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Streit zwischen Spitälern und Kassen zahlen die Patienten
Aus Espresso vom 20.04.2022.
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Hohe Spitalrechnungen Kein Tarifstreit mehr auf dem Buckel von Patienten

Immer wieder bleiben privat oder halbprivat Versicherte auf Spitalrechnungen sitzen. Die Politik soll das ändern.

Immer wieder melden sich privat oder halbprivat versicherte Patienten bei der Redaktion des SRF-Konsumentenmagazins «Espresso», die entweder nicht in ihr Wunschspital können oder auf teuren Spital-Rechnungen sitzen bleiben. Dies, weil die Krankenkasse den Tarifvertrag mit dem Spital für die Halbprivat- oder Privatabteilung gekündigt hat. Auch bei den Schweizer Patientenstellen melden sich viele Betroffene.

Streit um private und halbprivate Tarife

Hintergrund des Tarifstreits ist, dass die Krankenkassen von den Spitälern tiefere und transparentere Preise für die halbprivate und private Abteilung verlangen. «Grundsätzlich eine gute Entwicklung», sagt Mario Fasshauer von der Zürcher Patientenstelle. Damit werde der Wettbewerb angeregt, was hoffentlich dazu führe, dass die Preise künftig sinken.

«Aber es kann nicht sein, dass die Patientinnen und Patienten die Leidtragenden eines Tarifstreits sind», sagt Mario Fasshauer, Geschäftsführer der Zürcher Patientenstelle.

Es kann nicht sein, dass die Patientinnen und Patienten die Leitragenden eines Tarifstreits sind
Autor: Mario Fasshauer Geschäftsführer der Zürcher Patientenstelle

Genau das werde jedoch gemacht. Wer als privat oder halbprivat versicherte Person in ein Spital geht, das nicht auf der Liste der Krankenkasse steht, muss die zusätzlichen Kosten selber zahlen – und das, ohne genau zu wissen, wie hoch diese Kosten ausfallen. «Das ist sehr intransparent für Patienten und aus meiner Sicht nicht akzeptabel», so Mario Fasshauer.

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Patientenstelle plant einen Vorstoss

Der Dachverband der Schweizer Patientenstellen will mit einem parlamentarischen Vorstoss eine bessere Regelung für Patienten erreichen: «Wir sind derzeit daran, ein entsprechendes Papier auszuarbeiten.»

Espresso, 20.04.22, 08:13 Uhr

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22 Kommentare

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  • Kommentar von SRF News (SRF)
    Liebe Community, vielen Dank für Ihre Meinungen zu Tarifstreit und hohe Spitalrechnungen. Wir wünschen einen schönen Abend. Liebe Grüsse, SRF News
  • Kommentar von Denise Casagrande  (begulide)
    Es ist eine Schande, dass seit Jahren und bis dato,niemand von den vielen, sehr gut entlöhnten Herr- und Damenschaften im - ausbeuterischen für die einen und sehr lukrativen für die andern - Schweizer "Gesundheits-Un-Wesen" bislang nicht aktiv werden und endlich handeln!!
    Transparenz schaffen, faire Tarife für die gesamte Bevölkerung = gesamtschweizerische "Kranken-Grundversicherung" für alle, Zusatzversicherung nach Eigenbedarf!
  • Kommentar von Ueli von Känel  (uvk)
    Meine Krankenkasse übernahm bis jetzt immer die Spitalkosten.So weit komme ich gut weg.Aber es geht ja nicht nur um mich selbst, sondern es ist eine gesellschaftliche Fragenstellung.Bei Medikamenten und auch bei spezialärztlichen Behandlungen ist m. E. die Gewinnmarge zu gross.Das müsste überwacht werden, wenn möglich. Dann wäre ich dafür, dass die Krankenkassenprämien nach Einkommen und v.a. Vermögen (Geld/Immobilien) festgelegt werden.Bis Mittelstand eher etwas weniger, dann stark ansteigend.