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China bestraft Genforscher Erschaffer von ersten Designer-Babys muss drei Jahre in Haft

  • Mehr als ein Jahr nach der Geburt der mutmasslich ersten genetisch veränderten Babys der Welt ist der zuständige Genforscher verurteilt worden.
  • He Jiankui muss für drei Jahre ins Gefängnis, wie chinesische Medien berichteten. Auch eine Geldstrafe sei gegen ihn verhängt worden.

Jiankui hatte im November 2018 verkündet, es sei ihm gelungen, dass Erbgut von durch künstliche Befruchtung gezeugten Zwillingsschwestern so zu verändern, dass sie immun gegen das HI-Virus ihres infizierten Vaters wären.

Das umstrittene Experiment wurde international kritisiert und von Wissenschaftlern als unethisch verurteilt. Die chinesische Regierung leitete Ermittlungen gegen den Genexperten ein.

Unvorhergesehene Mutationen

Anfang Dezember wurde bekannt, dass es im Erbgut der zwei Mädchen infolge der Genmanipulation vermutlich unter anderem unvorhergesehene Mutationen gebe. Einen entsprechenden Bericht legte das Fachblatt «MIT Technology Review» unter Berufung auf Hes Forschungsbericht vor. Die Zeitschrift hatte mehrere Wissenschaftler dazu befragt.

Die Eltern der Zwillinge blieben anonym. Bis heute sind keine Details über den Gesundheitszustand der zwei Babys bekannt.

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3 Kommentare

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  • Kommentar von S. Borel  (Vidocq)
    Würde mich doch sehr erstaunen, wenn dieser Herr tatsächlich in‘s Gefängnis muss. Was mich hingegen gar nicht erstaunen würde... wenn nicht schon längst „im Verborgenen“ mit Designerbabies rumexperimentiert würde...
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    1. Antwort von Pascal Odermatt  (PDOdermatt)
      Ob ins Gefaengnis wird vlt nie aufgeklaert (warhsch. schon), aber im Labor ist dieser Herr (und die 2 anderen Verurteilten) bestimmt nicht. Was interessant waere zu wissen ist, wer sonst nocht davon wusste und nicht intervenierte, kaum nur diese 3 Leute.
      Ob das Gesetz jetzt auch von anderen gebrochen wird kann zwar sein, aber auf jeden Fall sind die Konsequenzen jetzt klar. Und ohne Publikation, kein Ruhm. Darum ist es vlt nicht mehr so interessant ohne Bewilligung.
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    2. Antwort von Pascal Odermatt  (PDOdermatt)
      Da das Gerichtsverfahren nicht oeffentlich war ist vieles ungewiss. Z.b. ist das Gen wirklich veraendert worden? Sind andere ungewollte Gene auch betroffen? Tragen alle Zellen das editierte Gen? Wird es an Nachkommen weitergegeben? Was sind die med. Konsequenzen fuer diese Babies?
      Ich habe das Gefuehl falls es ein medizinischer Erfolg gewesen waere, waere mehr Information publik. Wahrscheinlich wird alles unternommen, dass vieles nie publik wird.
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