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Kampf für Gleichstellung Berner Ärztin Natalie Urwyler mit «Prix Courage» geehrt

  • Natalie Urwyler erhält den «Prix Courage».
  • Die entlassene Oberärztin der Berner Insel Gruppe protestierte vor Gericht gegen ihre Entlassung und bekam Recht.
  • Der Fall sorgte schweizweit für Aufsehen.

Die heute 44-jährige Urwyler sei eine Nachwuchshoffnung gewesen, schreiben die Organisatoren des «Beobachter Prix Courage». Die Ärztin habe sich eingesetzt für besseren Schutz für Schwangere am Inselspital und besseren Mutterschutz. Nach der Geburt des eigenen Kindes kam es zum Bruch mit dem Arbeitgeber.

Das Inselspital hatte die Anästhesieärztin im Juni 2014 wegen eines «gestörten Vertrauensverhältnisses» entlassen. Sie hielt die Entlassung aber für eine Retourkutsche, weil sie sich für mehr Mutterschutz und Gleichstellung eingesetzt hatte. Sie ging darum vor Gericht.

Legende: Video Missbräuchliche Kündigung (Archiv) abspielen. Laufzeit 03:35 Minuten.
Aus Schweiz aktuell vom 05.07.2018.

Das Gericht beurteilte die Entlassung als Rachekündigung und hob diese auf. Das Berner Obergericht als zweite Instanz bestätigte den Entscheid der Vorinstanz, wonach die Kündigung aus arbeitsrechtlicher Sicht nicht hätte erfolgen dürfen.

Die Insel Gruppe betont damals, dass das Obergericht nicht eine Diskriminierung festgestellt habe. Das jetzige Verhalten der Ärztin beweise vielmehr, dass das Vertrauensverhältnis nachhaltig gestört sei.

Vorkämpferin für Gleichstellung

In der Mitteilung vom Freitag wird Urwyler gewürdigt für ihren Kampf für die Gleichstellung der Frauen in Spitälern. Der Preis ist mit 15'000 Franken dotiert. Vergeben wird er von einer siebenköpfigen Jury und vom Publikum via Online-, Telefon- und SMS-Voting.

Zum zweiten Mal wurde dieses Jahr auch der mit 10’000 Franken dotierte «Beobachter Prix Courage Lifetime Award» verliehen: Die Beobachter-Redaktion zeichnet damit Hannes Schmid für sein Engagement mit dem Entwicklungshilfe-Projekt «Smiling Gecko» in Kambodscha aus.

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8 Kommentare

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  • Kommentar von Markus Stark (Strong)
    Ich habe in meinem Fall gegen die Credit Suisse in einem Fall wegen missbräuchlier Kündigung und Fürsorgepflichtverletzung vor dem Arbeitsgericht Zürich recht bekommen. Arbeitszeugnis habe ich bis heute nicht. Das liegen von Seiten CS (konkret vom Präsidenten des VR, Dr. Urs Rohner, Straftaten vor). Da ermitteln im Moment Staatsanwalt- und Bundesanwaltschaft).
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  • Kommentar von Tom Duran (Tom Duran)
    Die Frau hat Geld für einen Anwalt. Viele Arme haben das nicht und werden dadurch willkürlich von der Staatsgewalt unterdrückt. Wer sich heute keine Rechtsschutzversicherung leisten kann ist verloren. Und das ist überhaupt nicht gut so!
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  • Kommentar von Eva Waser (Cat)
    Sollte man annehmen (dass es sozial korrekt zugeht in Spitälern). Weit gefehlt! Seit die neuere Generation in der Chefetage (Spitaldirektoren, Pflegedienstleitungen, etc. mit hauptsächlich Ausbildungen die mit Finanzen zu tun haben) Platz genommen hat, wird der soziale Aspekt mehr + mehr beiseite gedrängt. Das Geld steht zuoberst, danach kommt irgenwann der Rest: Arbeitsbedingungen + Umgang mit den Menschen, die täglich ihr Bestes geben + am Schluss noch der Patient. Glückwunsch an Frau Urwyler!
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