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Die Suche nach dem neuen Schädling geht weiter
Aus Espresso vom 23.06.2021.
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Callistemon-Rückruf Neuer Schädling: Das Problem ist grösser geworden

Es sind noch 100 weitere, möglicherweise verseuchte Callistemon-Pflanzen aus Italien in die Schweiz geliefert worden.

Anfangs Juni hat der Bund 50 Töpfe mit Callistemon-Pflanzen – man kennt sie wegen ihrer länglichen roten Blüten eher als «Zylinder»- oder «Pfeifenbutzer» – zurückgerufen.

Der Grund: Darin versteckt sich ein für Europa neuartiger und für diese und andere Pflanzen tödlicher Schädling - eine Schmier- oder Wolllaus, die sich an den Wurzeln festklammert.

Nach dem Rückruf seien beim Eidgenössischen Pflanzenschutzdienst (058 / 462 25 50 oder: phyto@blw.admin.ch, Link öffnet in einem neuen Fenster) rund 300 Meldungen eingegangen, sagt Jonathan Fisch, Mediensprecher beim Bundesamt für Landwirtschaft BLW auf Anfrage des SRF-Konsumentenmagazins «Espresso».

80 der gemeldeten Pflanzen seien von den Experten beim Bund und in den Kantonen als potenziell befallen eingestuft und näher untersucht worden, so der Sprecher. Bei 40 habe man den Schädling dann auch entdeckt.

100 Callistemon fehlen noch

Entdeckt hat man aber auch noch etwas anderes: Nicht 50 Töpfe, wie anfangs angenommen, sondern deren 150 sind in die Schweiz gelangt, erklärt Jonathan Fisch. Derselbe Lieferant aus Italien habe die Pflanze über zwei Wege in die Schweiz geliefert – direkt und via Deutschland.

Sprich, das Problem ist grösser als anfangs angenommen. «Wir sind deshalb weiterhin darauf angewiesen, dass sich möglichst viele Gartencenter oder Baumschulen, aber auch Käuferinnen und Käufer, bei uns melden.» Es gelte weiterhin zu verhindern, dass sich der Schädling hierzulande weiter ausbreite, so der Sprecher des BLW.

Auch die zusätzlich zurückgerufenen Callistemon-Töpfe haben übrigens eine europäische «Plant Passport»-Marke und tragen die Prüfnummer IT-19-0327. Sie wurden zwischen März und Mai verkauft.

Espresso, 23.06.2021, 08:13 Uhr

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14 Kommentare

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  • Kommentar von Andreas Diethelm  (Okapi)
    Der Optimistisch des BLW überrascht kaum, es ist dem Bundesamt seinerzeit auch nicht eingefallen, den Import von chinesischem Buchs zu stoppen, obschon der Zünsler
    schon Jahre zuvor auf der Warnliste der IPPO gestanden hatte und die hungrige Larve des Kleinfalters anschliessend in ganzen Wäldern, Parks und Friedhöfen den Buchs weggefressen hat. Das Zauberwort heisst Handels- und Gewerbefreiheit, die Win-win-Situation: man kann die Pflanzen mehrmals verkaufen und das Insektengift gleich dazu.
  • Kommentar von Leo Degelo  (Leo Degelo)
    Naja, dem Problem wäre ja einfach beizukommen.
    Produktehaftung! Aber das klappt ja auch schon nicht mit invasiven Neophyten.
    Die Grosshändler kassieren, die Allgemeinheit zahlt die Schäden.
    Dankeschön.
  • Kommentar von Martin Müller  (mmaarau)
    Es gibt so viele tolle, schöne einheimischen Blumen und Gewächse, die erst noch pflegeleicht sind und sich hier wohl fühlen. Warum kauft man sich exotische Neophyten und riskiert damit unsere Biodiversität?