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Adrian statt Andrina – Familie muss neues Flugticket kaufen
Aus Espresso vom 22.07.2019.
abspielen. Laufzeit 04:44 Minuten.
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Fehler durch Autokorrektur Adrian statt Andrina – Familie muss neues Flugticket kaufen

Eine Woche in Spanien im Ferienort Lloret de Mar bei Barcelona – darauf freut sich eine Familie aus dem Kanton St. Gallen. Sie bucht die Ferien übers Internet beim Reiseveranstalter Tui. Bei der Buchung mischt aber die Autokorrektur des Computers mit. Sie verwandelt Tochter Andrina zu Adrian.

Die Familie bemerkt den Fehler erst nach einigen Wochen auf der Buchungsbestätigung, rechnet aber damit, dass das Reisebüro Tui die Sache unkompliziert bereinigt. Es kommt aber anders: Die Tochter brauche ein neues Flugticket, heisst es bei Tui. Kostenpunkt: 416 Franken. Für ihre Verhältnisse sei das viel Geld, sagt die Mutter.

Sie hakt bei der betreffenden Airline, Swiss, nach. Eine Hotline-Mitarbeiterin meint, es wäre an sich kein Problem, den Fehler auf dem Ticket zu korrigieren, man habe aber keinen Zugriff auf das System von Tui.

Änderungen nur bis maximal zwei Buchstaben möglich

Das SRF-Konsumentenmagazin «Espresso» schaltet sich ein. Nun tönt es etwas anders: Tui würde gratis und problemlos den Fehler korrigieren, aber die Swiss habe hier strenge Regeln, sagt Tui-Sprecherin Bianca Schmidt. Deshalb müsse die Familie nun leider ein neues Flugticket lösen.

Swiss-Sprecherin Meike Fuhlrott bestätigt das: Namenskorrekturen seien nur möglich, wenn sich im Vor- und Nachnamen nicht mehr als zwei Buchstaben ändern. Nun gut: Adrian und Andrina – da kommt ein zusätzliches «n» dazu, also ein Buchstabe. Aber die Reihenfolge der Buchstaben spiele eben auch eine Rolle, und damit komme man in diesem Fall auf mehr Änderungen als zwei, so die Swiss-Sprecherin.

Strenge Regel soll Graumarkt verhindern

Man wende die Regel so strikt an, sagt die Swiss, weil man verhindern wolle, dass Kunden günstige Tickets kaufen und dann mit Gewinn weiterverkaufen können: «Das wäre nicht in unserem Sinn und auch nicht im Sinne unserer Kunden», so Meike Fuhlrott.

«Espresso» gibt zu bedenken, dass es diesem konkreten Fall wohl kaum um solche Mauscheleien gehe, schliesslich sind Familienname und Geburtsdatum von Andrina und «Adrian» identisch.

Schliesslich lenkt auch die Swiss ein: Man drücke ein Auge zu und erstatte der Familie den bereits einbezahlten Betrag für das Ticket zurück.

Am besten sofort reagieren

Wer sich Ärger sparen will, kontrolliert am besten gleich vor dem Absenden der Online-Buchung oder auf der Bestätigung, ob sich keine Fehler eingeschlichen haben. Reagiert man innert 24 Stunden, lässt sich in so einem Fall bei der Swiss ein Ticket nämlich noch kostenlos stornieren.

Gibt es triftige Gründe für eine Namensänderung, wie eine Heirat oder Scheidung, sind nachträgliche Namensänderungen ebenfalls möglich – allerdings verlangt die Swiss dann eine Gebühr von 25 Franken.

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36 Kommentare

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  • Kommentar von Verena Schär  (Nachdenklich)
    Es gibt Onlineportale die das ä, ö. ü nicht erkennen und a, o, u festlegen. Was dann?? Ich habe einen offiziellen Fahrausweis, welchen ich in gewissen Situationen nicht benutzen kann, weil es für die Behörden im Tessin keine ä, ö, ü. gibt nur ae, oe, ue,. Immer 2 mal hinschauen bevor verurteilt wird.
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    1. Antwort von Hans Meier  (H-M)
      Ae, oe, ue sind international anerkannt! Auf einen CH Ausweis stehen immer beide schreiweise!!
    2. Antwort von Jean-Philippe Ducrey  (Jean-Philippe Ducrey)
      Berhörden im Tessin haben Onlineportale, welche die Umlaute nicht erkennen? Kann ich nicht glauben.
    3. Antwort von Roberto Mayer  (Roberto M.)
      Bei Flugbilletten spielt es nach meiner Erfahrung keine Rolle, ob der "Müller" als "Muller" oder "Mueller" im Ticket steht. Hingegen wird der Köbi ein Problem haben sofern im Pass Jakob steht.
  • Kommentar von Verena Schär  (Nachdenklich)
    2. …. nach Drücken von bezahlen werden die Personendaten nicht angezeigt sondern lediglich der Flug. Den Fehler kann erst nach der Bezahlung festgestellt werden. Sehr bedenklich für mich.
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    1. Antwort von Roberto Mayer  (Roberto M.)
      Quatsch. Bei einer Flugbuchung kommt umgehend ein Mail mit der Buchungsbestätigung wo alles ersichtlich ist. Gleichzeitig kann man sein Ticket abrufen. Die Bezahlung hat man zwar zu diesem Zeitpunkt schon realieirt, aber der Betrag wird von den meisten Airlines erst 24 Stunden später abgebucht. Während dieser 24 Stunden sollte man schon prüfen, ob alle Angaben stimmen. Wenn nicht kann man anrufen und es wird gratis storniert worauf man neu buchen kann.
    2. Antwort von Roberto Mayer  (Roberto M.)
      Es ist allerdings schon erstaunlich dass es Leute gibt, die erst Wochen nach einer Buchung merken, dass etwas falsch ist. Sowas prüft man umgehend auf alle Daten. Es kann ja auch ein Datum falsch sein.
  • Kommentar von Verena Schär  (Nachdenklich)
    1. Warum so hart ins Gericht gehen mit der Familie, liebe Leute. Kann ja sein, dass die Menschen erstmals Online gebucht haben. Ich bin überzeugt, dass die Onlineseite von Tui nicht optimal eingerichtet ist. Fehlerquellen: Autokorrektur, Buchung als Familie, Buchungsinhaber (Elternteil) vermutlich männlich, also werden Kinder anders erfasst als bei Einzelbuchung. Ich habe einen Versuch durchgeführt mit einer Einzelflugbuchung und nach der Eingabe aller Daten heisst es bezahlen und...…...
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    1. Antwort von Roberto Mayer  (Roberto M.)
      Sie haben wohl recht in Bezug auf Portale, die nicht optimal eingerichtet sind. Ich buche sehr viel, für mich und viele Freunde und Bekannte. Wer das erste Mal online bucht sollte die Hilfe einer diesbezüglich erfahrenen Person in Anspruch nehmen. Auch für mich gibt es immer wieder Überraschungen, sowohl in Funktionalität wie auch in Sachen Preisgestaltung. Es lässt sich u.U. viel Geld sparen wenn man "schlau" bucht. Es geht darum, gewisse System der Anbieter/Airlines zu überlisten.