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Wald und Trockenheit
Aus HeuteMorgen vom 18.08.2018.
abspielen. Laufzeit 02:17 Minuten.
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Trockenheit in der Schweiz Herbst im Sommer

  • Wegen der Hitze sind die Bäume unter Trockenstress geraten und haben begonnen, ihre Blätter abzustossen.
  • In gewissen Regionen ist das besonders ausgeprägt der Fall: im Zürcher Weinland, in Basel oder Schaffhausen. Dort sind die Bäume schon im Herbstzustand.

Die Trockenheit 2018 hat Folgen für den Wald: Seit April hat es in Teilen der Schweiz nicht mehr ausreichend geregnet.

Die Bäume haben sich angesichts der Hitze zunächst vor übermässiger Transpiration geschützt, indem sie ihre Spaltöffnungen schlossen, wie Andreas Rigling, Direktionsmitglied bei der Eidgenössischen Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft in Birmensdorf erklärt. Als dies nicht mehr ausreichte, hätten sie damit begonnen, ihre Blätter abzustossen.

Buchen und Fichten besonders betroffen

Die verschiedenen Baumarten sind davon unterschiedlich betroffen. Die Eichen haben weniger Probleme mit der Trockenheit, dafür haben die Buchen schon vielerorts ihre Blätter verloren. Bei den Nadelbäumen setzt die Trockenheit vor allem den Fichten immer mehr zu. Dazu kommt, dass den geschwächten Fichten auch Schäden durch den Borkenkäfer drohen.

Dennoch: Rigling geht davon aus, dass die meisten Bäume diesen trockenen Sommer gut überstehen werden und im kommenden Frühling wieder ausschlagen werden. Es komme jedoch auf die Witterung der nächsten beiden Jahre an.

Heisse Sommer könnten Schutzwälder gefährden

Viele Wissenschaftler befürchten, dass es aufgrund der Klimaveränderung vermehrt trockene und heisse Sommer geben wird. Ein solches Szenario hätte auch Folgen für die Schweizer Wälder. Die Bäume würden nicht einfach in höhere Schichten vorstossen, sondern es werde massive Zusammenbrüche in den Beständen geben, sagt Rigling.

Besonders problematisch wäre dies bei den Schutzwäldern. Die Schutzfunktion könnte über mehrere Jahre nicht gewährleistet sein, bis eine neue Baumart die Aufgabe übernähme.

Noch ist es nicht soweit. Aber Förster und Waldbesitzer machen sich bereits Gedanken über den nächsten Sommer.

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10 Kommentare

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  • Kommentar von Oswald Daniel  (dani 1)
    Hat mit Herbsb absolut nichts zu tun, ausser, dass die Blätter absterben
  • Kommentar von Dani Keller  (¯\_(ツ)_/¯ ____)
    Naja, dieselben Klimawissenschaftler welche uns heisse trockene Sommer (yeah! Für Sommerferien nicht mehr in den Süden fliegen) in der Schweiz prognostizieren, sagen auch mehr Starkniederschläge und längere Hochwasserphasen voraus. Übers Jahr gesehen, wird die Regenmenge also wohl gleich bleiben. Die Natur wirds schon richten (wie immer) und in der menschgemachten(!) Landwirtschaft wird man sich ebenfalls anpassen wie in den letzten x000 Jahren schon.
  • Kommentar von Christa Wüstner  (Saleve2)
    Nicht nur im Wald ist Herbst. Auch bei uns stehen 3 uralte riesige Nussbäume. Blätter werden
    gelb und die vielen Nüsse sind winzig klein. 2003 war das nicht so. Die Natur ist völlig durcheinander geraden.
    1. Antwort von Werner Christmann  (chrischi1)
      Letztes Jahr gab es gar keine Nüsse, weil im Frühling alles erfroren ist.....