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Im Süden von Neuseeland Dutzende Grindwale gestrandet und verendet

Legende: Video Neuseeland: Grindwale verenden (unkomm.) abspielen. Laufzeit 00:22 Minuten.
Aus News-Clip vom 26.11.2018.
  • Insgesamt bis zu 145 Grindwale sind übers Wochenende an einem Strand in Steward Island (Neuseeland) an Land getrieben worden.
  • Gemäss Umweltschutzbehörde DOC war etwa die Hälfte der Meeressäuger am Montag bereits tot. Die anderen mussten eingeschläfert werden.
  • Weshalb die Wale gestrandet sind, ist bislang unklar.

Die Wal-Gruppe war am Samstagabend von einem Wanderer entdeckt worden, der in der einsamen Küstenregion unterwegs war. Anfangs wurde versucht, die noch lebenden Wale zurück ins offene Meer zu bugsieren – allerdings ohne Erfolg.

Schliesslich entschloss man sich, auch die restlichen Tiere zu töten. Laut einem Wal-Experten der Umweltschutzbehörde war dies «eine Entscheidung, die einem das Herz zerreisst».

Gängige Erklärung greift nicht

Experten rätseln über den Grund, weshalb die Walte gestrandet sind. Sie gehen davon aus, dass es sich bei den über 140 Tieren um Angehörige zwei verschiedener Herden handelt.

In Neuseeland kommt es zwar immer wieder vor, dass ein Leittier den Orientierungssinn verliert und die Herde in seichtes Gewässer führt. Bei zwei verschiedenen Herden ist dies aber unwahrscheinlich, da sie nicht den gleichen Leittieren folgen.

Gestörter Orientierungssinn

Es könnte auch sein, dass die Wale in eine Strömung gerieten oder auf der Flucht vor Haien waren. Eine andere Möglichkeit wäre, dass das sensible Ortungssystem der Tiere durch Elektrosignale gestört war.

Grindwale – auch Pilotwale genannt – werden bis zu acht Meter lang und erreichen ein Gewicht von bis zu drei Tonnen.

Grindwale: Immer wieder an Stränden Neuseelands

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  • Grindwale – auch Pilotwale genannt – werden bis zu acht Meter lang und erreichen ein Gewicht von bis zu drei Tonnen.
  • In Neuseeland kommt es immer wieder vor, dass sich Wale an Strände verirren.
  • Im Februar vergangenen Jahres waren sogar mehr als 300 Wale gestrandet.

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10 Kommentare

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  • Kommentar von W. Pip (W. Pip)
    Durch "Elktrosignale gestört"? Das ist eine ziemlich dürftige Kolportation einer möglichen Ursache, finde ich...
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  • Kommentar von Daniele Röthenmund (Daniele Röthenmund)
    Eine Katastrophe Sondergleichen. Doch wir werden das lesen und dann wider in den Alltag zurückkehren. Neuseeland ist ja soweit Weg, nicht.
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  • Kommentar von tom martini (tomline)
    Eigentlich weiss man es schon lange: Sonargeräte werden bei der Marine zur Ortung von U-Booten eingesetzt.Dabei entsteht Lärm von 220 bis 240 Dezibel.Ein einzelnes Sonar ist auf einer Fläche von bis zu 800.000 Quadratkilometern - doppelt so groß wie die BRD - zu hören.Seit Anfang 2002 gibt die US-Navy zu, dass die Sonargeräte ihrer Schiffe Wale töten können. Greenpeace fordert, den Einsatz von Sonargeräten zu vermeiden, da die Ungefährlichkeit nicht nachgewiesen ist. Aber eben, Krieg ist wichtig
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