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Auktion in Japan Thunfisch für 3 Millionen Franken ersteigert

Legende: Video Thunfisch-Auktion in Tokio (unkomm.) abspielen. Laufzeit 00:45 Minuten.
Aus News-Clip vom 05.01.2019.
  • Bei der traditionellen Neujahrs-Auktion auf dem Tokioter Fischmarkt wurde ein Thunfisch für 3 Millionen Franken (333,6 Millionen Yen) versteigert.
  • Der Käufer des 278 Kilogramm schweren Fischs ist der Chef einer japanischen Sushi-Kette.

«Der Preis war höher als eigentlich gedacht, aber ich hoffe, dass unsere Kunden diesen exzellenten Thunfisch essen werden», so der Käufer Kiyoshi Kimura. Würde er den Preis an seine Kunden weitergeben, würde ein Kilo Thunfisch in seinen Sushi-Restaurants über 10'000 Franken kosten.

Kimura nutzt die von allen japanischen Medien verfolgte Thunfisch-Auktion alelrdings vor allem als Werbung für seine Restaurantkette. Er versucht jedes Jahr, den besten Roten Thun auf der Auktion zu ersteigern und damit landesweit Schlagzeilen zu machen.

Thunfisch-Aktion in Tokio
Legende: Traditionell werden in Tokio zu Neujahr Thunfische versteigert. Keystone

In diesem Jahr fand die Versteigerung erstmals auf dem Fischmarkt im Stadtteil Toyosu statt, der Vorgänger in Tsukiji hatte 2017 nach mehr als 80 Jahren geschlossen.

Blauflossenthunfisch: Stark gefährdete Art

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  • Nirgendwo auf der Welt wird so viel Blauflossenthunfisch – auch roter Thun genannt – gegessen wie in Japan.
  • Die Überfischung, die seit langem internationale Kritik hervorruft, hat dazu geführt, dass die Art in ihrem Bestand stark gefährdet ist.
  • Der für 3 Millionen Franken versteigerte Fisch war in Oma, einem der besten Thunfischfanggebiete des Landes, an der Nordspitze der Hauptinsel Honshu, gefangen worden.

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11 Kommentare

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  • Kommentar von martin blättler (bruggegumper)
    Was kostet wohl dereinst der letzte gefangene Thunfisch?Viele sind es nicht mehr.
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  • Kommentar von Harald Buchmann (Harald_Buchmann)
    Komisch wie bei uns Japan oft als wohlüberlegt, weise und quasi Zen-buddhistisch dargestellt wird, während Japaner Wale bejagen, Thunfisch zu tode überfischen, Oktopuse essen etc. ...
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    1. Antwort von Hanspeter Müller (HPMüller)
      Es wird auch immer wieder betont wie friedlich und nett Buddhisten seien im Gegensatz zu anderen Religionen und dabei wird elegant "vergessen" was Japaner in den anektierten Gebieten während der ersten Hälfte des 20. Jhd. anrichteten.
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    2. Antwort von René Balli (René Balli)
      Länder gegeneinander auszuspielen bringt überhaupt nichts! China ist nicht besser als Japan, Japan ist nicht besser als die USA, die USA sind nicht besser als Europa, Europa ist nicht besser als Afrika und Afrika ist nicht besser als Südamerika. In einer globalisierten Welt hat jeder Dreck am Stecken, besonders der wohlhabende Teil der Bevölkerung. Denke global, handle lokal wird die einzige Lösung sein.
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  • Kommentar von Jürg Brauchli (Rondra)
    Es graust mir zu sehen, mit was für einer Arroganz, Ignoranz und Selbstverständlichkeit wir unsere Lebensgrundlagen zerstören. Wenn wirs dann tatsächlich realisieren, wirds zu spät sein. Aber Baumrindesuppe soll ja gut sein. Wenn nicht jeder anfängt auf Etwas zu verzichten, kommts dazu. Das Ökosystem wird urplötzlich dramatisch kippen. Was wir bis jetzt erleben ist nur Pipifax.
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