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Elektromobilität: Stromschläge bei Elektro-Autos unwahrscheinlich
Aus Espresso vom 27.04.2021.
abspielen. Laufzeit 05:13 Minuten.
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Elektromobilität Stromschläge bei Elektro-Autos sind unwahrscheinlich

Elektro-Autos kappen bei einem Unfall die Stromzufuhr. Zudem sind die Batterien speziell gegen Crashs geschützt.

Eine Hörerin meldet sich beim SRF-Konsumentenmagazin «Espresso». Sie hat einen Film über Elektrofahrzeuge gesehen. Dort hiess es, bei Unfällen mit solchen Autos müssten die Helfer spezielle Handschuhe tragen, um sich vor Stromschlägen zu schützen.

Stromkreislauf wird unterbrochen

Diese Frage kennt auch Urs Bächtold bestens. Er ist Direktor des Schweizerischen Feuerwehrverbandes. Auch bei Ihm melden sich immer wieder verunsicherte Personen mit Fragen zu Elektro-Autos. Zur Gefahr eines Stromschlags sagt er: «Uns ist kein einziger solcher Fall bekannt.» Die Autos seien so gebaut, dass der Stromkreislauf bei einem Crash unterbrochen wird.

Das kann Katharina Lucà vom deutschen Automobilclub ADAC bestätigen: Wie jedes Auto müsse auch ein Elektro- oder Hybrid-Auto alle gesetzlichen Bestimmungen erfüllen. «Wir führen seit zehn Jahren Crash-Tests mit Elektroautos durch. Noch nie ist eines dabei negativ aufgefallen.» Bei einem Zusammenstoss würden die Batterien sofort abgeschaltet.

Sicherheitshandschuh oder Pullover

Trotzdem benötige es zur Bergung von Elektro-Fahrzeugen eine spezielle Ausrüstung, sagt Feuerwehr-Verbandsdirektor Bächtold: «Wir tragen einen Sicherheitshandschuh, der als Isolator unsere Leute schützt.» Man tue dies, um wirklich jedes Risiko auszuschliessen.

Auch Laien können sich schützen, wenn sie an einen Unfall mit einem E-Auto geraten: «Wer auf Nummer sicher gehen will, kann beispielsweise einen Pullover um die Hände wickeln.»

Brennende Batterien sind eine Herausforderung

Ein Problem sind brennende Elektro-Autos. Fängt die Batterie Feuer, entstehen hochgiftige Dämpfe und die Batterien lassen sich schlecht löschen. Während bei einem normalen Autobrand etwa 2000 Liter Wasser nötig sind, benötigt die Löschung eines E-Autos vier bis fünf Mal so viel Wasser. Da die Batterien am Boden der Fahrzeuge verbaut und besonders gut gesichert sind, «bringen wir das Wasser kaum an die Stelle, wo wir den grössten Löscherfolg hätten», sagt Urs Bächtold vom Feuerwehrverband.

Espresso, 27.04.21, 8:13 Uhr

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8 Kommentare

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  • Kommentar von Helmut Meier  (Helmu)
    Es ist wie immer, es wird ein "Normaler Verpesterbrand" (2000 Liter Wasser) mit einem "Ausnahme E-Autobrand" der fast nie vorkommt, verglichen.
  • Kommentar von Urs Heim  (Ursus)
    Den unkundigen Autofahrern, die dezidiert gegen den Wechsel zur Elektromobilität aussprechen, trifft wohl eher zünftig der Schlag wenn sie merken „wie“ überlegen ein E-Auto gegenüber einem Verbrenner ist. Ich fahre seit nunmehr drei Jahren einen Tesla S und bin in jeder Hinsicht sehr zufrieden, vorallem der massiv tieferen Unterhaltskosten wegen.
    1. Antwort von Eric Wuhrmann  (Eric Wuhrmann)
      Ja sehr toll das alles. Ich fahre einen Dodge Charger und dies nicht weil ich ein Petrolhead bin, sondern weil es mein Traumauto ist. Und ich muss sagen ich liebe dieses Auto und der Komfort ist 1A. Ich werde nun einfach mal warten und wenn es dann bessere Akkus gibt kann ich den Wagen auch umrüsten. Momentan werde ich aber sicher nicht mein Traumwagen gegen eine BEV tauschen nur weil alle rumstürmen.
  • Kommentar von Albert Bachmann  (AFB)
    Schön dass hier mit den unberechtigten Vorurteilen aufgeräumt wird. Bei Unfällen sind Elektroautos sehr viel sicherer als Verbrenner, da die Wahrscheinlichkeit, dass die Batterien Feuer fangen viel geringer ist, als dass der Tank Feuer fängt! Die Handschuhe sind eine zusätzliche Absicherung, um zu verhindern, dass man vom 400V System, das zwar ausgeschaltet werden sollte, einen Schock abbekommt. Alles in allem sind EV‘s den Verbrennern in fast jedem Aspekt überlegen, ihnen gehört die Zukunft!
    1. Antwort von Benito Boari  (Antoine)
      Falsch! Die Zukunft gehört dem Fussgänger.
    2. Antwort von Andy Gasser  (agasser)
      @Boari: In Zukunft wollen wir alle Ankommen. Dabei ist das Mittel dazu zweitranging. Autonomes Fahren kann eine gute Ergänzung zum Öv, Velo und Fussverkehr sein. Besonders dort wo diese Mittel das Ankommen nicht oder nur mit viel Aufwand ermöglichen.
    3. Antwort von Urs Heim  (Ursus)
      Gut kommentiert Herr Bachmann! - Die immer strenger werdenden Abgasnormen zeigen deutlich in diese Richtung. Die Norm Euro 7 wird kommen und dem Prinzip Treibstoff aus fossilen Quellen in Vortrieb zu verwandeln den leisen Tod bescheren. Das zum Beispiel Volkswagen, Volvo und andere Hersteller offiziell für ihre Produktion von Fahrzeugen mit konventionellen Antrieben ein Ende setzten wollen, spricht Bände und zeigt wo die Reise hinführt.
    4. Antwort von Thomas Hanhart  (Thomas63)
      @Boari: Auch als überzeugter E-Fahrer gebe ich Ihnen recht. Die beiden Entwicklungen müssen Hand in Hand gehen. Mehr reine Fussgänger- und 30er-Zonen in Kernzonen und Wohngebieten sind genau so anzustreben, wie lärm- und abgasfreie Autos. Beides zusammen wird die Lebensqualität für Anwohner und Fussgänger enorm erhöhen. Und die Reise geht auch klar in diese Richtung und ist nicht mehr aufzuhalten.