Zum Inhalt springen

Header

Inhalt

Mindestens sieben Rudel Der Schweizer Wolfsbestand wächst rasant

  • Die Wolfspopulation in der Schweiz ist innerhalb eines Jahres stark gewachsen.
  • Laut der neusten Auswertung der Gruppe Wolf Schweiz leben derzeit mindestens sieben bestätigte Rudel im Land.
  • Vor einem Jahr waren es noch vier Rudel.

Mit der Präsenz von mindestens sieben Wolfsrudeln ergibt sich hierzulande ein Wolfsbestand von rund 60 bis 70 Wölfen, wie die Organisation Gruppe Wolf Schweiz in einer Mitteilung schreibt.

Die Rudel leben in den Kantonen Graubünden (Surselva, Obersaxen, Beverin), Wallis (Val d'Anniviers, Val d'Entremont, Chablais) und Waadt (Col du Marchairuz). Hinzu kommen Einzeltiere etwa im Berner Oberland und in der Zentralschweiz.

Den Angaben der Gruppe Wolf Schweiz zufolge könnten es insgesamt auch maximal bis zu neun Rudel sein. Bei zwei bisherigen Gruppen im Bündner Calanda-Massiv und im Tessiner Valle Morobbia sei der aktuelle Status jedoch unklar.

Die Wölfe greifen immer wieder auch Nutztiere an und sind so den Bauern ein Dorn im Auge.
Legende: Die Wölfe greifen immer wieder auch Nutztiere an und sind so den Bauern ein Dorn im Auge (Archivbild). Keystone

Bis Ende 20. Jahrhundert fast ausgerottet

Bestätigt sind laut der Mitteilung ausserdem sieben Reproduktionen (Welpenaufzuchten). Je drei reproduzierende Rudel gibt es im Wallis und in Graubünden, ein weiteres lebt im Kanton Waadt.

In Westeuropa wurde der Wolf im 20. Jahrhundert fast vollständig ausgerottet. In die Schweiz wanderten 1995 wieder die ersten Wölfe ein. Immer wieder greifen sie dabei bei der Nahrungssuche auch Nutztiere wie Schafe an. Dies sorgt regelmässig für Konflikte mit Bauern und gelegentlich für ordentlich bewilligte Abschüsse der Raubtiere.

Schliessen

Jederzeit top informiert!

Erhalten Sie alle News-Highlights direkt per Browser-Push und bleiben Sie immer auf dem Laufenden. Mehr

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren. Weniger

Push-Mitteilungen aktivieren

Sie haben diesen Hinweis zur Aktivierung von Browser-Push-Mitteilungen bereits mehrfach ausgeblendet. Wollen Sie diesen Hinweis permanent ausblenden oder in einigen Wochen nochmals daran erinnert werden?

24 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Rainer Fauser  (Rainer Fauser)
    Verglichen mit den über 8,5 Mio Homo sapiens ist der Wolf vernachlässigbar.Menschen fressen Millionen Gügeli,Rindviecher,Schafe,Schweine,Wild und Ziegen - aber der Wolf darf das nicht in geringstem Masse?Ausserdem werden die paar Risse lukrativ entschädigt und früher waren Hütehunde und Zäune selbstverständlich;kein Bauer jammerte über die Kosten.Wenn die Herden beschützt werden wendet sich der Wolf wieder seiner natürlichen und sowieso zugedachten Beute zu,nämlich kranke und schwache Wildtiere.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von Beppie Hermann  (Eine rechte Grüne)
      Wenn ich zurückdenke, wie wir damals am Ende der Welt zum Schutz unserer Schafe minimal einmal die Woche mit den Pferden stundenlang die Zäune abgeritten, kontrolliert, geflickt, Untergrabungen gestopft haben, vorab gegen Norden, wo viele Dingos lebten, einer rechts, der andere links rum. Wenn dennoch Schafe zu Schaden kamen, hat das keinen interessiert, da war man selbst schuld, selbst dafür verantwortlich, genauso wie bei Hühnern, wenn ihr Gehege nicht wiesel- und mardersicher ist.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Hans Maag  (Maag Hans)
    Es geht nicht um die reale sondern um die empfundene Gefahr. Zudem geben Sie ja selbst zu, dass sich die Touristen nicht immer adäquat verhalten. Sie dürfen nicht von sich auf andere schliessen!
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von Daniel Häberlin  (Svensk)
      Wie sagt man doch: Angst ist ein schlechter Berater. Das gilt vor allem dann, wenn (wie Sie schreiben) die Gefahr stärker empfunden wird als sie in Wirklichkeit ist. Gerade darum wäre eine Aufklärung in den betroffenen Gebieten zum Thema Wolf wichtig, denn dies würde die Angst der Bevölkerung viel eher mildern als ein Abschuss, der bestenfalls eine Ruhepause bringt, bis der nächste Wolf auftaucht. Bei allem Verständnis, aber mit der Angst alleine lässt sich noch kein Abschuss rechtfertigen.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Beppie Hermann  (Eine rechte Grüne)
    "Der Schweizer Wolfsbestand wächst rasant " Wegen 7 Rudel? Ist ja lächerlich! Wenn einer sich rasant vermehrt, dann der Mensch, dem sollte Einhalt geboten werden. Er ist es doch, der zunehmend und weltweit in die letzten Refugien der Wildnis eindringt, sämtlichen Tieren aller Art die Lebensräume besetzt, zerstört, übernutzt, vergiftet... und dann behauptet, die Tiere kämen ihm zu nahe.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen

Mehr aus PanoramaLandingpage öffnen

Nach links scrollen Nach rechts scrollen