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Legende: Audio Jugendliche nutzen auch klassische Medien abspielen. Laufzeit 02:58 Minuten.
Aus Echo der Zeit vom 27.08.2019.
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Junge mögen die «alten» Medien Es gibt auch ein Leben offline

Die jüngere Generation hängt nur am Smartphone? Von wegen: Kino, Radio und Fernsehen halten sich erstaunlich gut.

Junge Menschen mögen auch in der Zeit von Smartphones gemeinsame Erlebnisse. Das zeigt der neue sogenannte Digi-Monitor, die jährliche Auswertung des elektronischen Medienkonsums in der Schweiz.

So würden sich auch heute noch eine grosse Zahl junger Menschen regelmässig zum Kinobesuch verabreden, erklärt Siri Fischer, Geschäftsführerin der Interessengemeinschaft elektronische Medien: «Drei Viertel bis 80 Prozent der Jungen gehen mindestens einmal im Halbjahr ins Kino.»

Junge
Legende: Der Schein trügt: Auch in der Zeit der sozialen Medien und des Streamings halten sich klassische elektronische Medien bei Jungen. Dies geht aus der jährlichen Untersuchung der Interessengemeinschaft elektronischer Medien hervor. Keystone

Selbst klassisches Fernsehen schauen junge Schweizer noch – und dies auch oft gemeinsam: «Die Jungen nutzen einzelne Events selektiver und gezielter. Sie schauen gerne auch zusammen mit Freunden Fernsehen.»

Die Jungen nutzen einzelne TV-Events selektiver und gezielter. Sie schauen gerne zusammen mit Freunden Fernsehen.
Autor: Siri FischerGeschäftsführerin der Interessengemeinschaft elektronische Medien

Oft sind es Live-Events wie Sportveranstaltungen – zum Beispiel das Eidgenössische Schwing- und Älplerfest oder Fussballspiele. Andere Sendungen werden jedoch immer häufiger zeitversetzt geschaut.

Aber auch die Konkurrenz des klassischen Fernsehens wächst weiter. Netflix und Youtube erreichen derzeit je knapp zwei Millionen Leute. Das ist rund ein Viertel der Zuschauer, welche die traditionellen Fernsehkanäle in der Schweiz nutzen.

Auch das Radio lebt weiter

Radio ist – das mag manchen erstaunen – auch beim jüngeren Publikum weiterhin ein Live-Massenmedium. Trotz des Siegeszugs des Streamingdienstes Spotify hören Dreiviertel aller Unter-25-Jährigen Radio. Fast die Hälfte sogar täglich.

Legende: Video Aus dem Archiv: Wie viel Zeit verbringen Jugendliche online? abspielen. Laufzeit 04:36 Minuten.
Aus 10vor10 vom 26.08.2019.

Und doch: Spotify hat in der Schweiz alleine im letzten Jahr rund 300'000 neue Nutzer gewonnen: «Das führen wir teilweise auf die Gratisversion des Dienstes zurück», sagt Fischer. Die Einstiegsbarriere sei damit tiefer als bei Netflix. Denn dort gibt es nur einen Bezahl-Service.

Diesen Bereich interessiert die Werbeindustrie, welche den Digi-Monitor jeweils mit Interesse erwartet, jedoch weniger. Der Grund: Netflix schaltet keine Werbung. Die Werbebranche schaut lieber dorthin, wo die jungen Schweizer noch häufiger anzutreffen sind: auf die sozialen Medien.

Das soziale Netzwerk Facebook ist out

Und dort ist noch eine andere bedeutsame Veränderung zu sehen. Während 2014 noch 82 Prozent aller jungen Mediennutzer auf Facebook zu finden waren, ist es nun nur noch jeder Dritte. Abgewandert sind die Jungen zu Instagram und Whatsapp.

Diese aber gehören auch zum Facebook-Konzern. Insgesamt bleibt Facebook damit der grosse Dominator. Fast alle – nämlich 95 Prozent aller Mediennutzer in der Schweiz – schauen täglich auf einem Kanal des Konzerns vorbei.

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6 Kommentare

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  • Kommentar von Hans Muster  (PrCh)
    Also in der Realität siehts dann nicht so offline aus. Ich bin auch noch jung und deshalb auch viel unterwegs an Veranstaltungen und wenn ich eines bemerkt habe, dann das, dass man gesehen werden will (auf Instagram etc.). Beschäftigt mit dem Upload und dem ständigen Nachschauen ob man auf sein Bild/Video einen Kommentar hat, vergessen die Leute den Moment zu geniessen.
    Nicht alle ich weiss aber trotzdem genug. Was können sie auch dafür wenn die Eltern ihnen schon mit 12 ein Smartphone geben..
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  • Kommentar von Urs Stäbler  (Stab)
    Ich weile seit 67 Jahren auf diesem Planeten.
    Ganz nach dem Sprichwort: Man ist so alt wie man sich fühlt, schreibe ich heute als 29-jähriger. Ein Leben ohne Smartphone kann ich mir nicht vorstellen. Dieses eignet sich um sich schnell einen Überblick zu verschaffen oder eine Ansichtskarte zu schreiben. Genau so würden mir auch Fernseher oder Zeitungen fehlen, da ich mich, gerade bei der Zeitung, intensiver mit einem Thema beschäftigen kann. So haben alle Medien ihre Vor- und Nachteile.
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  • Kommentar von Franz NANNI  (igwena ndlovu)
    na ja... Hauptsache, man konsumiert passiv... aber ein Baumhaus oder so haben diese neue Jungen noch nie gebaut.. im Wald spielen ... (was ist Wald?) etc... wie arm sind sie , unsere Kinder in unserer ueberfuellten Welt...
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