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Schnee-Chaos und Lawinengefahr in ganz Europa
Aus News-Clip vom 05.01.2019.
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Frau Holle meint's zu gut Teile Europas versinken im Schnee

  • Heftiger Schnee hat vor allem den südlichen Teil Bayerns sowie Österreich in eine Winterlandschaft verwandelt.
  • Auch anderswo auf dem Kontinent bringt der Wintereinbruch Chaos.

Für die Alpen und den Alpenrand gilt eine Unwetterwarnung des Deutschen Wetterdienstes (DWD). Bäume könnten unter der Schneelast zusammenbrechen, hiess es. Ausserdem sei mit Behinderungen auf Strassen und Schienen zu rechnen. Aus Bayern und Baden-Württemberg wurden bereits Dutzende Unfälle gemeldet.

Die Deutsche Bahn meldet, Reisende sollten sich im Vorfeld informieren. Es sei mit Verspätungen und Zugausfällen zu rechnen. Insbesondere ab München nach Österreich, Italien und in die Schweiz könne es zu Verspätungen kommen.

Am Flughafen München werden wegen des starken Schneefalls mindestens 120 Flüge ausfallen. Zudem seien etliche Flüge massiv verspätet, wie eine Sprecherin sagt.

Winterlandschaft im Süden

In der Nacht zum Samstag hatten starke Schneefälle auch weite Teile Nord- und Mittelgriechenlands in eine Winterlandschaft verwandelt und erhebliche Verkehrsprobleme verursacht. Wie das Staatsfernsehen (ERT) berichtete, konnten Räumfahrzeuge nur mühsam die Fahrbahn der wichtigen Nord-Süd-Verkehrsachse frei halten – sie verbindet die Hafenstadt Thessaloniki mit Athen. Viele Landstrassen waren nur mit Schneeketten zu befahren. In einigen Regionen fiel der Strom aus, wie das Staatsradio berichtete.

Mann auf Fahrrad auf schneebedeckter Strasse. Im HIntergrund das Meer.
Legende: Schnee an ungewohnter Stelle: Ein Fahrradfahrer wagt sich an die Küste von Thessaloniki. Reuters

Im Flughafen von Thessaloniki harrten Hunderte Menschen die Nacht über aus, weil viele Flüge ausgefallen waren. Einige Flugzeuge landeten im mazedonischen Skopje oder im rumänischen Timisoara. Der Strand von Thessaloniki war schneebedeckt.

Ungewohnte Schneebilder auch aus Italien – und zwar auch in den südlichsten Regionen: Webcams zeigen weissgepuderte Strände in Apulien, die Region am Stiefelabsatz, wie die Nachrichtenagentur Ansa meldet. Weiter oben, in den Abruzzen kommt es zu inoffiziellen Schneerekorden.

Grosse Lawinengefahr in Österreich

Der starke Schneefall hat auch in Österreich zu Strassensperren und Flugausfällen geführt. Westlich von Wien war zeitweise eine wichtige Autobahnverbindung blockiert, nachdem zahlreiche Lastwagen auf der Strecke liegen geblieben waren.

In den Bergregionen mussten einige Strassen wegen Lawinengefahr gesperrt werden. Darunter war auch das Sölktal in der Steiermark, wo 600 Bewohner und Touristen festsassen. Das Schlechtwetter fiel ausgerechnet auf das Rückreise-Wochenende, an dem viele deutsche Urlauber aus Tiroler und Salzburger Skigebieten heimkehrten. In weiten Teilen der österreichischen Alpen herrschte grosses Lawinenrisiko.

Der Schneefall werde noch bis zur Nacht auf Montag anhalten, prognostizierte die Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik. Der Flughafen in Innsbruck sprach bereits am Samstag von «massiven Einschränkungen im Flugverkehr». Zahlreiche Verbindungen wurden umgeleitet, gestrichen oder waren als verspätet gemeldet.

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23 Kommentare

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  • Kommentar von Rolf Bolliger  (jolanda)
    Die Natur, das Wetter und das jeweilige Klima auf dem Planet ERDE hat sich in den vielen Millionen Jahren schon oft verändert! Eine Realität, die militante "Oekoheinis" einfach nicht akzeptieren wollen!
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  • Kommentar von Norbert Zehner  (ZeN)
    Wenn's im Sommer heiss ist, dann ist das Wetter ein starker Hinweis auf den Klimawandel, wenn's wie jetzt kalt ist, dann ist das nur ein normales Wetter-Phänomen und hat nichts mit lima zu tun. Erinnert stark an "self fulfilling prophecy".
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    1. Antwort von Albert Planta  (Plal)
      Eine Erwärmung kann man nur mit einer Temperaturmessung über einen längeren Zeitraum feststellen. Srf berichtete schon mehrmals, dass eine Erwärmung zweifelsfrei festgestellt wurde.
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  • Kommentar von Alex Bauert  (A. Bauert)
    In Griechenland hausen 10-tausende von Flüchtlingen immer noch in miserablen Zelten mit kaum sanitären Anlagen. Diese können von den Frauen teilweise kaum benutzt werden, da sexuelle Übergriffe drohen. Die Kinder frieren, sind zu häufig krank. Der ideale (sozial kalte) Nährboden für künftige Hasser der europäischen Gesellschaft. Horror, dass trotz dieses Wetters weder GR noch die EU etwas unternehmen. Es ist im doppelten Sinne kalt geworden in Europa.
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