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Auswirkungen der Trockenheit Der Baum ist tot? Lang lebe der Baum!

  • Die Basler Forscher haben bei ihren Untersuchungen bereits erste Daten des Hitzesommers 2018 ausgewertet.
  • Demnach verhindern die Bäume ein Austrocknen, indem sie ihre Poren verschliessen und so Schäden an ihren Leitbahnen verhindern.
  • Im Normalfall führt zum Beispiel eine ausgewachsene Buche über diese Leitbahnen bis zu 400 Liter Wasser täglich durch den Stamm in die Blätter.

Als zunächst nicht bedenklich werten die Wissenschaftler den Umstand, dass sich der Wald dieses Jahr früher als üblich, schon im August zu verfärben begann. Das vorzeitige Abwerfen der Blätter soll ein Austrocknen der Bäume verhindern.

Dreijährige Studie

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Die Erkenntnisse der Basler Forschenden stammen aus einer dreijährigen Studie, die auch den Hitzesommer 2015 umfasst. Erste Daten aus dem Hitzesommer 2018 als regenärmster Sommer seit Messbeginn 1864 bestätigen die Ergebnisse.

Die Annahme, dass Bäume bei extremer Hitze zu verhungern drohen, sehen die Forscher nicht bestätigt. Zwar werde die Photosynthese durch den langanhaltenden Porenschluss eingeschränkt, doch seien die Zuckerspeicher im Sommer bereits recht voll, sodass der Baum auch so gut über den Winter kommen sollte.

Es sei aber unklar, ob die Sicherheitsmechanismen der Bäume ausreichen, um auch einer starken Zunahme von Trockenheitsereignissen widerstehen zu können.

Ab 2019 Langzeitexperiment im Jura

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Der Frage, wie einheimische Bäume auf den Klimawandel reagieren, gehen Forschende der Uni Basel in einem europaweit einmaligen Langzeitexperiment nach, das derzeit vorbereitet wird. In Hölstein im Baselbieter Jura wird ab 2019 während 20 Jahren der Wald beobachtet. Dürre wird dabei durch ein Regendach simuliert.

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6 Kommentare

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  • Kommentar von Margrit Holzhammer  (Margrit Holzhammer)
    Meine Güte, nun war es ein paar Wochen heiss und trocken und schon wird vom toten Baum gesprochen. Bäume haben doch Wurzeln, welche tief im Boden verankert sind und dort hat es doch allemal noch genügend Feuchtigkeit!
    1. Antwort von Hanspeter Müller  (HPMüller)
      "Bäume haben doch Wurzeln, welche tief im Boden verankert sind und dort hat es doch allemal noch genügend Feuchtigkeit!" Offensichtlich nicht. In Luzern kann man sogar entlang des Sees Bäume sehen, die jetzt schon braune Blätter haben und da sollte man doch genügend Grundwasser vermuten.
  • Kommentar von Rolf Künzi  (Unbestimmt)
    Es gibt ja überall Naturschutzgebiete, es ist eine Erfahrung für sich einmal in ein steiles Waldgebiet zu verirren wo alles mal in Ruhe gelassen wird, nicht ungefährlich und sehr spannend. Wenn man die Natur lässt dann wird sie unglaublich wild und aufregend und das meistens direkt vor der Haustür einfach etwas abseits von den Wegen.
  • Kommentar von Felice Limacher  (Felimas)
    "Im Normalfall führt zum Beispiel eine ausgewachsene Buche über diese Leitbahnen bis zu 400 Liter Wasser durch den Stamm in die Blätter."
    400 Liter Wasser pro Stunde, pro Tag, pro Woche oder was ?
    1. Antwort von SRF News (SRF)
      Vielen Dank für Ihren Kommentar. Es handelt sich dabei um bis zu 400 Liter täglich. Wir haben das entsprechend korrigiert.