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Das Wettergespräch vom 9. Mai kündigt einen Wetterumschlag an
Aus Wetter vom 09.05.2020.
abspielen. Laufzeit 04:22 Minuten.
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Markanter Wetterwechsel Eisheilige bringen kühlere Phase

Am Montagabend, unmittelbar vor Beginn der Eisheiligen, erreicht uns aus Norden kühlere Luft. In der Nacht auf Dienstag sinkt die Schneefallgrenze im Norden gegen 1000 Meter, punktuell noch tiefer. Bis zur «Kalten Sophie» am Freitag geht es danach eher kühl weiter.

Am Wochenende gab es an einigen Orten einen Sommertag, also Höchstwerte von mehr als 25 Grad. Jetzt ist aber fertig lustig! Am Montag setzt von Westen Regen ein, es bleibt aber zunächst noch einigermassen mild mit Nachmittagstemperaturen meist zwischen 15 und 20 Grad.

Am Montagabend erreicht uns aber flach-einsickernde Kaltluft. Damit sinkt die Temperatur sprunghaft ab und liegt am späten Montagabend im östlichen Mittelland nur noch bei etwa 5 Grad. In der Nacht zum Dienstag sinkt die Schneefallgrenze gegen 1000 Meter, bei kräftigen Niederschlägen gegen 700 Meter. Der Spuk beschränkt sich aber auf den Norden. Inneralpin und im Süden bleibt die Schneefallgrenze meist zwischen 1700 und 2200 Metern.

Frost: Ja oder Nein?

Nicht Schnee, sondern Frost ist Namensgeber für die Eisheiligen. Am Dienstagmorgen könnte es vor allem am Nordrand der Schweiz Bodenfrost, allenfalls sogar Luftfrost geben. Bis Freitag geht es generell kühl weiter. Die Nachmittagstemperaturen liegen meist zwischen 12 und 16 Grad und damit 4 bis 8 Grad unter den üblichen Nachmittagstemperaturen im Mai. Am Morgen ist bis Freitag punktuell Bodenfrost möglich. Dichtere Wolken und Bise stehen aber in der Regel einer allzu starken Abkühlung im Wege.

Eisheilige: Realität oder Fake News?

In diesem Jahr werden die Eisheiligen ihrem schlechten Image voll gerecht, und auch im letzten Jahr war es kalt, und es gab verbreitetet Bodenfrost. Das Ganze ist aber doch eher ein «Lucky Punch». Ein Blick in die Statistik zeigt, dass dies reiner Zufall ist. Seit der Jahrhundertwende lagen in Basel die Nachmittagstemperaturen 9 Mal über dem Schnitt und 9 Mal unter dem Schnitt für den Monat Mai.

Seit 1960 lag die durchschnittliche Nachmittagstemperatur in Basel bei 19.3 Grad, und damit nur knapp unter dem Mai-Durchschnittswert der Periode 1981 bis 2010 (19.7 Grad). Im Vergleich zur klimatologisch relevanten Norm der Jahre 1961 bis 1990 (18.4 Grad) war es während der Eisheiligen sogar deutlich zu warm. Ähnlich sieht es auch südlich der Alpen aus. Mit 20.2 Grad entspricht in Lugano die Nachmittagstemperatur exakt der Durchschnittstemperatur im Mai. Kurz um: Von signifikanter Abkühlung während der Eisheiligen ist statistisch keine Spur zu sehen.

SRF 4 News, Wetter, 10. Mai 2020, 15:30 Uhr

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4 Kommentare

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  • Kommentar von Hansjürg Kipfer  (sdomingo)
    Realität oder Fake News? Auch Journalisten stehen Wörterbücher zur Verfügung. Fake News (Duden):
    in den Medien und im Internet, besonders in sozialen Netzwerken, in manipulativer Absicht verbreitete Falschmeldungen.
    So schwierig ist die deutsche Sprache nun auch wieder nicht. “Aberglaube“ klingt doch auch nicht übel und macht erst noch Sinn.
  • Kommentar von marlene Zelger  (Marlene Zelger)
    Es wird scheinbar nicht so kalt, wie prognostiziert wurde. Seien wir froh und freuen wir uns auf die Zeiten, wo es wieder wärmer und sonniger wird.
    1. Antwort von Albert Planta  (Plal)
      Freuen Sie sich auf die Klimaerwärmung?
    2. Antwort von Christophe Bühler  ((Bühli))
      @marlene Zelger,@Albert Planta;Jawohl, ich freue mich auf die Klimaerwärmung, seit geraumer Zeit habe ich in der Deutschschweiz einen Zitronenbaum hochgezogen und Gott sei Dank, es werden jedes Jahr mehr Zitronen.