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Mission offenbar gescheitert Indien verliert Kontakt zu Mondfähre

  • Vier Wochen nach dem Start ist die indische Mondmission «Chandrayaan-2» offenbar gescheitert.
  • Kurz vor der Landung auf dem Mond riss die Kommunikation der unbemannten Raumfähre «Vikram» ab, wie die indische Raumfahrtbehörde Isro mitteilte.
  • Indien hatte versucht das vierte Land zu werden, dem eine kontrollierte Landung auf dem Mond gelingt.
Legende: Video Aus dem Archiv: Der Start der indischen Rakete abspielen. Laufzeit 00:35 Minuten.
Aus News-Clip vom 22.07.2019.

Die Annäherung an den Mond sei bis auf 2.1 Kilometer über der Oberfläche normal gewesen, sagte der Chef der indischen Raumfahrtbehörde Isro. Die Landung sei der schwierigste Teil der gesamten Mission gewesen. Was genau zum erneuten Fehlschlag führte, ist noch unklar. Die Daten würden nun ausgewertet.

Die Sonde war gut zwölf Stunden zuvor in die Mondumlaufbahn eingeschwenkt. Das Manöver, das die Endphase des Mondflugs einleitete, dauerte 29 Minuten. In der Nacht auf Samstag sollte die Landeeinheit des indischen Mondflugprojekts dann eigentlich mit einem kleinen Rover an Bord am Südpol des Erdtrabanten aufsetzen. Das Manöver sollte Indien nach den USA, der Sowjetunion und China, zur vierten Raumfahrtnation machen, der eine weiche Landung auf dem Mond gelingt.

Was hatten die Inder vor?

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«Chandrayaan» bedeutet auf Sanskrit «Mondfahrzeug». Ziel der 142 Millionen Dollar teuren Mission war es, die Oberfläche der Südpolregion zu kartieren, den Boden zu analysieren und Wasser zu suchen. Anfang Juli musste ein erster Startversuch der "Chandrayaan-2" nur eine Stunde vor dem Start abgebrochen werden. Es hatte ein Leck an der Trägerrakete gegeben. Am 22. Juli hatte der Start dann geklappt.

Für Indien war es bereits die zweite Mission zum Mond. Die erste Mondsonde «Chandrayaan-1» war 2008 gestartet und hatte den Mond umkreist, ohne auf ihm zu landen. Mit der Landung wollte das aufstrebende Schwellenland mit seinen gut 1,3 Milliarden Einwohnern Raumfahrtgeschichte schreiben.

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12 Kommentare

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  • Kommentar von A. Keller  (eyko)
    142 Millionen Dollar verpulvert. Zwei Drittel der Menschen in Indien leben in Armut: 68,8 % der indischen Bevölkerung müssen mit weniger als zwei US-Dollar pro Tag auskommen. Über 30 % haben sogar weniger als 1,25 US-Dollar pro Tag zur Verfügung – sie gelten als extrem arm. Damit zählt der indische Subkontinent zu den ärmsten Ländern der Erde. Am stärksten unter der Armut in Indien leiden Frauen und Kinder, die schwächsten Glieder der indischen Gesellschaft.
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  • Kommentar von B Näf  (uluru)
    Ein kleiner Programmierfehler im Code. Kommt bei Software aus Indien immer mal vor.
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  • Kommentar von Daniel Johns  (DJo)
    Für so ein grosses Land und Bevölkerung zu regieren,mehr als Machtspiel steckt ein Bedarf, hinter dem Raumfahrt-Programm Indiens. In Mai 2019 konnte z.B. die Regierung ca. 2,5 million Menschenleben retten, dank der ISRO, die indische Raumfahrtbehörde.

    Fehler bei Mondfähre soll nicht zu ein schnelleren Urteil führen. Ich glaube, mit erfolgreichen Mond Orbiter in 2008, Mars Orbiter in 2013 und 104 Satelliten auf einen Streich in 2017 haben die schon merkwürdigen Meilenstein erreicht.
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    1. Antwort von Michael Emmenegger  (Baltoro)
      Was wollen sie uns genau mit ihrem Post mitteilen? Komme nicht ganz nach!
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