedem das seine. Verrückt ist die Welt geworden wo man alles über sich preisgibt.
  • Kommentar von Leo Nauber  (leo999)
    Es gilt immer noch der Traum, möglichst ohne Arbeit viel, sehr viel Kohle für jeden erdenklichen Luxus zu ernten. Echte Lebenswerte sind nicht gefragt.
  • Kommentar von René Baron  (René Baron)
    Die Generation Selfie wird von HelikopterEltern gepampert und rundumversorgt. Früher musste man sich in diesem Alter Gedanken über die eigene, selbständige Zukunft machen...