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Legende: Audio Tigerpopulation laut Indiens Regierung 30 Prozent höher abspielen. Laufzeit 01:34 Minuten.
Aus Heute um Vier vom 29.07.2019.
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Gute Nachrichten für Raubkatze Bestände in Indien haben sich erholt

Letztes Jahr stieg die Zahl der Tiger im Land um 30 Prozent auf fast 3000. Doch die grössere Population führt auch zu Problemen.

Indien beheimatet laut einer Studie der indischen Regierung nun drei Viertel aller Tiger weltweit und bietet damit den wohl grössten Lebensraum für die Grosskatzen.

Die Zahl dieser Raubkatzenart ist in der Vergangenheit stark geschrumpft. Grund ist unter anderem die illegale Jagd nach den Tieren. Ihre Körperteile werden in China und Südostasien in der traditionellen Medizin genutzt.

Ein Tiger kauert auf der Erde und kaut an einem Zweig, Bäume und Blätter rundherum.
Legende: Ein Tiger im 1983 eröffneten Van-Vihar-Nationalpark in Bhopal: Eins von 3000 Tieren in Indien. Keystone

In Indien ist der Trend aber positiv. Während 2006 noch etwa 1400 Tiger im Land gezählt wurden, waren es 2014 gut 2200 Tiere und heute knapp 3000. Der Schutz der grossen Wildkatzen hat in diesem Land grosse Priorität. Seit den 1970er Jahren wurden in Indien Hunderte von Tigerreservaten erstellt. Diese dienen touristischen Zwecken, sie sollen aber auch die Tiere besser schützen.

30 tödliche Angriffe durch Tiger

Immer wieder kommt es allerdings zu Konflikten mit den Menschen. So wurden viele Reservate in Gebieten der indigenen Völker in Indien, den sogenannten Adivasi erstellt. Viele Adivasi sehen sich durch die Reservate in ihrem Lebensraum bedroht.

Wegen des rasanten Bevölkerungswachstums in Indien kommt es auch immer wieder zu reellen Konfrontationen zwischen Mensch und Tier. Letztes Jahr starben in Indien rund 30 Menschen durch Tigerbisse.

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4 Kommentare

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  • Kommentar von A. Keller  (eyko)
    Wenn diese Nachricht stimmt, ist es sehr erfreulich das die Tigerpopulation in Indien wieder zunimmt. Es muss alles getan werden diese schönen Tiere nicht auszurotten. Reservate in Gebieten der indigenen Völker in Indien mehr Schutz bieten und helfen ihren Lebensraum sicherer zu machen. Hoffe sehr, dass der Schutz dieser grossen Wildkatzen gesichert wird.
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  • Kommentar von Beppie Hermann  (Eine rechte Grüne)
    Anfangs 20.Jh lebten weltweit noch ca 100'000 Tiger in freier Wildbahn, von Sibirien über Indonesien bis in die TUR, 2010 zählte man, exkl.Zoos, Privatbesitz od.in Tigerfarmen, noch insgesamt ca 3'200 (WWF)! Wie S.Döding schreibt, sind diese Zahlen ungerechtfertigtes Eigenlob, Inzest vorprogrammiert, eine weitere Zunahme der Tigerpopulationen bei bereits eingetretenen Problemen unwahrscheinlich. Ebenso die Einsicht, dass Menschen in die letzten Gefilde der Wildnis eindringen und nicht umgekehrt.
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  • Kommentar von Silke Döding  (Nordlicht)
    Wir reden von einem Bruchteil der Tiger im Verhältnis zu einer ersten richtigen Zählung in 1930! Sorry, das ist Selbstbeweihräucherung auf höheren Niveau. Es ist ein erster kleiner Schritt, der nun bereits an Grenzen stösst und in Gefahr ist. Wenn es Indien nicht schafft grössere Gebiete für Tiger zu definieren und zu überwachen, verschwinden die Tiger wieder peu a peu umgebracht durch Menschenhand.
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    1. Antwort von Beppie Hermann  (Eine rechte Grüne)
      S.Döding, WWF: "Die Statistik erlaubt für die meisten Länder gar keinen seriösen Vergleich neuerer und älterer Zahlen. So sei der Zuwachs in vielen Fällen vermutlich vor allem auf neue Zähltechniken zurückzuführen. So wurden in IND, RUS, NPL+BHU 2015 beispielsw. Regionen in die nationalen Untersuchungen einbezogen, die vorher nicht ausgewertet worden waren. Ob die Zahl der Tiger tatsächlich zugenommen hat oder durch die geänderten Methoden schlicht mehr Tiere gezählt wurden, ist daher unklar."
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